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Altenburg Unbefangene Reise in die Opernwelt
Region Altenburg Unbefangene Reise in die Opernwelt
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18:07 11.01.2013
Maria Bellacanta (Paula Rummel) und Hexe Hillary. Quelle: Stephan Walzl
Altenburg

Von Manfred Hainich

Eigentlich reiten Hexen auf einem Besen und haben eine große Warze auf der Nase. Nicht so die Hexe Hillary. Sie wohnt in einem multifunktionalen doppelseitigen Hexenhaus, mit vielen Ein- und Ausgängen und Schlupflöchern - wunderbar auf die Bühne des Heizhauses gezaubert von Hilke Förster. Und sie hat zwei Freikarten für die Oper gewonnen. Doch Hexe Hillary weiß gar nicht, was die Oper ist. Sie schlägt im Lexikon "Die kleine Hexe von A bis Zett" nach und findet unter "Oper" den Satz "Oper ist Theater, wo alle singen." Und warum singen da die Leute nur und reden nicht? Stehen sie alle unter Singzwang? Da muss man ihnen doch helfen.

Hillary ist eine menschengroße Puppe, grandios bis hin zum Artistischen geführt und gesprochen und gesungen von der Puppentheaterleiterin Sabine Schramm. Hilfe sucht sie bei der Hexe Maria Bellacanta, die als italienische Opernsängerin wirkt. Stimmlich in allen Lagen überzeugend, wird die Diva von Paula Rummel gegeben.

Schwuppdiwupp hat Hillary diese herbeigezaubert und nun beginnt eine aufs Feinste abgestimmte Mischung aus Puppenspiel, Gesang und Pädagogik, bei der die neugierige Hexe Hillary die Identifikationsfigur für die Kinder und die Hexensängerin Bellacanta die Rolle der besserwissenden Erwachsenen übernimmt. Das weitet sich zum erfreulichen Bühnenspektakel aus, in dem Hillary von Maria Bellacanta erfährt, was Musik alles vermag.

Die kleine sympathische Hexe ist kein bisschen klüger als das junge Publikum und kann es dadurch ganz unbefangen mitnehmen auf ihre Reise in die Opernwelt. Da muss Paula Rummel schon alles sängerische Können aufbieten in der großen Arie der Pamina aus der Zauberflöte oder bei dem "Ich hab getanzt heut' Nacht" aus "My Fair Lady" und in ihren Koloraturübungen überhaupt. Musikalisch ganz sicher begleitet sie Takahiro Nagasaki am Flügel, der auch die etwas zu lang geratene musikalische Einstimmung gab und in einem fast futuristischen Outfit als Dirigent auftrat.

Das Zurechtmachen für den Opernbesuch entwickelt sich zu einem berührenden Zusammenspiel von Puppe und Mensch. Rechts und links rauschen feuerrote Bahnen herab, die sich langsam zu einem großen Bühnenvorhang schließen. Eine vollkommene Illusion von Oper in einer vollkommenen Aufführung. Für diese war Cornelia Poppe verantwortlich, die für alles das richtige Maß fand, ideenreich alle technischen Möglichkeiten für Zauberspuk einsetzte und mit viel Witz und Charme eine wunderbare Aufführung schuf.

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