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Altenburg Über 1000 Neugierige beim Sommerfest der Flugwelt Nobitz
Region Altenburg Über 1000 Neugierige beim Sommerfest der Flugwelt Nobitz
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16:40 03.07.2017
Einmal am Steuer einer Breguet Atlantic BR-1150, einem U-Boot Jäger, sitzen: Felix Ader bekommt von Markus Lux von der Flugwelt (v.l.) die technischen Details erklärt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Nobitz

„Fliiieeeger!“ – nicht nur im kleinen Max schien am Sonntag ein Pilot verloren gegangen zu sein, als er mit der gesamten Familie im Museum Flugwelt vorbeischaute und die auf dem Freigelände ausgestellten originalen Flugzeuge entdeckte. Und je näher der Fünfjährige aus der Nähe von Plauen vor allem dem riesigen Transporter vom Typ Transall kam, desto ehrfürchtiger schien die Annäherung des Knirpses zu werden, stand er dann doch vor einem regelrechten Monster von Flugzeug.

„Unsere begehbaren Originale Transall sowie der U-Bootjäger Breguet Atlantic sind erwartungsgemäß wieder die Stars“, meinte Patrick Nieswand. Der 29-Jährige hatte bei der Organisation des traditionellen Sommerfestes bei den Flugwelten, das am Sonntag regelrechte Besucherscharen anlockte, den Hut auf. „Aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, ja sogar aus München pilgerten die Gäste zu uns“, ergänzt Vereinschef Frank Modaleck in einer ruhigen Minuten. „Aber im Vorfeld war alles noch hektischer, als alles vorzubereiten war und man auch nicht wusste, wie alles angenommen wird. Jetzt läuft es rund und reibungslos. Da wird man schon bedeutend ruhiger“, erzählt Nieswand.

Und tatsächlich: Das Getümmel war quasi von der ersten Minute an da. Im und rund um das Museum gab es aber auch neben den ausgestellten Originalen eine Vielzahl von Attraktionen. Eine davon waren auch die Rundflüge mit dem schon historischen Doppeldecker AN-2.

Und wer es ein paar Nummern kleiner mochte, der konnte sich die Ausstellungen im eigentlichen Museum anschauen, die mindestens im Freistaat, aber wahrscheinlich auch in ganz Mitteldeutschland einzigartig sind. Dort lebt unter anderem auch die über hundertjährige bewegte Historie des benachbarten Flugplatzes wieder auf, von dem aus die immer gut besetzte Antonov auf ihre Rundflüge ging.

Auf den Freiflächen rund ums Museum gab es beileibe nicht nur Dinge, die das Herz eines ausgesprochenen Luftfahrtfans höher schlagen ließen. Nein, dank befreundeter Vereine gab’s da ebenso eine Oldtimerschau mit vierrädrigen Veteranen der Landstraße oder einen ganz speziellen Shuttleservice mit einer echten Dieselameise zwischen Museum und Startplatz der Doppeldeckers.

Kunterbunte kleine Pappflugzeuge, selber angemalt, quietschbunt gestaltete Leinwände mit dem Team aus der Altenburger Farbküche oder aber Abseilübungen mit dem Technischen Hilfswerk waren zudem auch unvergessliche Attraktionen für die kleinen Besucher.

Am Tag nach dem Sommerfest war bei dem 30-köpfigen Verein so ziemlich jeder, der mit dabei war, ziemlich kaputt, aber zufrieden. „Das war schon der Wahnsinn, weil aber auch rundrum alles gepasst hat. Wir hatten niemals erwartete gut tausend Besucher“, so Vereinschef Modaleck. „Was nur möglich war, weil alle Beteiligten im Verein, bei unseren Freunden und auf dem Flugplatz mit an einem Strang gezogen haben. Als sich 2004 der Verein gründete, konnte niemand ahnen, dass wir 13 Jahre später so einen Weg geschafft haben“, so Modaleck.

Von Jörg Wolf

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