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Altenburg "Tür nicht vorschnell zuwerfen"
Region Altenburg "Tür nicht vorschnell zuwerfen"
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20:34 12.12.2013

Ohne Gegenstimmen beschlossen die Kreisräte, dass die Schullandschaft des Kreises bis 2019 im wesentlichen so bleibt, wie sie ist. Eine von wenigen Ausnahmen ist, dass der Schulbezirk der Grundschule Windischleuba ab dem Schuljahr 2015/16 für die Schulanfänger um den Ort Lehma erweitert wird, der bislang zur Grundschule Wintersdorf gehört. Ab dem Schuljahr 2015/16 gilt für die Grundschulen Meuselwitz und Wintersdorf ein gemeinsamer Schulbezirk. Damit wird die Fusion beider Gemeinden nun auch auf schulischer Ebene vollzogen.

Durch die Änderung von Schulbezirken soll die über sinkende Schülerzahlen klagende Grundschule Altkirchen gestärkt werden. Ab dem Schuljahr 2015/16 - beginnend für die Schulanfänger - wird Altkirchen um Lumpzig, Braunshain, Großbraunshain, Hartha, Kleintauscha, Prehna und Zschöpperitz erweitert. Diese Orte sind bislang dem Schulbezirk der Grundschule Posa zugeordnet.

Im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental einigte sich der Kreistag auf eine Variantenuntersuchung für den Neubau oder den Umbau einer Schule, die die Klassen eins bis zehn in Form einer Thüringer Gemeinschaftsschule beinhaltet. Diese Untersuchung soll dem Kreistag bis spätestens Ende 2016 vorliegen. Im Februar 2017 wird entschieden, wie und ob die drei Schulen im Gebiet der VG Oberes Sprottental weitergeführt werden.

Eine ähnliche Frist erhält auch die Grundschule Ponitz, um deren Schicksal am längsten gerungen wurde. Letztendlich sollen auch hier die rückläufigen Schülerzahlen Ende 2016 nochmals bewertet und eine mögliche Aufnahme der Kinder in die Grundschule Gößnitz untersucht werden. Entschieden wird ebenfalls im Februar 2017.

Uwe Melzer (CDU), der Leiter des Schulausschusses, wies auf die demografische Entwicklung und die finanziellen Möglichkeiten des Kreises hin, die man bei der Schullandschaft im Auge behalten müsse. Die Änderung des Schulbezirke für die Stärkung der Grundschule Altkirchen bezeichnete er als gute Lösung. "So schaffen wir es, die Schulen in der Region, wenn nicht dauerhaft, so doch befristet zu erhalten." Für Ponitz deutete Melzer an, dass es dort bei einem Umzug nach Gößnitz zumindest eine Alternative gibt. Aus finanziellen Zwängen werde allerdings keine Schule geschlossen, machte der CDU-Kreisvorsitzende deutlich.

Etwas differenzierter betrachtete Klaus-Peter Liefländer, Fraktionschef der Regionalen, die Lage des Kreises mit seinen begrenzten Ressourcen und das Schicksal der Ponitzer Schule, in die seiner Meinung nach mittelfristig 500 000 Euro investiert werden müssen. Das Geld der einen Schule mit wenig Schülern fehle einer anderen. Liefländer teilte die Einschätzung der Ponitzer Kreisräte Peter Diedrich (SPD) und Ingo Prehl (Grüne) nicht, die bis 2016 "eine optimistische Prognose" der Schülerzahlen vornahmen. In einem Antrag hatten beide ihren Optimismus mit dem Zuzug junger Familien und der Entwicklung der Ponitzer Bildungseinrichtung zu einer musikalischen Grundschule begründet, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. Selbst wenn man sehr großzügige Zuzugsprognosen anstelle, sei der Bestand von Ponitz nicht gesichert, sagte Liefländer. Aber auch er wollte die Tür für Ponitz nicht vorschnell zuwerfen und die Entwicklung bis 2016 abwarten. Jens Rosenkranz

© Kommentar

Jens Rosenkranz

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