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Altenburg VR-Bank schluckt Schmöllner Wohnungsgenossenschaft
Region Altenburg VR-Bank schluckt Schmöllner Wohnungsgenossenschaft
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06:00 02.06.2017
Der Hauptsitz der VR-Bank Altenburger Land in Schmölln. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg/Schmölln

Die VR-Bank Altenburger Land und die Schmöllner Wohnungsgenossenschaft (SWG) fusionieren rückwirkend zum 1. Januar 2017. Die Verschmelzung wurde am Mittwoch von den 354 anwesenden Mitgliedern der VR-Bank auf einer Generalversammlung im Saal der Altenburger Brauerei einstimmig beschlossen. Bereits am vergangenen Sonnabend hatten dafür auch 60 Mitglieder der SWG bei einer Versammlung in Gößnitz votiert, hier gab es eine Gegenstimme. Einer gemeinsamen Pressemeldung der beiden Partner zufolge handelt es sich dabei um eine deutschlandweit bislang einzigartige Fusion.

Allerdings entsteht dadurch kein neues Unternehmen. Die VR-Bank erweitert mit der Eingliederung der Wohnungsbestände der Genossenschaft lediglich ihren bereits vorhandenen Geschäftsbereich auf nunmehr 1277 Immobilien, die unter der Bezeichnung „GEWO - Genossenschaftlich Wohnen“ verwaltet werden.

Hauptgründe für die Fusion sind zum einen die Suche nach neuen Geschäftsfeldern für die VR-Bank, die unter der Niedrigzinsphase leidet und sich ohnehin bereits seit Jahren dem Immobiliengeschäft zugewendet hat. Der Bevölkerungsrückgang hat auf der anderen Seite zu einem hohen Leerstand bei der SWG geführt, der zwischen und 15 und 16 Prozent liegt. Außerdem war die Wohnungsgenossenschaft vor einigen Jahren in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, verursacht durch Missmanagement des Vorstands und fragwürdige Kreditgeschäfte. Daraufhin musste das Unternehmen durch Einsparungen sowie die Reduzierung des Wohnungsbestandes durch Verkauf und Abbruch finanziell saniert werden. Die SWG plagen dennoch neun Millionen Euro Schulden, was zu jährlichen Zinsbelastungen in Höhe von 450 000 Euro führt. Dieses Problem kann die VR-Bank bessern schultern und gleichzeitig mehr in Wohnungen investieren, hieß es am Mittwoch. Hierbei geht es unter anderem um die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum. Außerdem sinken nun die Kosten bei der Verwaltung der Wohnungen, die zuvor fremdvergeben wurde: Um die kümmern sich nun die Mitarbeiter der SWG, die allesamt übernommen werden.

VR-Bank-Vorstandschef Holger Schmidt sprach auf der Generalversammlung davon, dass es sich um keine Notverschmelzung handelt. Wegen der Probleme der SWG habe es allerdings mittelfristig einen Handlungsbedarf gegeben, sagte er.

Von Jens Rosenkranz

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