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Ungenügende Vorbereitung und Terminüberschneidungen

Quellenhof in Garbisdorf Ungenügende Vorbereitung und Terminüberschneidungen

Sanierte alte Gebäude einer Nutzung zuzuführen, das wollen die Gemeinde Göpfersdorf und der Heimatverein. So entwickelte sich beispielsweise der 800 Jahre alten Quellenhof in Garbisdorf in den letzten Jahren zu einem wahren Eldorado für Kunst und Kultur. Das Angebot reicht von Konzerten über Ausstellungen bis hin zum Holzbildhauerpleinair und Kabarett. In diesem Sommer aber haben sich die Organisatoren verschiedener Veranstaltungen offenbar zu wenig miteinander abgestimmt.

Gute Stimmung trotz organisatorischer Mängel: Jugendliche Teilnehmer des Workshops auf dem Quellenhof Garbisdorf.

Quelle: Mario Jahn

Garbisdorf. Sanierte alte Gebäude einer Nutzung zuzuführen, das wollen die Gemeinde Göpfersdorf und der Heimatverein. So entwickelte sich beispielsweise der 800 Jahre alten Quellenhof in Garbisdorf in den letzten Jahren zu einem wahren Eldorado für Kunst und Kultur. Das Angebot reicht von Konzerten über Ausstellungen bis hin zum Holzbildhauerpleinair und Kabarett. In diesem Sommer aber haben sich die Organisatoren verschiedener Veranstaltungen offenbar zu wenig miteinander abgestimmt.

So wollten in diesem Sommer in einem Workcamp und einer Ferienwoche deutsche und ausländische Kinder oder Jugendliche hier kreativ sein. Die Teilnehmer beider Projekte erlebten auf dem Quellenhof eine schöne und aktive Zeit. Doch hinter den Kulissen brodelte es.

Gemeinderatsmitglied Georg Friedemann kritisierte in der jüngsten Ratssitzung die Organisation der beiden Workshops, von denen er eines selbst leitete, als dürftig. Die jungen Leute hätten die Fensterflügel der Hofscheune instandgesetzt und Sitzmöbel im Freigelände aufgearbeitet. „Bei einer besseren Vorbereitung von beiden Seiten wäre es möglich gewesen, noch mehr zu tun“, schätzt das Ratsmitglied ein und meinte: „Zumindest haben wir Erfahrungen gesammelt.“

Nach Einschätzung von Bürgermeister Klaus Börngen ist die zweite Woche, in der 20 deutsche, afghanische, syrische und türkische Kinder auf dem Hof waren, besser gelaufen. Die Idee zu dieser besonder Ferienwoche stamme von der Ponitzerin Katrin Lange. Die Gemeinde habe sie gemeinsam mit ihr umgesetzt. Gefördert hätte das Projekt das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera innerhalb des Leader-Programms.

Dafür sei sie der Kommune auch dankbar, doch die Zeit auf dem Quellenhof habe sie Nerven gekostet, meint Katrin Lange. Weil genau zu der Zeit, in der die beiden Workshops auf dem Hof stattfanden, das Kabarett Nörgelsäcke hier gastierte, konnte die Küche in der Kulturscheune nicht genutzt werden. Nicht mal eine Herdplatte habe es gegeben, die habe sie schließlich selbst mitgebracht. Jeden Tagen habe etwas anderes gefehlt.

In den Zeitraum der Kinderferienwoche sei dann schließlich noch der Aufbau einer neuen Ausstellung in der Kulturscheune und die Vorbereitung der Ausstellungseröffnung gefallen. „Wir wussten manchmal gar nicht mehr, wohin wir mit den Kindern sollten“, so Lange. Zum Glück habe man viel unter freiem Himmeln machen können. Im Vorfeld habe es da wohl einige Probleme mit der Kommunikation gegeben. Anders könne sie sich die Überschneidung der Termine nicht erklären.

Doch Wogen glätten habe sie zwischen den Teilnehmern und der Gemeinde Göpfersdorf nicht nur wegen der Räumlichkeiten müssen. Weil die sanitären Anlagen nicht ausreichend vorhanden waren, sei ein Teil der Kinder jeden Tag nach Hause gefahren. Die Problematik mit den Sanitäranlagen hatte schließlich auch den Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes auf den Plan gerufen. Darauf verwies Bürgermeister Börngen während der Ratssitzung. In einem Schreiben war auf die Vorschriften hingewiesen worden, die es bei Sanitäranlagen gibt. Das reichte von der Zahl der Duschen bis hin zu Papierhandtüchern.

Lange, die den Quellenhof nach den beiden Wochen im Zorn verlassen hatte, findet es gut, dass sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigte. Aus den gesammelten Erfahrungen könnten alle nur lernen.

„Wir brauchen solche Workshops auf dem Quellenhof, schließlich wollen wir ja auch noch das ehemalige Wohnhaus ausbauen“, sagte Börngen, dem die Kritik zu denken gibt.

Von Marlies Neumann

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