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Altenburg Unterhaltung, Tanz und Ostrock: Stadtfest bringt ganz Meuselwitz auf die Beine
Region Altenburg Unterhaltung, Tanz und Ostrock: Stadtfest bringt ganz Meuselwitz auf die Beine
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12:15 05.09.2016
Buntes Treiben: Auf dem Baderdamm ist zum Meuselwitzer Stadtfest einiges los.  Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

 An der Schnauder ging es drei Tage lang hoch her. Sowohl auf dem Markt, als auch auf dem Baderdamm gab es jede Menge Angebote für Groß und Klein. Eingeläutet hat das Fest – wie seit vielen Jahren – das Konzert des Stadtchores in der vollen Kirche. Nach dem Salutschießen war dann allerdings erst mal Improvisation angesagt. Denn das Fass für den Bieranstich stand nicht rechtzeitig an seinem Platz. Dank des Einsatzes der Stadtkapelle konnte die Wartezeit aber im wahrsten Wortsinn überspielt werden. Als der Gerstensaft schließlich bereit stand, hatte es Bürgermeister Udo Pick (BfM) besonders eilig. Er brauchte nur drei Schläge, bis das Bier floss.

Meuselwitz hat drei tolle Tage erlebt. Sowohl auf dem Markt, als auch auf dem Baderdamm gab es jede Menge Angebote für Groß und Klein.

Erstmals gab es in diesem Jahr das Bier und fast alle anderen Getränke in Plastebechern. „Das ist Bestandteil des neuen Sicherheitskonzeptes wie auch die Bitte, keine großen Taschen oder Rucksäcke mitzubringen“, sagte Heribert Benndorf, der mit seiner Firma das Stadtfest bereits zum zweiten Mal ausrichtete. Weil die Stadt Meuselwitz wegen finanzieller Probleme erneut keinen Haushalt hat, musste das größte Fest erneut in fremde Hände gegeben werden. Benndorf ist es gelungen, Bewährtes aus zwei Dutzend Stadtfesten mit Neuem zu kombinieren.

Zentromer gehörten zu den Bands, die das Publikum begeisterte. Quelle: Mario Jahn

Livemusik in vielen Facetten spielte dabei eine große Rolle. Ob nun Bands, die zum Tanz aufspielten oder etwa Regina Ross, die am Sonnabendnachmittag die meist älteren Besucher mit Volks- und Stimmungsmusik unterhielt. Zur Kaffeezeit war das Zelt dann sehr gut gefüllt und auch in den anderen Festbereichen der Innenstadt fanden sich immer mehr Gäste ein. Zwischendrin war Familie Pohlmann aus Rositz mit ihren Drahteseln unterwegs. Das Ehepaar wollte eigentlich nur eine Radtour nach Wintersdorf unternehmen, doch das Festgetümmel und die Musik zog die beiden magisch an. Deshalb drehten sie erst mal eine Runde über Baderdamm und Markt.

Bei ihrem Abstecher auf das Stadtfest kamen sie auch am Kram- und Trödelmarkt vorbei. An 22 Ständen boten die Händler aus dem ganzen Landkreis von Kinderspielzeug bis zu Hausrat vieles an. Mit der Beteiligung war Thomas Heimbach, der seit Jahren den Trödelmarkt organisiert, zufrieden. Er freute sich sehr über die Kinder unter den Händlern. Um sich ihr Taschengeld aufzubessern, hatten der zwölfjährige Martin und der elfjährige Denny Spiele, Spielzeug und DVDs aussortiert.

Wer dem Trubel kurz entfliehen wollte, war im Heimatmuseum gut aufgehoben. Dort sorgte der Heimatverein für Kaffee und Kuchen. Unter den Besuchern waren auch Brigitte und Manfred Meinert aus Groitzsch. „Wir kommen fast jedes Jahr. Meine Frau stammt nämlich von hier“, erzählte der Ehemann. „Für mich ist das Stadtfest immer wie ein Klassentreffen, da freue ich mich schon das ganz Jahr drauf“, so die gebürtige Meuselwitzerin. Eine Verschnaufpause im Museum gönnte sich auch Bürgermeister Pick. „Ich freue mich, dass bisher alles so gut gelaufen ist. Am Freitagabend war das Zelt voll und auch jetzt hat es wieder zahlreiche Besucher an die Schauplätze der Fete gezogen“, sagte er.

Auch die Kleinen haben ihren Spaß. Neben Fahrgeschäften konnten sie sich unter anderem mit Goldschürfen die Zeit vertreiben. Quelle: Mario Jahn

Kamen die Kinder in der Vergangenheit meist zu kurz, hat sich das seit dem Vorjahr verändert. Auf dem Baderdamm hatte Benndorf sich auch diesmal wieder etwas einfallen lassen. Vor dem Hintergrund einer Westernstadt konnten sich die Steppkes an verschiedenen Stationen, die von Schüler-Jugend-Freizeitzentrum und zwei Kindertagesstätten betreut worden, die Zeit vertreiben. Corinna und Max versuchten sich zum Beispiel beim Goldwaschen. Wer zehn Nuggets in seinem Sieb hatte, konnte die gegen eine rote Limonade tauschen. Der Organisator hatte sich im Kinderbereich mal eine kurze Pause genommen und resümierte zur Halbzeit: „Bisher ist alles gut gelaufen. Kleine Pannen gibt es jedoch immer. Die bügeln wir aus, so dass die Gäste davon nichts mitbekommen.“ Doch viel Zeit, um Durchzuatmen hatte Benndorf nicht. Mustte er doch schnell nach Schmölln, wo er bei der 950-Jahr-Feier, wo er für die Getränke zuständig war.

Den ersten Höhepunkt am Sonntag bildet der Festumzug der Privilegierten Schützengesellschaft Meuselwitz, die damit gemeinsam mit anderen Schützenvereinen aus dem Landkreis ihr Jubiläum feierte. Vom Wetter ließen sie sich nicht beeindrucken. Apropos: Um nicht – wie im Vorjahr – kurzfristig umdisponieren zu müssen, war das Abschlusskonzert mit der Stern Combo Meißen diesmal von Anfang an im großen Festzelt auf dem Markt geplant. Man weiß ja vorher nie, wie das Wetter wird.

Von Marlies Neumann

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