Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Unterstützung für Jung und Alt: Rumänienhilfe plant neue Lieferung
Region Altenburg Unterstützung für Jung und Alt: Rumänienhilfe plant neue Lieferung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:04 07.11.2018
Fleißig zu Werke gingen die Helfer um Katrin Siegel (l.), Leiterin des Seniorenwohnsitz Plottendorf, und Tina Rolle (r.) für die Rumänienhilfe. Quelle: Mario Jahn
Plottendorf

Ungewohnte Szenen am Montagnachmittag an der Hauptpforte des Seniorenwohnsitzes Plottendorf. Gleich mehrere junge Leute sind mit dem Kleintransporter vorgefahren, beladen fleißig die Fahrzeuge. Auf die Ladefläche wandert alles, was älteren Menschen das Leben erleichtert: Rollatoren, Gehhilfen, Rollstühle, Toilettenstühle, werden verstaut. Daneben findet auch das eine oder andere Spielgerät für die jüngere Generation Platz.

1400 Kilometer Strecke

Ziel der bunten Lieferung ist – wie in den vergangenen Jahren auch – Rumänien. Und dort können die Spenden aus dem Altenburger Land tatsächlich gut gebraucht werden, wie Tina Rolle erklärt. „Das Land ist zwar EU-Mitglied, trotzdem ist die Armut dort teilweise erschreckend“, kann sie berichten.

Rolle, die in Meuselwitz die Gaststätte „Zur Holzrolle“ betreibt, muss es wissen: Bereits im vergangenen Jahr legte sie gemeinsam mit anderen Helfern die gut 1400 Kilometer lange Strecke in das südosteuropäische Land zurück. Nicht gerade eine Urlaubsreise, wie sie es erlebt hat. „Insbesondere die Grenzkontrollen sind teils sehr hart, die Wagen werden am Übergang in Ungarn – auch in Richtung Rumänien – sehr intensiv durchleuchtet“, so ihre Erfahrung.

Unterstützung für Kitas, Heime und Schulen

Und auch im Land selbst sei vieles für Westeuropäer ungewohnt. „Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist gravierend, in ländlichen Gegenden sind die Menschen oft noch Selbstversorger“, beschreibt Rolle die Situation. Entsprechend sei auch die Infrastruktur, der sich die bis zu sieben Transporter aus dem Altenburger Land gegenüber sehen: Statt asphaltierter Straßen warteten oft schlammige Pisten auf die Helfer. „Deshalb müssen wir auch schon im November fahren, obwohl wir Weihnachtsgeschenke im Gepäck haben. Die Straßen werden sonst teils unpassierbar.“

Strapazen, die die privaten Helfer, die organisatorisch vom Altenburger Magdalenenstift unterstützt werden, indes gerne auf sich nehmen. „Neben den Gebrauchsgegenständen haben wir auch wieder Weihnachtspäckchen dabei. Diese gehen an Kindergärten, Schulen und Kinderheime“, zählt Rolle auf. Gespendet werden die Geschenke von Privatpersonen aus dem gesamten Kreis. „Das Engagement wird jedes Jahr größer“, kann die Gastronomin berichten. „Mein Lager in der Kneipe ist immer zwei Mal voll.“

Mit Ausrangiertem Gutes tun

Für Katrin Siegel ein bewundernswertes Engagement. Und eines, bei dem die Mithilfe für sie selbstverständlich ist. „Wir haben uns schon vor ein paar Jahren einmal beteiligt, da war es für uns dieses Jahr einfach keine Frage“, so die Leiterin des Seniorenwohnsitzes. Die nun gespendeten Gegenstände seien im Zuge der letzten Inventur aussortiert worden – nicht, weil sie defekt seien, sondern einfach durch anderes, moderneres Gerät ersetzt wurden, betont Siegel. „Sie werden nicht mehr benötigt. Und bevor sie hier nur herumstehen, können wir damit auch etwas Gutes tun“, findet sie.

Gefüllte Päckchen können bis zum 13. November abgegeben werden. Gesucht werden neben Schulmaterialien auch Spielsachen. Die Pakete werden im Ev.-Lutherischen Pfarramt Gößnitz (Pfarrberg) und bei der Familienhilfe des Magdalenenstifts Altenburg (Stiftgraben 2) angenommen. Aus Kostengründen werden 2 Euro Transportkosten erhoben.

Von Bastian Fischer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehrere namhafte Immobilien stehen in Altenburg derzeit zum Verkauf. So soll Ende des Monats das Haus an der Pauritzer Straße versteigert werden, in dem sich das Finnegan’s Irish House befindet. Auch die ehemalige Poliklinik in der Nachbarschaft, einst ein Fabrikantengebäude, wird weiterhin angeboten. Der Preis ist gesunken.

06.11.2018

Vor hundert Jahren ebneten Matrosen den Weg in die Demokratie. An die Novemberrevolution von 1918 wird derzeit mit Flashmobs auf Bahnhöfen erinnert. Auch in Altenburg fand jetzt auch eine solche Aktion statt.

06.11.2018

Jeden Mittwoch ist in Altenburg Markttag, stehen die Stände der Händler dicht an dicht in der guten Stube der Skatstadt. Die OVZ stellt in loser Folge einige der Anbieter vor. Heute geht es an den Stand des Obsthofes Martin.

06.11.2018