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Umfrage: Kosten für Energiewende ungerecht verteilt

Umfrage: Kosten für Energiewende ungerecht verteilt

2013 steigt die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien von 3,6 auf 5,6 Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten tragen vor allem die Privathaushalte, denn große Teile der stromfressenden Industrie sind von der Umlage befreit.

Altenburg.

 

 

 

 

"Ich finde es auf keinen Fall gut, dass wir jetzt wieder tiefer in die Tasche greifen müssen", ärgert sich Roland Mäder. Für den 53-Jährigen war der Atomausstieg ein Fehler. "Nach Fukushima wurde das alles übereilt durchgezogen", meint der Altenburger.

Eine Meinung, die Romy Kranz nicht teilen kann. Die Altenburgerin findet die Förderung von erneuerbaren Energien sinnvoll. "Da muss man auch bereit sein, etwas mehr zu bezahlen", erklärt die 43-Jährige. Unfair sei allerdings die Begünstigung von stromintensiven Unternehmen.

Auch Peter Labisch ist die Energiewende einen höheren Strompreis wert, wenn dieser gerechtfertigt ist: "Einen kleinen Bonus muss es geben, aber alles über so eine Umlage zu regeln, ist der falsche Weg." Dem 58-jährigen Altenburger sind Atomkraftwerke zu unsicher.

Auch Katja Kratsch spricht sich klar für Ökostrom aus, die Umlage ist für sie aber nicht zielführend. "Die Erleichterungen für milliardenschwere Betriebe sind nicht gerechtfertigt", so die Altenburgerin. Wenn Privathaushalte und Unternehmen gleich stark beteiligt würden, würde die 26-Jährige aber auch höhere Kosten in Kauf nehmen.

Selbiges gilt für Jeanette Buse aus Langenleuba-Niederhain. Die 45-Jährige befürwortet die Abschaffung der Kernenergie und hat selbst eine Solaranlage auf dem Dach. "Wenn es hilft, bin ich auch dazu bereit, mehr zu zahlen", so Buse.

Michael Walther hingegen hält die Energiewende in der derzeitigen Form für "einen Schuss in den Ofen." Vor allem der Fokus auf Solar- und Windenergie sei verfehlt. "Am Ende haben wir wieder ein Problem, wenn es um die Entsorgung der Solarzellen geht", so der 50-jährige Altenburger. "Zumal, was nützt es, wenn dann teils wieder Atomstrom aus Frankreich gekauft wird." Fotos: Mario Jahn

Umfrage: Florian Theis

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