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VCA entscheidet emotionsgeladene Partie für sich

VCA entscheidet emotionsgeladene Partie für sich

Die Erfolgsserie der Altenburger Regionalliga-Volleyballer geht weiter. Im vorletzten Heimspiel der Saison konnte der VCA am Sonnabend gegen einen starken SV Reudnitz in einem emotionsgeladenen und dramatischen Spiel einen umjubelten 3:2-Tie-Break-Sieg feiern.

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Steffen Bender (r.) und die Altenburger Regionalliga-Volleyballer erweisen sich in einem dramatischen Spiel gegen Reudnitz am Ende als cleverer.

Quelle: Mario Jahn

Vor einer rekordverdächtigen Kulisse von knapp 150 Zuschauern in der Wenzelhalle, die nach Spielschluss beiden Mannschaften Applaus schenkten, gab es alles zu sehen, was das Volleyball-Herz begehrt.

 

Packende Ballwechsel gepaart mit spektakulären Angriffsschlägen auf beiden Seiten konnten die Volleyballbegeisterten in dem 130-minütigen Volleyball-Krimi bewundern. Allerdings beeinflusste das phasenweise total überforderte Schiedsrichtergespann die Begegnung maßgeblich, so dass noch zusätzlich Zündstoff in die Partie gebracht wurde. Zwei rote Karten für VCA-Kapitän Michael Münchow und SVR-Spielführer Valentin Daßler sprechen Bände.

 

Zu Beginn fand der VCA schwer ins Spiel. Reudnitz punktete konstant über den fast fehlerfrei aufspielenden Routinier Jan Türk-Daßler. Mit 22:24 musste Altenburg die ersten zwei Satzbälle abwehren. Mit einer Energieleistung gelangen vier Punkte in Folge zur wichtigen 1:0-Satzführung. Danach brach die spielerische Linie beim VCA. Annahmepatzer und eine hohe Aufschlagfehlerquote ermöglichten den Gästen ein komfortables Polster. Beim Stand von 4:11 sah sich VCA-Coach Frank Schneider gezwungen, den Reudnitzer Spielfluss mit einer Auszeit zu unterbrechen. Dies sollte Wirkung zeigen. Die Gastgeber waren jetzt hellwach, kratzten den einen oder anderen Ball vom Boden und punkteten mit einer stabilen ersten Ballannahme. Der Vorsprung des SVR schmolz zusehends und beim 18:14 hatte Altenburg unter frenetischem Jubel der Zuschauer den Satz gedreht. Die Messestädter blieben zwar in Schlagdistanz, konnten aber den zweiten Satzverlust nicht mehr verhindern.

 

Reudnitz stellte nun um. Ex-SCL-Recke Daßler ging auf Außen, um da für mehr Druck zu sorgen. Das schien anfänglich nichts zu bringen. Bis auf 10:5 konnte Altenburg enteilen, und alles sah nach einer klaren Angelegenheit und einem 3:0 aus. Die Leipziger rappelten sich aber noch einmal auf und hielten mit druckvollem Aufschlagspiel Anschluss. Beim Stand von 10:8 hämmerte Kapitän Michael Münchow einen diagonalen Kracher circa einen Meter vor die Seitenauslinie ins Reudnitzer Feld. Der Jubel währte allerdings nur kurz. Zur völligen Überraschung aller, selbst der Gäste, sah das Schiedsrichtergespann diesen Ball im Aus und entschied somit auf Punkt für Reudnitz. Diese richtungsweisende Entscheidung brachte Altenburg völlig aus dem Tritt. Die Skatstädter konnten sich kaum beruhigen und die folgenden Punkte gingen gleich mit flöten. Reudnitz nutzte diese Verunsicherung und stellte den 1:2 Anschluss her.

 

Auch in Durchgang vier schenkten sich beide Teams nichts und gleichauf ging es dem Satzfinale entgegen. Der SVR punktete jetzt spektakulär über die Mitte und Altenburg hielt mit Kampf dagegen. Beim 23:23 war der Ausgang völlig offen, ehe die Gäste mit 25:23 den Sack zumachten. So kam es, wie es kommen musste, und der Tie Break sollte den Sieger ermitteln. Wieder auf absoluter Augenhöhe näherten sich beide Teams dem unvermeidlichen Spielende. Als beim 10:10 immer noch keine Vorentscheidung gefallen war, schlug die große Stunde von VCA-Eigengewächs Henrik Kamphausen. Mit zwei Hammerblocks gegen Kastell und Daßler gab er dem Spiel die entscheidende Richtung, so dass es Michael Münchow vorbehalten war, das entscheidende 14:13 zu machen.

 

VCA: M. Münchow, P. Münchow, Zeise, Schiller, Gerth, Franke, Büttner, Bender, Kamphausen, Kärner, Baum.

MArkus Zeise

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