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Altenburg Umleitungen sind inakzeptabel
Region Altenburg Umleitungen sind inakzeptabel
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16:00 24.12.2016
Soll komplett erneuert werden: diese Brücke über die Wiera am Ortseingang. Quelle: Jens Paul Taubert
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Langenleuba-Niederhain

Seit Monaten erhitzen sich die Gemüter immer wieder an den Umleitungsplänen des Straßenbauamtes Ostthüringen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten an der Wierabrücke in der Nähe des Ortseingangs. Diese Brücke unweit des Supermarktes ist die einzige Zufahrt aus Richtung Klausa und in Richtung Supermarkt aus Niederhain kommend.

Die Arbeiten für den Ersatzneubau der Brücke waren zunächst für 2017 avisiert. Inzwischen ist laut Bürgermeister Carsten Helbig (SPD) die Rede vom Baubeginn in 2018. Diese Verschiebung hänge sicherlich auch damit zusammen, dass sich Gemeinde und Straßenbauamt bisher noch nicht auf eine einvernehmliche Lösung einigen konnten, wie der Ort auch während der neunmonatigen Bauzeit ohne die Fahrt über lange Umleitungsstrecken erreichbar bleibt. Dafür fordert die Kommune eine Behelfsbrücke, die dem Baulastträger aber zu kostspielig ist. „Wir sind im Gespräch, um eine andere Lösung für eine Überfahrt zu finden“, so Helbig. In einem neuerlichen Gespräch, über das er zur jüngsten Ratssitzung informierte, sei vereinbart worden, dass das Straßenbauamt bis März 2017 eine Kostenrechnung für eine abgespeckte Variante einer Ersatzbrücke vorlegt.

Helbig hatte wegen der Unstimmigkeiten rund um den Brückenbau bereits Hilfe im Landratsamt sowie bei Landtagsabgeordneten gesucht. Denn auch der Betreiber des Supermarktes sehe während der Bauphase große Probleme. „Die Mehrheit der Kunden, die in dem Markt einkaufen, kommen aus Sachsen. Und die brauchen eine Brücke. Denn weder die Umleitung über Klausa und Altmörbitz noch die über Frohnsdorf, Flemmingen und Beiern, wie vom Straßenbauamt angedacht, sind zu akzeptieren“, so der Bürgermeister.

Im Straßenbauamt sah man das bisher anders. Dessen Leiter Ulrich Wenzlaff hält den Umweg über Klausa, Altmörbitz und Schömbach für maßvoll. Denn eine Ersatzbrücke sei zu teuer und ein innerörtlicher Weg für eine Umleitung sei nicht vorhanden. Bei einer Verkehrszählung habe sich zudem herausgestellt, dass zu wenige Fahrzeuge die Wierabrücke passiert hätten. Hierzu gibt es aber Stimmen in Langenleuba-Niederhain, die sagen, dass die Zählung in den Ferien stattgefunden habe und die Ergebnisse dadurch verfälscht seien.

Die Bedenken und Forderungen der Handelskette, die den Supermarkt betreibt, seien laut Wenzlaff in seiner Behörde ebenso bekannt wie die der Gemeinde.

Auswirkungen hätte der Brückenneubau aber nicht nur auf den Liefer- und Individualverkehr, sondern auch auf die Schulbusse und vor allem auf die Rettungsdienste. „Unsere örtliche Feuerwehr könnte sich gleich abmelden, denn das Gerätehaus steht unmittelbar neben dem Supermarkt. Wenn es keine Behelfsbrücke gibt, sind nämlich die vorgeschriebenen Ausrückzeiten nie und nimmer zu einzuhalten“, sagte Helbig.

Von Marlies Neumann

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