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Altenburg Ungewisse Zukunft für die Meuselwitzer Parksauna
Region Altenburg Ungewisse Zukunft für die Meuselwitzer Parksauna
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00:20 19.08.2017
Ihre gute Laune lassen sich die Stammgäste Birgit Rackowski und Carola Neumann (v.l.) nicht verderben – doch auch sie sorgen sich um die Zukunft der Parksauna. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Wie geht es weiter mit der Parksauna im Meuselwitzer Stadtteil Zipsendorf? Diese Frage treibt derzeit nicht wenigen Menschen in und um die Schnauderstadt die Sorgenfalten auf die Stirn. Die Befürchtung: Schon bald könnte es womöglich mit dem Saunieren für die Wellness-Freunde vorbei sein.

Fakt ist, dass die bisherige Betreiberin Doreen Kühling, die den Betrieb seit 2011 als Nachfolgerin ihrer Eltern führt, den Mietvertrag zum 30. September gekündigt hat. Der Aufwand, den der Unterhalt der Parksauna – in der auch ein kleiner Imbiss sowie Massagen und Fußpflege angeboten werden – erfordert, sei inzwischen einfach zu groß geworden, erklärt sie gegenüber der OVZ. Da sie parallel auch noch zwei Physiotherapiepraxen führe, sei die Belastung nunmehr einfach zu hoch, der Betrieb schlicht nicht mehr zu stemmen.

Eine Nachricht, die nicht nur unter Stammgästen für Aufsehen sorgt. Neben den Einheimischen sehen auch viele überregionale Gäste die Zukunft der bereits in den 1970er-Jahren in Betrieb genommenen Einrichtung in Gefahr. Die Stadt und insbesondere die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG), der das Gebäude gehört, müssten dringend handeln, so ihre Forderung – der sie mit einer im Rathaus übergebenen Unterschriftenliste weiteren Nachdruck verleihen wollen.

Dass die Appelle nicht auf taube Ohren stoßen, stellt SWG-Geschäftsführer Fred Reichel auf Nachfrage ausdrücklich klar. „Die Parksauna hat aus gemeinsamer Sicht von Stadt und Wohnungsgesellschaft eine große Bedeutung für die Bevölkerung von Meuselwitz sowie der näheren Umgebung“, teilt er mit. Entsprechend arbeite man derzeit mit Hochdruck an der Suche nach einem neuen Mieter, der sich um die mehreren tausend Besucher pro Jahr kümmert, versichert er.

Bereits seit Eingang der Kündigung halte man intensiv nach geeigneten Nachfolgern für Kühling Ausschau, betont Reichel – bisher allerdings noch ohne konkretes Ergebnis. Ein Nachfolger, so Kühling, müsste in jedem Fall bereit sein, die komplette Inneneinrichtung des Komplexes zu übernehmen. „Das gibt es alles nur als Komplettpaket“, stellt sie klar. Zwar werden keine konkreten Zahlen genannt – billig dürfte der Erwerb angesichts der verbauten Einrichtung und Technik jedoch nicht werden.

Wie es ab Ende September in dem Gebäude an der Zeitzer Straße weiter geht, ist also nicht abschließend geklärt. Man prüfe derzeit die entsprechenden Rahmenbedingungen, um den Betrieb der Parksauna bis zur Übergabe an einen Nachmieter aufrecht zu erhalten, so SWG-Chef Reichel. Das Engagement der Nutzer sei dabei eine wichtige Stütze und auch Motivationshilfe für die SWG und die Stadt, so Reichel. „Das bestärkt uns in unserem gemeinsamen Bemühen, sehr zeitnah eine tragfähige Lösung zum Erhalt der Parksauna zu schaffen.“

Gesichert sei bisher, dass die Angebote für Fußpflege und Kosmetik weiter bestehen bleiben sollen. Sie sind ab Oktober dann im ersten Stock des Hauses zu finden. Was den Betrieb der Sauna selbst angeht, heißt es von Seiten Kühlings, führe man derzeit Gespräche mit einem potenziellen Bewerber. Konkrete Aussagen könnten jedoch noch nicht getroffen werden. Sobald dies der Fall sei, wolle man die Kundschaft zügig informieren.

Von Bastian Fischer

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