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Altenburg Und wieder sind die Cowboys und Indianer los
Region Altenburg Und wieder sind die Cowboys und Indianer los
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00:29 19.08.2015
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Haselbach

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Dort erwartete die Gäste wie immer ein Volksfest in einer Fantasiewelt mit Cowboys und Indianern.

Man muss kein eingefleischter Fan von Winnetou und Old Shatterhand sein, um sich bei den Westerntagen in Haselbach wohlzufühlen. Dafür gibt es auf dem fast vier Hektar großen Areal einfach viel zu viel zu sehen und zu erleben. Beinahe 180 Helfer und rund 150 Darsteller von Hobbyindianern über Handwerker und Falkner bis hin zu den Camps von Südstaatlern oder Siedlern ließen am Wochenende wahrlich keine Langeweile aufkommen. "Wir wollen nicht, dass die Leute einfach nur herumsitzen, vielmehr möchten wir sie zum Umherlaufen und Entdecken animieren", so Karsten Waldenburger, Chef des Kohlebahnvereins.

Dafür sorgte unter anderem gleich hinter dem Eingang links eine Gruppe Siedler. "Wir versuchen das Leben der Einwanderer im 19. Jahrhundert möglichst authentisch darzustellen", erklärte "Grizzly" alias Uwe Wewezer. Und dies meint der 1. Radebeuler Country- und Westernclub durchaus wörtlich. "Das bedeutet für uns ein Wochenende im Zeltlager ohne Luxus und Strom", sagte Geschäftsführer Udo Salomon. Dass sie dafür auch nach Haselbach kommen, hat bei der Historiktruppe übrigens seit Jahren Tradition. "Wir gehören hier ja fast schon zum Inventar. Wir freuen uns jedes Jahr darauf und sind gern da, obwohl wir viele andere Angebote hätten", erzählte "Grizzly", der besonders die Gemütlichkeit der Veranstaltung schätzt. "Die Westerntage sind nicht so groß und überlaufen wie bei uns die Karl-May-Festspiele", lobte der Mann in Wildwest-Aufmachung.

Doch nicht nur die eingeladenen Gruppen halfen mit ihren Kostümen und Darbietungen der Vorstellungskraft auf die Sprünge. Wie in jedem Jahr nutzten zudem zahlreiche Gäste die Veranstaltung, um ihren Leidenschaften zu frönen. So zum Beispiel "U.S. Marshal" Wolfgang Lenz. Er hatte seine Alltagskleidung im Auto gelassen und genoss mit Hut, weißem Hemd unter schwarzer Weste, mit Revolvergurt und Marshallstern an der Brust das Treiben. "Wir kommen jedes Jahr, weil es wirklich schön ist und wir außerdem viele Gleichgesinnte treffen", plauderte der Geraer auf dem Handwerkermarkt, während eine originale historische Dampfmaschine schnaufend unter Dampf Baumstämme wie vor 200 Jahren in Bretter sägte.

Karsten Waldenburger ist sich sicher: Es sei die Mischung aus Altbewährtem gepaart mit neuen Attraktionen, die von den Gästen honoriert wird. Zu ersterem gehört die Dampfmaschine, das Westerndorf oder die Zugfahrten mit obligatorischem Überfall, zu letzterem die zusätzliche Lok der Kohlebahner, das aktuelle Theaterstück oder das erstmals komplett volle obere Gelände. Angesicht des Gewimmels auf der Hauptpromenade des Westerndorfes strahlten die Augen des Cheforganisators. Es mache einfach Spaß zu sehen, wie es den Leuten gefällt und mitzuerleben, wie die vielen kostümierten Besucher der Veranstaltung das I-Tüpfelchen aufsetzen.

Jörg Reuter

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