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Altenburg Unternehmensnachfolger gesucht – IHK informiert in Altenburg
Region Altenburg Unternehmensnachfolger gesucht – IHK informiert in Altenburg
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00:19 23.08.2017
Karl-Friedrich Dünewald von „Dünewald Fisch & Feinkost e.K.“ in Altenburg möchte in vier Jahren das gemeinsame Unternehmen mit seiner Frau Gabriele Dünewald in gute Hände abgeben. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Wer über Jahre ein Unternehmen erfolgreich geführt hat, der möchte es auch nach dem aktiven Arbeitsleben in guten Händen wissen. Wie man sich auf die Suche nach einem Unternehmensnachfolger macht und welche Hürden es dabei zu meistern gilt, dass erklärte die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen (IHK) am Mittwoch in Altenburg. Vor vielen interessierten Unternehmern und Ansprechpartnern für diesen Schritt, eröffnete Christine Büring, Vizepräsidentin des Präsidiums der IHK und Frank Lenz, von der IHK Ostthüringen, die Veranstaltung „Fahrplan für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge“.

Aber es sollte natürlich nicht nur um Theoretisches gehen. Drei Unternehmer berichteten aus dem echten Leben, wie es ihnen mit dem Thema Firmennachfolge bisher ergangen ist. Jens Apel, von „HSA-das büro“ sagte: „Das Unternehmen haben wir 1993 gründet. Damals waren wir zu dritt – etwa zehn Jahre lagen jeweils zwischen uns. Der Plan für später stand: Jeder von uns sollte nach und nach in Rente gehen, der Jüngste dann übernehmen.“ Wie so oft im Leben ging der Plan nicht auf. „Der jüngste Geschäftsinhaber verstarb, der Älteste ging wie geplant in Rente. Ich musste schnell den Plan ändern.“ Mit Hilfe der IHK gelang es, die Firma wieder in geordnete Bahnen zu lenken. „Meine Empfehlung: Rechtzeitig um die Nachfolge kümmern und auf alles vorbereitet sein.“

An einem anderen Punkt stehen derzeit Gabriele und Karl-Friedrich Dünewald von „Dünewald Fisch & Feinkost e.K.“. „Wir planen, das Geschäft in den nächsten vier Jahren abzugeben“, so der Unternehmer. „Aus der Familie kommt niemand infrage, deswegen heißt das für uns, dass wir einen externen Interessenten finden müssen.“ Auch hier unterstützt die IHK Ostthüringen in Gera. Dass das Vorhaben durchaus schwierig ist, dass erläutert Lenz in seinen einführenden Worten. „Rund 2 300 Einzelunternehmer und etwa 625 Geschäftsführer Ostthüringens sind bereits 65 Jahre und älter.“ Konkret werden in diesem Jahr 641 Unternehmer 66 Jahre alt. Aus einer Umfrage im Sommer 2017 geht hervor, dass 77 Prozent der Unternehmer planen, ihr Geschäft zu übergeben. 39 Prozent wollen dies innerhalb der Familie regeln, 27 Prozent haben jemand Betriebsfremden oder ein anderes Unternehmen gefunden. 24 Prozent suchen noch nach einem externen Übernehmer. „Die Zeiten, wo sich drei oder vier Jungunternehmer für eine Firma interessiert haben, sind leider vorbei“, so Lenz weiter.

Ein drittes Beispiel aus dem Geschäftsalltag ist „Auto – Kühn GmbH“. Yvonne Eberhardt Kühn wird die Nachfolge im Familienunternehmen antreten. „Dafür habe ich mich lange vorbereitet, habe Betriebswirtschaftslehre studiert“, sagt die Juniorchefin. Acht Jahre möchte der Vater noch an der Spitze des Unternehmens bleiben, dann übernimmt die Tochter das Ruder. „So bleiben noch einige Jahre für die Einarbeitung und die reibungslose Übergabe“, so die Einschätzung von Eberhardt Kühn.

Von Tatjana Kulpa

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