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Altenburg Trumpfkarte Wirtschaft
Region Altenburg Trumpfkarte Wirtschaft
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21:08 14.01.2013

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Von Günter Neumann

Ganz selbstverständlich werde heute die Region um Altenburg als Bestandteil des mitteldeutschen Wirtschaftsraums von Dresden über Chemnitz und Zwickau bis Leipzig betrachtet. "Diesen Blick sollten wir uns nicht verstellen lassen durch standardisierte Studien, die die Regionen auf der Basis von statistischen Daten vergleichen und uns in trauriger Regelmäßigkeit schlechte Platzierungen zuweisen", sagte Wolf. "Altenburg gehört in Wahrheit zu einem vitalen Wirtschaftsraum, der sich durchaus mit anderen aufstrebenden Regionen in Deutschland messen kann."

Leider betrachte die Politik teilweise immer noch aus kleinstaatlichen föderalen Strukturen heraus viele Entscheidungen aus dem Blickwinkel des Verwaltungszentrums. "Politische Grenz- regionen werden dadurch zu Verlierern der Geschichte, weil man nicht willens ist, länderübergreifend zu denken, geschweige zu fördern und damit zu entwickeln", kritisierte der OB. Das Altenburger Land sei ein Paradebeispiel für diese fatale Entwicklung. "Es ist uns immer noch nicht gelungen, den Entscheidungsträgern auf Landesebene diese Region als Bestandteil des Wirtschaftsraumes Leipzig, Chemnitz, Zwickau begreifbar zu machen. Eine Wachstumsinitiative Altenburger Land ist aus Altenburger Sicht nur erfolgreich, wenn sie den Bau des Autobahnanbinders B 7 neu an die Autobahn A 72 als harten Standortfaktor zeitnah durchsetzt und die wirtschaftliche Entwicklung des Industriegebietes Altenburg-Windischleuba einleitet." Gemeinsam mit Nobitz und der Landes- entwicklungsgesellschaft sollen aber auch Investoren für die übrigen Gewerbegebiete gesucht werden.

Wolf forderte zudem vom Land die Bereitschaft, leistungsfähige Strukturen zu bilden. "Wir können uns keine Kirchturmpolitik mehr leisten." Der Freistaat habe mit seinem Freiwilligkeitsprinzip erheblichen Schaden in der Wettbewerbsfähigkeit der Kommunen angerichtet, sagte der OB, ohne die Fusion von Nobitz und Saara konkret zu nennen. "Emotionen, Parteipolitik, Blockaden und Taktieren sind fehl am Platze. Weniger Einwohner, geringere kommunale Finanzen, ständig steigende Ausgaben für Personal- und Sachkosten, gekoppelt mit oft fehlendem Willen zu Reformen, zwingen uns zum eisernen Sparen und zur Zusammenarbeit."

Der Rathauschef kündigte deshalb einen Diskussionsprozess zur Finanzierung von Sportstätten, die Abgabe von Verwaltungaufgaben ans Landratsamt und die Prüfung kultureller Leistungen an. Ewa, Denkmalschutz, Grünanlagen, Obdachlosenunterbringung, Jugendarbeit und Seniorenbetreuung sowie eine Konzentration von Kultur- und Tourismusförderung nannte er als weitere Einspar-Felder, um trotz notwendiger Haushaltskonsolidierungen auch künftig in Wirtschaftsförderung, Bildung und Verkehr investieren zu können.

Ausdrücklich würdigte Michael Wolf die "entscheidenden Fortschritte" in der Zusammenarbeit mit dem Landratsamt nach dem Amtswechsel. "Stadt und Landkreis kooperieren auf höchster Verwaltungsebene in einer neuen, von gegenseitigem Vertrauen geprägten Qualität", dankte er Landrätin Michaele Sojka (Linke).

Das Wichtigste bleibe jedoch die wirtschaftliche Entwicklung. "Auf diesem Weg brauchen wir jede helfende Hand, jeden klaren Verstand. Ich reiche denjenigen die Hand, die im Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt auf der anderen Seite standen: Gehen Sie diesen Weg mit! Wir sind es der nachwachsenden Generation schuldig, dass sie hier eine Zukunft für sich sieht."

Noch deutlichere Worte fand als Gastredner Frank Löschmann, der jahrelang für Volkswagen die Entwicklung unter anderem in Sachsen, Wolfsburg und Spanien koordiniert hatte. Es sei nicht gelungen, Altenburg an die Entwicklung der Region anzukoppeln, sagte er und sprach von "vertanen Chancen". Zugleich lobte er das Potenzial der Region, so die leistungsfähigen Verwaltungen, die gute Berufsausbildung und auch den Flughafen. Weniger gut kamen Banken und Landesregierung weg. Elektronik, Luftfahrttechnik und Leichtbau seien die Themen, mit denen Altenburg punkten könne.

-Kommentar

Altenburg dankt Petra Haase und Karl-Fritz Jordan

Gerührt und mit der einen und anderen Träne im Auge standen sie auf der Bühne: die langjährige Brauerei-Geschäftsführerin Petra Haase und der scheidende Firmenchef des Armaturenwerkes, Karl-Fritz Jordan. Minutenlang brandete durch den Goldenen Pflug der Applaus der Gäste, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten.

Zuvor hatte OB Michael Wolf einen unerwarteten "Tagesordnungspunkt" ins Programm des Empfangs eingefügt. In bewegten Worten dankte er Petra Haase, die mit ihrem Wirken für die Altenburger Brauerei maßgeblich dazu beigetragen habe, dass das Altenburger Bier zum Werbeträger auch für die Stadt wurde. "Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Unternehmen mit so viel Herzblut für ihre Stadt einsetzen", sagte Wolf und erinnerte an die von ihr durchgesetzte Modernisierung des Unternehmens ebenso wie an Vereinsförderung, Brauerei-Museum und nicht zuletzt den legendären Werbeslogan "Wo, zum Teufel, ist Altenburg?"

Auch Karl-Fritz Jordan habe eine Erfolgsgeschichte par excellence abgeliefert, seit er 2002 das Altenburger Armaturenwerk (AWA) übernahm und das über 130 Jahre alte Tradtionsunternehmen zum innovativen Marktführer für Kälte- und Klimatechnikventile machte. Rund 25 Millionen Euro wurden investiert, circa 200 Mitarbeiter liefern heute Produkte in über 30 Länder. G.N.

Sanierung des Hallenbades

Fertigstellung des Komplexes Teehaus und Orangerie

Einweihung der neuen Berufsfeuerwehr-Wache

Einrichtung des Familien- und Freizeitzentrums Altenburg-Nord

Sanierung des Herrenhauses Oberzetzscha

Investitionen im Gewerbegebiet Poststraße

Beginn der Marstall-Sanierung

Profilierung der Erich-Mäder-Schule als Gemeinschaftsschule

Neue Kindergarten-Finanzierungsvereinbarung

Begleitung von Unternehmenserweiterungen und

Neuinvestitionen bei Schulz & Berger, Fräger, HEAB, OKM,

K & K Bau und Sanierung, Finstral. Technisches Hilfswerk

Entwicklung des Industriegebietes Altenburg-Windischleuba

Neuansiedlung der Firma Intem im Gewerbegebiet Nordost III

Bau des Kreisverkehrs Dr.-Wilhelm-Külz-Straße

Edeka-Neubau an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße

Umgestaltung des Außenbereichs am Kaufland in Südost

Investoren übernehmen Schwarzen Bär und Weißes Ross

Fertigstellung Torgasse

Barbarossa-Dauerausstellung in den Roten Spitzen

Straßenneubau Bei der Brüderkirche und Klostergasse

Sanierung des Daches der Schlosskirche

Park-und-Ride-Platz am Bahnhof

Sanitäreinrichtung am Wohnmobil-Stellplatz

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