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Unterwegs mit Martins Thesen: 82 Teilnehmer sind beim ersten Lutherlauf dabei

Unterwegs mit Martins Thesen: 82 Teilnehmer sind beim ersten Lutherlauf dabei

25 Kilometer in gut zweieinhalb Stunden: 82 Läufer sind am Sonnabend von Altenburg nach Borna auf den Spuren Martin Luthers unterwegs gewesen.

Altenburg/Borna.

 

 

 

 

Und sowohl Simone Luedtke (Linke) als auch Michael Wolf (SPD) zogen sich natürlich vorab eins der 95 T-Shirts an, auf denen je eine von Luthers Thesen gedruckt war. Schließlich diente der erste Lutherlauf auch dazu, auf die historische Bedeutung des Reformators für die Entwicklung der Region aufmerksam zu machen. Der Lauf symbolisiere zudem die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten, waren sich Luedtke und Wolf einig.

Die Teilnehmer liefen auf der historisch belegten Wegeverbindung, die Martin Luther nutzte, um sich ohne Gefahr für das eigene Leben zwischen den beiden Städten bewegen zu können. Von Altenburg aus führte der Weg über Windischleuba und Zschaschelwitz nach Primmelwitz und dann über Fockendorf und Thräna weiter nach Borna.

Der Lauf entlang Luthers Strecke lockte auch Joachim Zacher aus dem Vorstand der Lutheriden-Vereinigung zum sportlichen Ereignis. Er stammt in 14. Linie vom jüngsten Luthersohn Paul ab. Gemeinsam mit den anderen Lauffreunden wurde er von Bernd Schneider und Winfried Müller begleitet, die als Pacemaker das Tempo vorgaben. 6:40 Minuten pro Kilometer lautete die Vorgabe. "Es war gar nicht so einfach, die Leute zusammenzuhalten, die meisten wollten schneller laufen", sagte Müller. Fürs nächste Jahr wird deshalb über eine Aufteilung in mehrere Leistungsgruppen nachgedacht.

Bei drei Zwischenstopps in Windischleuba, Thräna und im Wyhratal an der Neuholländermühle tankten die Sportler bei Wasser, Bananen und Äpfeln neue Kräfte. Die Mühlen-Wirte Barbara und Gerhard Artelt servierten die nötigen Kalorien persönlich in historischen Kostümen, ganz im Sinne von Luthers Frau Katharina, die ein gastfreundliches Haus führte.

Als eine der größten Gruppen warben die Akteure des Kanu- und Laufvereins Altenburg-Windischleuba mit einem großen Plakat für den nächsten Skatstadt-Marathon im Juni 2013. "Da wird jede helfende Hand gebraucht, wir können selbst nicht mitlaufen", sagte Ulf Pohling aus dem Organisationsteam.

Volksfeststimmung herrschte dann rund ums Bornaer Reichstor und auf dem Dinterplatz, als die ersten Läufer das Ziel erreichten. Deutlich aus der Puste, aber ebenso froh gelaunt wie die anderen Lauffreunde war Bürgermeister Frank Stengel, mit Sandro Tröger federführend an der Organisation beteiligt, bei seinen letzten Metern.

Auch er durfte sich wie ein Sieger fühlen, denn für jeden, der das Reichstor erreichte, spannten Bornas Oberbürgermeisterin und Hartmut Müller als "Michael von der Straßen" das Zielband neu. Müller erwartete die Läuferschar im historischen Gewand. Er ist in Leipzig als Mephisto nicht nur in Auerbachs Keller bekannt und war kurzerhand von seiner Paraderolle in die des Weggefährten und Geleitsmannes von Martin Luther in Borna gewechselt. "Eine tolle Sache, eine schöne Strecke und überall gute Stimmung, der Lauf auf Luthers Spuren ist etwas Besonderes", sagte Stengel, der erst in Thräna eingestiegen war und den symbolischen Staffelstab von seinem Partner Detlef Apolinarksi überreicht bekam.

In Borna wurden die Läufer nicht nur mit Sekt und Selters begrüßt. Auf dem Bornaer Markt gab es auch das erste Altenburger Spalatinbier zu testen - am Stand der Altenburger Tourismus-Information. Im Gedenken an die Altenburgerin Katharina Spalatin, die ihr eigenes Bier brauchte, standen zwei Fässer bereit, um getestet zu werden. Gislinde Redepenning/jh

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