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Altenburg Über 140 Austauschschüler besuchen das Friedrichgymnasium
Region Altenburg Über 140 Austauschschüler besuchen das Friedrichgymnasium
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19:06 08.05.2018
Ende Mai besuchen über 140 Schüler und 17 Pädagogen aus sieben Schulen in Dänemark, Spanien und Niedersachsen das Friedrichgymnasium Altenburg. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Ende Mai besuchen über 140 Schüler und 17 Pädagogen aus sieben Schulen in Dänemark, Spanien und Niedersachsen das Friedrichgymnasium Altenburg. Im Rahmen des Europäischen Komitees pflegen Altenburger Schüler bereits seit 2003 Kontakte ins europäische Ausland, wollen den europäischen Gedanken durch Kontakte zu Gleichaltrigen leben. Nun kommen die inzwischen befreundeten Lehrer mit Jugendlichen nach Altenburg.

Für die Stadt habe das eine „riesen Bedeutung“, sagte Karin Hörtzsch am Dienstag bei einem Pressegespräch. Gemeinsam mit Sandra Zapfe organisiert die Pädagogin das Treffen. Die kulturellen Angebote, die im Alltag häufig übersehen werden, könnten nun strahlen. „Wir versprechen uns einen Werbeeffekt für Altenburg“ fügte die Lehrerin hinzu. Vor zehn Jahren besuchten die Partnerschulen Altenburg schon einmal, damals kamen aber nur etwa 40 Gäste.

Die bevorstehende Projektwoche nach Pfingsten steht unter dem Motto „Altenburg – Kulturstadt im Herzen Europas“, alle Schüler arbeiten zum Thema Theater. Sie kommen mit vorbereiteten, englischen Stücken, die etwas Landestypisches behandeln sollen, am Dienstag, 22. Mai, in Altenburg an. Vor Ort basteln sie gemeinsam Kulissen. Am Sonnabend, 26. Mai, werden die insgesamt acht kurzen Stücke dann aufgeführt.

Workshops sollen Gedanken von Europa näherbringen

Die intensive Zusammenarbeit im Projekt soll den Jugendlichen im Kleinen zeigen, was im Europa im Großen versucht, erklärte Hörtzsch. Für die vielen Gäste zwischen 12 und 16 Jahren sowie die Altenburger Schüler finden Workshops etwa im Lindenau-Museum und im grünen Klassenzimmer Ronneburg statt. In der Farbküche können sich die jungen Europäer am Graffiti versuchen. Bei einer Stadtrally erkunden sie Altenburg, auch ein Skat-Kurs darf natürlich nicht fehlen.

Beinahe alle Schüler und Lehrer sind in den etwa 120 Gastfamilien untergebracht, einige Familien beherbergen sogar vier Gäste. Etwa 13 Besucher nächtigen in der Altenburger Brauerei, für sie hat die Schule keine Familien gefunden. Am Friedrichgymnasium wird sich in der Woche nach Pfingsten alles um das Europäische Komitee drehen: Sämtliche Lehrer und Schüler sind in die Organisation involviert, nur die zehnten Klassen müssen an der besonderen Leistungsfeststellung in Mathematik teilnehmen.

Bildungsministerium gibt 5000 Euro dazu

In den Vorjahren wurde das Projekt über Gelder für das Comenius-Programm gefördert. Inzwischen hieße das in Frage kommende Programm für den Austausch Erasmus-Plus, sagte Hörtzsch. „Der Antrag ist aber so kompliziert, dass es uns nicht gelungen ist, das Geld zu beantragen.“ Umso mehr Mut mache die finanzielle Unterstützung des Bildungsministeriums über 5000 Euro und das Sponsoring örtlicher Unternehmen und Vereine, so Schulleiter Thomas Lahr.

Mittlerweile sei der Antrag für Erasmus-Plus abgespeckt worden, berichtet Hörtzsch. Für die Altenburger sei es zwar zu spät, aber vielleicht könne die Schule in Valencia Gelder beantragen. Dort findet das Treffen des Europäischen Komitees kommendes Jahr statt. Auch Achtklässler aus Altenburg werden dort wohl an einer Projektarbeit mitwirken.

Von Theresa Held

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