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U18-Nationalkader Steve Mittelbach aus Wintersdorfer kämpft um WM-Teilnahme

Kegeln U18-Nationalkader Steve Mittelbach aus Wintersdorfer kämpft um WM-Teilnahme

Er ist im Altenburger Land derzeit der einzige Kegler, der es bis in den deutschen Nationalkader geschafft hat – der 17-jährige Steve Mittelbach. In der Altersklasse U18 fiebert er dem Sonntag entgegen, wenn beim Kadertraining in Kaltensontheim die Entscheidung fällt, wer Deutschland 2017 bei der Weltmeisterschaft vertreten darf.

Als Anerkennung bekommt Steve Mittelbach (l.) ein BVB-Fanpaket und zwei Eintrittskarten für ein Spiel des BVB von Ortsteilbürgermeister Thomas Reimann.

Quelle: Mario Jahn

Wintersdorf. Er ist im Altenburger Land derzeit der einzige Kegler, der es bis in den deutschen Nationalkader geschafft hat – der 17-jährige Steve Mittelbach. In der Altersklasse U18 fiebert er dem Sonntag entgegen, wenn beim Kadertraining in Kaltensontheim die Entscheidung fällt, wer Deutschland 2017 bei der Weltmeisterschaft vertreten darf. „Ich hoffe natürlich, dass ich dabei sein darf“, sagt der junge Mann.

Die Affinität zum Kegelsport ist ihm wohl schon in die Wiege gelegt worden. Sowohl sein Vater Camillo Mittelbach als auch ein Opa Alois Mittelbach frönen seit Jahrzehnten dem Sport mit der Kugel und den neun Kegeln. Außerdem ist der Nachwuchsathlet im selben Jahr geboren, in dem die neue wettkampfgeeignete Vier-Bahnen-Kegelanlage ihrer Bestimmung übergeben wurde – 1999.

„Zum Kegeln bin ich durch meine Familie gekommen“, erzählt Steve Mittelbach und erinnert sich daran, dass er im zarten Alter von neun Jahren mit dem Kegeln begonnen hat. Das sei das Alter, in dem man einsteigen könne. Denn Kegeln sei anstrengend und man brauche ein gewisses Maß an Kraft. „Mein Vater hat mich als Kind oft mit auf die Kegelbahn genommen. Dabei habe ich festgestellt, dass mir Kegel besser gefällt als Fußball.“

Steve, der im Sanitätshaus Altenburg eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher absolviert, trainiert intensiv und regelmäßig. „Zweimal pro Woche bin ich auf der Kegelbahn. Jeden zweiten Tag laufe ich eine halbe bis dreiviertel Stunde. Und Krafttraining, zu dem Seilspringen und Liegestütze gehören, steht ebenfalls auf dem Programm“, so der 17-Jährige.

Der schönste Lohn für das harte und intensive Training sind die zahlreichen Erfolge, die er bereits aufweisen kann. Er ist Kreismeister, belegte bei der Landeseinzelmeisterschaft Platz vier, im Pokalfinale der Thüringer Mannschaften den dritten Platz, ist Stammspieler in der Thüringer Landesauswahl, Landesmehrkampfmeister und im Ländervergleich von acht Bundesländern Thüringer Gewinner. Außerdem gehört er zur Landesauswahl Thüringen. Der Höhepunkt seiner sportlichen Karriere sei für ihn aber in diesem Jahr die Berufung in den U18-Nationalkader gewesen, verrät er. Daran habe auch sein Trainer Lutz Schneider einen großen Anteil, betont Clemens Storzer, Abteilungsleiter Kegeln bei Mittelbach Heimatverein ASV Wintersdorf.

„Um nächstes Jahr bei der WM dabei zu sein, sind beim Kadertraining bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Neben sehr guten Kegelergebnisse sind das 600 Seilsprünge in drei Minuten und eine Laufzeit von neun Minuten für zweieinhalb Kilometer“, sagt Steve Mittelbach. „Ich hoffe, dass ich das schaffe und bei der WM dabei sein kann.“

Selbst dem runden Leder hinterherzulaufen, hat Steve nie gereizt. Dennoch schlägt sein Herz für den BVB. „Das Spiel gegen RB Leipzig habe ich mir im Stadion angeschaut“, erzählt er voller Begeisterung. Und zwei Karten für ein weiteres Spiel seiner Lieblingsmannschaften hat er bereits. Die hat ihm Wintersdorfs Ortsteilbürgermeister Thomas Reimann zusammen mit einem BVB-Fanpaket als Anerkennung für seine Berufung in den Nationalkader vor wenigen Tagen überreicht. „Bei solch einem Talent ist mir um die Zukunft unseres Ortes und des Kegelsports nicht Bange“, so Reimann.

Neben Steve Mittelbach gibt es im Altenburger Land noch einen weiteren jungen Kegler, der in der U18-Landesauswahl Thüringen unterwegs ist – Steve Meißner. Der kommt ebenfalls aus Wintersdorf.

Von Marlies Neumann

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