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Ute Freudenberg begeistert mit Konzert im Kulturhof Kosma

„Im Namen der Liebe“ Ute Freudenberg begeistert mit Konzert im Kulturhof Kosma

Gleich drei Konzerte laden im Kulturhof Kosma zu weihnachtlicher Besinnung und Unterhaltung ein. Den Anfang machte Ute Freudenberg. Die Interpretin des Hits „Jugendliebe“ begeisterte das zahlreich erschienene Publikum mit Besinnlichkeit und Stimmstärke.

Überzeugt mit Einfühlsamkeit: Ute Freudenberg mit dem musikalischen Begleiter Thomas Kolbe.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg/Kosma. Nicht nur Bachs Weihnachtsoratorium, Melodien aus anderen Oratorien und klassische Weihnachtslieder locken die Menschen in der Vorweihnachtszeit ins Theater, in Kirchen und große Veranstaltungssäle, sondern auch die Stars aus dem musikalischen Unterhaltungsbereich offerieren ihre musikalischen Angebote. Drei davon gastieren innerhalb von acht Tagen in Altenburg und seinem Ortsteil Kosma: Ute Freudenberg, Stefanie Härtel und Gunter Emmerlich.

Ute Freudenberg machte am vergangenen Donnerstag Abend den Anfang und begeisterte im Kulturhof Kosma einen vollen Saal. Sie ist eine der wenigen, die mit einem Jahrhundertsong wie „Jugendliebe“ zum Star wurden und sich danach ein Repertoire schufen, das für ein Künstlerleben reicht. In diesem gab es auch Irrwege. Sie sagt von sich selbst, sie hätte bisher drei Leben: bis Mitte der 80er-Jahre in der DDR, dann ein fast zehnjähriges Intermezzo im Westen und nach der Wende wieder in der alten Heimat. Ihre Beliebtheit im Osten, ihre große Stimme für Schlager, Chansons und Lieder gepaart mit Leidenschaft für die Musik und ihre Ehrlichkeit ebneten ihr eine Fortsetzung ihrer Karriere dort, wo sie begonnen hatte. Und nun ist sie bei ihrem Publikum, um gemeinsam Weihnachten zu feiern und sie beweist, dass sie nicht nur eine große Sängerin ist: Sie ist eine Künstlerin, die singen und gut sprechen und Texte gestalten kann.

Das war ein Abend großer Kunst und großer Gefühle. Ute Freudenberg bot vornehmlich Lieder ihres Weihnachtsalbums „Im Namen der Liebe“, die sie im Halbplayback darbot, was die Wirkung gut verstärkte. Ihr Einstieg mit dem textreichen Lied „Es ist Weihnachten“ gab den Inhalt des Abends vor, der aus einem Mix sehr unterschiedlicher Lieder bestand und dramaturgisch sehr geschickt aufgebaut war. „Sind die Lichter angezündet“, das wohl schönste sowohl textlich wie musikalisch in der DDR entstandene Weihnachtslied, konnte das Motto des Abends sein mit seinem jeweiligen Refrain „Überall soll Freude, überall soll Frieden sein“.

Jedes Programm braucht seine großen Momente, die beglücken und begeistern und im Gedächtnis bleiben. An diesem Abend war es ein Dreierpack, bestehend aus der Weihnachtshymne von Adolphe Adam „Papa Noel“, das zur Zeit en vogue ist und in keinem Weihnachtsprogramm fehlt – hier mit einem eigenen deutschen Text „Das Lied lebt noch in mir“ – mit dem Ave Maria von Franz Schubert und dem Titelsong ihres Weihnachtsalbums „Im Namen der Liebe“.

Nach diesen drei hintereinander gesungenen und großartig gestalteten so unterschiedlichen Liedern musste man erst einmal tief durchatmen und die feuchten Augen trocknen lassen. Da zeigte sich ihre so oft gerühmte gute Stimme, die auch klassische Werke bestens zur Wirkung bringt. Das Ave Maria und Adolphe Adams Hymne in ihrer dramatischen Gestaltung waren Beispiele dafür. In den Beifall mischten sich Bravo-Rufe.

In dem Block amerikanischer Weihnachtslieder mit „White Christmas“ und vielen anderen bewies die Sängerin auch, dass sie gut Swing singen kann bis hin zum ausdrucksstarken Gospelgesang. Das begeisterte Publikum im Kulturhof Kosma dankte ihr mit ständig starkem Beifall. Dieser galt auch dem Pianisten Thomas Kolbe, der sie zur jetzigen Weihnachtstour zum ersten Male begleitet und das Programm am Klavier mit solistischen Variationen bereicherte.

Auch die Sängerin bereicherte ihr Programm, nämlich mit Lesungen zweier Texte weihnachtlichen Inhalts, in denen sie besagtes sprachliches Gestaltungsvermögen bewies.

Der Abend endete ganz besinnlich mit dem Lied aller Weihnachtslieder, mit „Stille Nacht, heilige Nacht“. Ute Freudenberg bat um Verständnis, dass es danach keine Zugabe gäbe.

Wenn es etwas an diesem gelungenen Konzert zu bemängeln gäbe, so wäre es – gerade zu Weihnachten – vielleicht der fehlende Bezug in ihrem Konzert zur derartigen dramatischen Lage in vielen Teilen der Welt, in denen für viele Menschen die Verheißung froher Tage, Frieden und Besinnlichkeit ein Traum bleiben. Ute Freudenberg selbst hat ja mit „Im Namen der Liebe“ ein entsprechendes Lied in ihrem Programm.

Das Publikum verabschiedete sich dennoch mit Standing Ovations.

Von Manfred Hainich

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