Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Ulrike Schulter ist neue Pfarrerin im Pfarrbereich Meuselwitz/Lucka
Region Altenburg Ulrike Schulter ist neue Pfarrerin im Pfarrbereich Meuselwitz/Lucka
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 22.08.2017
Voll motiviert in die neue Aufgabe: Ulrike Schulter hat bereits viele Pläne für ihre Gemeinden. Quelle: Bastian Fischer
Anzeige
Meuselwitz

Frischer Wind im Gotteshaus: Wenn an diesem Sonntag zum Nachmittag die Kirchenglocken in Meuselwitz läuten, hat der Pfarrbereich Meuselwitz/Lucka ganz offiziell eine neue Pfarrerin. Schon seit einiger Zeit ist Ulrike Schulter ins nah gelegene Pfarrhaus eingezogen – und das nicht zuletzt auch der Liebe wegen.

„Mein Freund wohnt in Altenburg, ist hier familiär gebunden“, erklärt die fröhliche 34-Jährige beim Besuch in der Pfarrgasse. Entsprechend leicht fiel ihr die Entscheidung zur Bewerbung, als sie von der freien Stelle in Meuselwitz erfuhr. „Da gab es nichts zu überlegen.“

Obwohl sie erst seit 2013 in Amt und Würden für die Kirche tätig ist, kann Schulter schon auf einiges an Erfahrung zurückblicken. „Meine erste Pfarrstelle, in die ich von der Landeskirche entsandt wurde, war in Kranichfeld“, erzählt die gebürtige Dresdnerin. In der südlich von Erfurt gelegenen Gemeinde war sie insgesamt drei Jahre tätig, hat dort eine sehr gute Beziehung zu den Gemeindemitgliedern aufgebaut, wie sie sagt. „Es war schon ein emotionaler Abschied.“

Die Anstellung in Meuselwitz kam dann recht zügig zustande. So habe sie zunächst einen Vorstellungsgottesdienst absolviert, sich dann einer Fragerunde gestellt, zählt sie die einzelnen Schritte auf. „Kurz darauf tagte dann der Gemeindekirchenrat – und beschloss direkt, dass ich die neue Pfarrerin werden sollte“, lacht sie. Innerhalb von drei Monaten war alles organisiert, die Koffer gepackt und Schulter ins Pfarrhaus eingezogen.

Der Wechsel bringt nun auch eine ganze Reihe neuer Herausforderungen für Schulter mit sich. Nicht nur ist das jetzige, von ihr betreute Gebiet viel kleinteiliger – acht Kirchen, vier Pfarrhäuser, zwei Pfarrämter und ein Gemeindehaus gilt es im Blick zu behalten. Auch der Organisationsaufwand mit Blick etwa auf turnusmäßig im Wechsel abgehaltene Gottesdienste in den kleineren Gemeinden ist ein anderer als an ihrer alten Wirkungsstätte. Darüber hinaus gibt Schulter auch Religionsunterricht an der Wintersdorfer Grundschule. Es werde nun zu Beginn ihres Dienstes vor allem darum gehen „auf vielen Ebenen zu kommunizieren“, Abläufe mit Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, Verwaltungen und Bürgermeistern zu erörtern.

Trotz des hohen Organisationsaufwandes, das ist Ulrike Schulter wichtig, stünde natürlich vom ersten Tag an ihre eigentliche Arbeit und Funktion im Vordergrund. „Ich bin nicht Pfarrerin geworden, um mich nur mit Verwaltung zu befassen, sondern weil ich nah bei den Menschen sein will“, betont sie. Entsprechend werde sie auch sofort kreativ tätig sein, sich etwa um Schulgottesdienste und Christenlehre kümmern.

Generell wolle sie künftig den Schwerpunkt auf inhaltliche Tätigkeiten legen, sich neben Beerdigungen, Taufen und Trauungen insbesondere um Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bemühen, möchte Generationen vernetzen und Familie erlebbar machen, wie sie sagt. Ideen für künftige Projekte schwirren bereits in ihrem Kopf herum. „Ich könnte mir mittelfristig etwa einen Familientag oder auch Theaternächte in der Kirche vorstellen.“

Es sei letztlich einfach die Möglichkeit, in ihrer Gemeinde wirklich etwas zu bewegen, die sie in ihren Plänen bestärke, so Ulrike Schulter. „Ich kann hier auf einem weißen Blatt etwas ganz neues malen“, drückt sie es aus. In Meuselwitz, so ihre Hoffnung, könne sie weiter an sich und ihrer Tätigkeit arbeiten und sich selbst und ihre Gemeinde verbessern, allem noch den Feinschliff geben.

Der Einführungsgottesdienst für Ulrike Schulter und die Verabschiedung ihres Vorgängers Jörg Bachmann findet am Sonntag um 13 Uhr in der Kirche in Meuselwitz statt.

Von Bastian Fischer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Langenreichenbach nimmt zum 9. Mal am Dorfwettbewerb teil. Auch deses Mal ging es mit dem Rad durch den Mockrehnaer Ortsteil, in dem sich seit dem letzten Wettbewerb vor drei Jahren eine Nachwuchskapelle gründete, ein Schandfleck verschwand und das Gutshaus gerettet wurde.

19.08.2017

Etwa 50 Bürger von Lucka haben am Donnerstag gegen die geplante Wiederinbetriebnahme des seit über drei Jahren stillgelegten Heizkraftwerks im Industriepark Nord protestiert. Dort sollen ohne ein neues Genehmigungsverfahren unter anderem Altreifen und gefährliche Abfälle verbrannt werden. Die Anlagen gelten als verschlissen.

19.08.2017

Die Macher des Altenburger Musikfestivals haben ihre Definition von Klassik schon seit Jahren neu gedeutet und erweitert. Wenn Udo Jürgens mittlerweile ein Klassiker im Unterhaltungsbereich ist, sind es die Beatles allemal. Ein Konzert mit der jungen Dresdener Band „The Rooftops“ lieferte dafür vorm Trebener Rittergut am Donnerstagabend den Beweis.

18.08.2017
Anzeige