Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Umbau des Nordplatzes in Altenburg verzögert sich
Region Altenburg Umbau des Nordplatzes in Altenburg verzögert sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 10.07.2017
Am Altenburger Nordplatz ist ein Schandfleck abgerissen worden. Es folgt eine Brache – und bei Starkregen Schlamm. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Altenburg

Der Umbau des Nordplatzes ist ins Stocken geraten. Wie Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) auf OVZ-Nachfrage erklärte, fließen die Fördermittel nicht wie geplant. Das fällt schon deshalb ins Gewicht, weil diese den Großteil an den Gesamtkosten von mindestens 2,5 Millionen Euro ausmachen. Deshalb habe man umplanen müssen, so der Rathauschef. „Die Planungen gehen aber weiter.“ Eine Fertigstellung Ende nächsten Jahres erscheint inzwischen aber als unmöglich. Allerdings hatte Wolf schon immer darauf hingewiesen, dass die Baumaßnahme durchaus bis 2020 dauern kann – je nach Bewilligung der Fördergelder.

Nachdem die Frischzellenkur für das einstige Zentrum von Altenburgs größtem Stadtteils mit einem Abriss des Gebäudes Nordplatz 13 im vergangenen Jahr startete, ist nicht mehr viel passiert. Inzwischen monieren Anwohner, dass der Schlamm der Brache bei Starkregen auf den Fußweg läuft und diesen verdreckt. So spricht man dort inzwischen mit leichtem Sarkasmus davon, dass„die Begrünung etwas schief gelaufen“ ist. In Bezug auf den Inhalt des Sanierungsschildes heißt es bei den Bewohnern auch: „Städtebauförderung mal anders“. So schlimm wie jetzt habe selbst der inzwischen abgerissene Block nicht ausgesehen.

Wolf kennt das Problem, würde es auch gern beheben, kann aber aufgrund fehlenden Geldes nicht handeln. „Wenn man hintereinander arbeiten könnte, wäre alles schön“, sagte der OB. Aber so sei es nun mal nicht. „Die Fördermittel fließen nicht geradlinig und wir haben die SSM-Mittel nicht bekommen.“ SSM steht für strukturwirksame städtebauliche Maßnahme und bezeichnet ein Förderprogramm des Landes. Geschuldet ist das dem Umstand, dass die Wachstumsinitiative, die speziell strukturschwache Regionen besser stellt, durch die Hintertür abgeschafft wurde (die OVZ berichtete) und diese Mittel nicht mehr so üppig fließen. Also steuerte man um und bewarb sich für eine anderes Programm namens „Integration im Quartier“. Die Bewerbungsfrist dafür läuft aber erst am 14. Juli ab. „Wenn diese Mittel bewilligt werden, geht es los“, versicherte Wolf. Dann gebe es bis zu 90 Prozent Förderung.

Dieses Umschwenken ist auch der Grund dafür, dass man ein weiteres Projekt in die Umgestaltungspläne aufgenommen hat. Konkret geht es laut Wolf dabei darum, die beiden Parkplätze am ehemaligen Rewe-Markt zu integrieren, und auch für den leerstehenden Club „Die Zwei“ ist eine Lösung geplant. So sei man sich mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) einig, dass die Stadt das Gebäude von der SWG kauft und noch in diesem Winter abreißt, erklärte der OB. Wegen der Fördermittel müsse es aber zuvor ein Verkehrswertgutachten für den einstigen Jugendclub geben.

An dieser Stelle will die Stadt dann mit der Wilhelm-Busch-Schule und ihrem Förderverein eine Soccer-Anlage bauen. „Das Gebäude passt nicht in den Schulbetrieb und ist unvermietbar“, begründet Wolf die weiteren Abrisspläne. Der Fußball-Platz könne hingegen von der Schule genutzt werden und spiele auch bei der Integration von Flüchtlingskindern eine wichtige Rolle. Abgesehen davon soll der Nordplatz zu einer grünen Oase für die Naherholung im Viertel werden.

Von Thomas Haegeler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hiobsbotschaft für die Ehrenhainer Vereine: Der Neubau des Vereinshauses Fuchs kommt nicht vor 2019. Ursprünglich sollte schon in diesem Jahr losgelegt werden, aber die Gemeinde bekommt die Finanzierung nicht hin.

07.07.2017

Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, können statistisch aus zwei unbesetzten Lehrstellen wählen. Wie die Arbeitsagentur Altenburg-Gera mitteilt, sind ihn ihrem Zuständigkeitsbereich derzeit 543 Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag. Dem stehen 1084 unbesetzte Stellen gegenüber.

06.07.2017

In Tegkwitz sind Dave und Julius bekannt wie bunte Hunde – dabei sind die beiden Vierbeiner Alpakas. Doch Frank Boll geht jeden Tag mit den beiden zahmen Kleinkamelen in seinem Dorf spazieren. „Und alle zwei Tage ein große Runde. Immer so fünf, sechs Kilometer“, erzählt er. Vor etwa zweieinhalb Jahren haben er und seine Frau die Tiere angeschafft.

06.07.2017
Anzeige