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Altenburg Überraschung perfekt. Im DHB-Pokal siegt Aufbau Altenburg mit 34:31 und erreicht damit das Achtelfinale
Region Altenburg Überraschung perfekt. Im DHB-Pokal siegt Aufbau Altenburg mit 34:31 und erreicht damit das Achtelfinale
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21:25 31.10.2012
Eine gegen Vier: Aufbau-Spielerin Stefanie Lingk setzt sich gegen die Altlandsberger Frauen durch. Quelle: Mario Jahn

"Herzlichen Willkommen, zu 30 Minuten Walzel-Festspielen." So oder ähnlich hätte die Begrüßung durch Vereinschef Lutz Härtel von rund 500 Fans zum DHB-Pokalspiel gestern Nachmittag im Goldenen Pflug ausfallen können. Denn der Altenburger Handballfloh zelebrierte eine fast denkwürdige ersten Spielhälfte und legte damit den Grundstein für den Einzug des nun einzigen Viertligisten ins Achtelfinale des Deutschen Handball-Pokals.

Viel hatte sich das Team des Trainergespannes Zita/Vincenz für diese Begegnung vorgenommen, anscheinend zu viel, denn der Start ging gewaltig daneben. Nach nur vier Minuten waren die Gäste mit 3:0 in Führung gegangen. Dann gab es gleich noch zwei Abspielfehler, die ins Seitenaus gingen - ihre enorme Nervosität konnten die Altenburgerinnen nicht verleugnen.

Aber es sollte besser werden. Beim 6:6 war man endlich im Spiel, auch wenn längst noch nicht alles nach Wunsch lief. Musste es auch nicht, denn nun machten auch die Gäste Fehler und sahen beim 9:8 die erste Aufbau-Führung. Dabei offenbarten die Einheimischen noch Reserven. So auf den Außenpositionen und im Tor, wo Lisa Zimmermann noch einige Male daneben griff, oder auf Halblinks, wo sich frühzeitig abzeichnete, dass Lucie Dorotikova einen ganz unglücklichen Tag erwischt hatte.

Aber der SV Aufbau hat ja noch seine "Lebensversicherung" - Vivien Walzel. Zwölfmal startete das Laufwunder in der ersten Halbzeit zu Konterattacken durch, die Ausbeute zehn Tore, zwei Siebenmeter und zwei Zeitstrafen für die Gäste - mehr geht wohl kaum. Und hätten es die Altenburgerinnen geschickter verstanden, ihr Überzahlspiel in Zählbares umzumünzen, die Begegnung hätte zur Pause bereits entschieden sein können. Aber auch so waren die sechs Tore Vorsprung eine sichere Hypothek für den zweiten Durchgang.

In ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit dominierten vor allem die starken Aufbau-Frauen am Kreis - Stefanie Lingk sowie auf Rechtsaußen Franziska Holz. Und es hatte fast den Anschein, als müssten sich die höherklassigen Gäste schon mit dem Pokalaus anfreunden. Wohl erst recht, als die Aufbau-Mädels die 28:21-Führung erzielten, und Schlussfrau Lisa Zimmermann eine Parade nach der anderen auf das Parkett legte.

Aber es kam doch noch einmal anders. Beim 28:27 erhielt die Partie neue Brisanz. Die Aufbau-Trainer hatten bis dahin die Mannschaft komplett durchspielen lassen, und die musste nun an ihre Kraftreserven gehen. Das tat sie auch, wie Geburtstagskind Ingrida Raceviciute, die mit drei herrlichen Anspielen auf Kreisläuferin Lingk jetzt zur entscheidenden Spielerin avisierte. So gelang es relativ rasch, die kleine Schwächephase zu überbrücken und wieder auf 32:27 davonzuziehen.

Das war die Entscheidung für das Aufbau-Team, das unter tosendem Beifall der Fans die Runde der letzten 16 Mannschaften erreicht hat.

Am kommenden Mittwoch wird die nächste Runde ausgelost. Die 15 Bundesligisten wünschen sich sicher nur zu gern einen Trip in die Skatstadt zum einzig verbliebenen Viertligisten, das dürfte schon mal klar sein.

Die Altenburgerinnen sollten da völlig emotionslos sein - oder vielleicht doch nicht? Co-Trainer Christian Vincenz hatte jedenfalls seinen Wunschgegner schon mal parat: "Natürlich den HC Leipzig, das würde ein Fest werden." Also abwarten und Tee trinken, aber auf jeden Fall erst einmal mit Sekt auf diesen überraschenden und verdienten Pokalsieg anstoßen.

Zimmermann, Keller, Foksova (1), Dorotikova (3/2), Greiner, Walzel (12), Biele, Scharf , Lingk (7), Holz (6/1)Radzeviciute(5), Dietrich.

Lutz Pfefferkorn

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