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Altenburg Ursula und Klaus Kertscher ernten reichlich reife Feigen in Gleina
Region Altenburg Ursula und Klaus Kertscher ernten reichlich reife Feigen in Gleina
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14:08 13.10.2018
Ursula Kertscher erntet in diesem Jahr reichlich Feigen von ihrem Baum in Gleina. Quelle: Jörg Reuter
Gleina

Das Schönste am Herbst ist die Farbenpracht der Bäume und Sträucher samt ihrer vielen süßen und reifen Früchte. Über eine ganz besondere Ernte freuen sich dieser Tage Ursula und Klaus Kertscher. „Es sind genau 51 Stück, gestern geerntet“, sagt Ursula Kertscher und zeigt einen Korb voller grün-violetter Feigen. „Ich hätte nie gedacht, jemals von dem Baum zu ernten“, ergänzt Klaus Kertscher begeistert.

Zehn Jahre nur Feigenblätter

Vor vielen Jahren hatte er das Bäumchen als Zierpflanze geschenkt bekommen. Von Anfang hatten es ihm die tollen Feigenblätter angetan. Die ersten Jahre habe er die Pflanze über den Winter in den Keller geschafft. „Das wurde mir dann aber zu viel“, erzählt der Rentner, der bis zu seiner Pensionierung Direktor im Altenburger Nähmaschinenwerk war. In der Literatur habe er gelesen, Feigen vertragen Temperaturen bis acht Grad Minus. Kurz entschlossen habe er dann die Feige an die Hauswand in den Garten gepflanzt. „Ich habe mir gesagt, entweder sie verträgt es oder eben nicht.“

Das war vor über zehn Jahren. Offensichtlich hat sich der Baum gut entwickelt und beschenkte die Kertschers bereits im vergangenen Jahr mit reifen Früchten. „Feigen werden gewöhnlich zweimal geerntet. Im Juli reifen die Früchte an den jungen Trieben, und im Oktober die an denen vom Vorjahr.“ Der erste Schwung sei 2017 reif geworden, der zwei aber nicht. Ganz anders in diesem Jahr. Zusammen mit den frühen Früchten hätten sie in dieser Saison bisher rund 80 Feigen gepflückt. „Und wenn es noch eine Weile schön bleibt, können es noch viel mehr werden, denn es hängen bestimmt noch 100 Feigen am Baum, die noch nicht reif sind“, so Ursula Kertscher, die nach der Wende das Landhotel aufgebaut hat, das heute von ihrer Tochter geleitet wird.

Toast mit Ziegenkäse und Feige

Wer viele Feigen erntet, stellt sich die Frage: Was damit anfangen? Natürlich könnten Feigen roh verspeist werden. „Aber ehrlich, eine reicht“, gesteht die Hausherrin. Andererseits gebe es nur wenige Rezepte für frische Feigen. „Da habe ich schon damals im Hotel nichts gefunden, was mir gefällt“, so Ursula Kertscher. Stattdessen entwickelte sie ihrer eigenen Rezepte, wie etwa den Feigen-Käse-Toast. „Das ist ganz einfach: Ich nehme eine Scheibe Toast, darauf kommt Altenburger Ziegenkäse, auf diesen in Scheiben geschnittene Feige, die ich dann noch mit etwas Honig bestreiche. Danach im Ofen überbacken.“

Seine Frau sei für die Früchte und er für die Bäume zuständig, meint Klaus Kertscher schmunzelnd und erzählt stolz von seinem Arboretum hinterm Haus in dem fünf Mammutbäume, ein Ginkgo, ein Amberbaum, eine schwarze Nuss und manches mehr gedeiht.

Von Jörg Reuter

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