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Altenburg Unter Hausarrest in Italien: Angeklagter erscheint nicht zum ersten Verhandlungstag
Region Altenburg Unter Hausarrest in Italien: Angeklagter erscheint nicht zum ersten Verhandlungstag
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17:31 19.09.2012

Von Lutz Pfefferkorn

Die Taten, die den Angeklagten von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen werden, liegen zum Teil bereits acht Jahre zurück. Den vier Angeklagten, drei italienischen Staatsbürgern und einer Altenburgerin, werden eine Vielzahl von Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Gründung und dem Betreiben einer Bau-GmbH in Altenburg zur Last gelegt. Betrug, Steuerhinterziehung, Veruntreuung von Arbeitsentgelt und Gründungsschwindel stehen unter anderem auf der Anklageliste. Hinzu kommen Untreue, Urkundenfälschung und später noch Insolvenzverschleppung.

Konkret wird den Angeklagten vorgeworfen, das bei der Gründung der GmbH eingezahlte Stammkapital eine Woche, nachdem der Einzahlungsbeleg vorgelegt wurde, wieder abgehoben und für gesellschaftsfremde Zwecke verbraucht zu haben. Zudem sollen Arbeitnehmer nicht bei der gesetzlichen Sozialversicherung angemeldet worden sein und nicht den gesetzlichen Mindestlohn erhalten haben. Laut Anklage wurden außerdem die Insolvenz verschleppt und ein letztes Guthaben auf dem Geschäftskonto für firmenfremde Zwecke ausgegeben.

Zu den Vorwürfen konnten sich die Angeklagten bisher nicht äußern, da einer von ihnen zum Prozessauftakt nicht erschien. Die Abtrennung des Verfahrens des nicht Anwesenden, die der Richter vorschlug, wurde von den zwei Verteidigern der beiden anderen italienischen Staatsbürger abgelehnt. Sie sehen in dem dritten Angeklagten als eingetragenen Geschäftsführer der Baufirma auch den Drahtzieher des Ganzen. So soll er für die Abhebung des Firmen-Stammkapitals verantwortlich sein und die unrichtigen Lohnsteuervoranmeldungen durch Manipulation verdeckt haben.

Damit alle Angeklagten gehört werden können, wurden vorerst alle Termine aufgehoben, bis der Mann in Gera erscheinen kann, wenn nötig auch mit Haftbefehl. Dass neue Termine möglicherweise erst im kommenden Jahr festgesetzt werden können, stellte der Richter schon mal in Aussicht.

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