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Altenburg VR-Bank Altenburger Land mit neuen Geschäftsfeldern punkten
Region Altenburg VR-Bank Altenburger Land mit neuen Geschäftsfeldern punkten
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05:03 29.06.2017
Die VR Bank Altenburger Land kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Quelle: dpa
Altenburg

Trotz niedrigstem Zinsniveau und einer zunehmenden bürokratischen Regulierung war 2016 für die VR-Bank Altenburger Land 2016 ein sehr erfolgreiches Jahr. Das machte der Vorstand des Kreditinstitutes auf der jährlichen Generalversammlung kürzlich in der Altenburger Brauerei deutlich.

„Das Geld hat faktisch keinen Wert mehr“, sagte Vorstandsvorsitzender Holger Schmidt unter dem Raunen der 354 anwesenden Mitglieder. Die Sparer erhielten praktisch keine Zinsen mehr auf ihre Anlagen. Dass sogar Strafzinsen erhoben werden, was woanders zum Beispiel bei reichen Privatkunden und auch schon in anderen Volksbanken üblich ist, habe die VR-Bank im Altenburger Land nicht vor, versicherte Schmidt. „Unsere Kunden sehen ihr Geld in ihrer Bank in einem sicheren Hafen.“

In der Tat erhöhte sich die Einlagensumme von 505 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 516 Millionen in 2016. Auf den Sparkonten schlummern 114, auf den Giro-Konten 380 Millionen Euro. Daneben wurden im vergangenen Jahr 1552 Kredite in Höhe von 240 Millionen Euro vergeben.

Schmidt schätzte ein, dass sich die Bank mehr um zinsunabhängige Erlöse bemühen müsse, denn auch in diesem Jahr sei weiter mit sinkenden Einnahmen in diesem Bereich zu rechnen. Dieses Problem, die fortschreitende Digitalisierung und die immer mehr überbordende Regulierung nannte der Vorstandschef als die größten Herausforderungen der Zukunft.

Allerdings war das Geldhaus in der Vergangenheit auch nicht untätig, was bankenuntypische Geschäfte anbelangt. So standen 2016 Mieteinnahmen von vier Millionen und Erlöse über Stromverkäufe von 1,4 Millionen Euro zu Buche. Für dieses Jahr erwartet Schmidt weiter steigende Mieterlöse. Im Moment gehören der Bank 673 Wohn- und Gewerbeobjekte, die sich durch die kürzlich beschlossene Fusion mit der Schmöllner Wohnungsgenossenschaft auf 1277 Objekte erhöhen (OVZ berichtete).

Kurz vor der Fertigstellung steht ein Modell-Projekt, mit dem ein weiteres Geschäftsfeld erschlossen werden soll. Denn erstmals in ganz Deutschland tritt mit der VR-Bank ein Kreditinstitut als Bauherr für ein sogenanntes energieautarkes Haus auf, das in Schmölln entsteht, im August besichtigt werden könnte, unbewohnt bleibt und als Musterhaus dienen soll.

Das Kreditinstitut konnte im vergangenen Jahr einen Bilanzgewinn von rund 658 000 Euro erzielen und dadurch eine Dividende von insgesamt 338 900 Euro an die 7798 Mitglieder auszahlen. Außerdem wurden für vier Millionen Euro Aufträge für die Wirtschaft ausgelöst und 1,3 Millionen Euro Gewerbesteuern gezahlt. Im vergangenen Jahr unterstützte die Bank 120 Vereine, Kindergärten, Schulen und soziale Einrichtungen mit insgesamt 147 000 Euro.

Ein Problem kam auf der Generalversammlung freilich nicht zur Sprache: Die Firma Neue Energie, die zu einem Drittel der VR-Bank gehört und deren Hauptzweck die Betreibung der in der Stadt umstrittenen Biogas-Anlage ist, die viele Einwohner mit ihrer Geruchsbelästigung nervt. Die Anlage arbeitet nach wie vor nicht kostendeckend und ist mit einem Millionen-Kredit belastet, der von den Gläubigern wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten gestundet ist. Geschäftsführer der Neuen Energie ist Dietmar Koch, gleichzeitig auch Chef des Aufsichtsrates der VR-Bank, der für seine Tätigkeit 2016 einstimmig entlastet wurde.

Von Jens Rosenkranz

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