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Altenburg Verein Jugendcafé Altenburg präsentiert sich und sein künftiges Domizil
Region Altenburg Verein Jugendcafé Altenburg präsentiert sich und sein künftiges Domizil
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07:22 24.11.2018
Das Reichenbach Palais am Weibermarkt ist derzeit eingerüstet. Das Café wird auf der rechten Seite im Erdgeschoss untergebracht. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Nein, mit diesem Anblick hatten die Teilnehmer der Pressekonferenz am Dienstagabend offenbar nicht gerechnet. Der Einladung des Jugendcafé Altenburg ins Reichenbach Palais am Weibermarkt gefolgt, ließen die Anwesenden mit deutlich erkennbarem Staunen ihre Blicke durch die zukünftigen Räume des frisch gegründeten Vereins schweifen.

Gerade noch hatten sie im ersten Stock vom Vereinsvorsitzenden Janek Voos einen Schnelldurchlauf durch die noch junge Geschichte des Jugendprojekts bekommen (die OVZ berichtete) und die sehr detaillierte Sachspendenliste von Alufolie bis Zimmerpflanze wohlwollend begutachtet.

Noch viel Arbeit für ambitioniertes Projekt

Doch so ambitioniert und rosig der 16-Jährige und seine Mitstreiter die Zukunft ihres eigenen Cafés für engagierte und interessierte Jugendliche im Altenburger Land zeichnen, so bodenständig gestaltet sich die Gegenwart. Wobei, selbst den können die im Rohbau befindlichen Räumlichkeiten im Nebengebäude des altehrwürdigen Reichenbach Palais momentan nicht vorweisen.

„Ich glaube, die Leute dachten, hier unten sieht es ähnlich wie oben aus“, mutmaßt Voos grinsend. Doch hier blättert nicht nur der Putz, hier muss erstmal neu verputzt werden, Elektrik und Wasserleitungen modernisiert, der Fußboden wieder aufgebaut, gemalert, gebaut und irgendwann eingerichtet werden. „Ab Anfang April 2019“, so der Plan der Jugendlichen, denn schon Ende des selben Monats wollen sie eröffnen.

„Greift euch den, der gesagt hat, dass ihr bis April fertig sein könnt“, merkte Oberbürgermeister Andre Neumann mit einem Augenzwinkern an. Selbst ein großer Befürworter und Unterstützer des Projekts, wohnte er zusammen mit Bürgermeister Frank Rosenfeld und der Citymanagerin sowie Kassenwartin des Vereins, Katharina Schenk, der Veranstaltung bei.

555-Euro-Spende aus dem Landratsamt

Dass in den kommenden Monaten noch ein Berg an Arbeit auf sie wartet, ist den Cafégründern sehr bewusst. „Es fehlt noch so ziemlich alles“, bekannte Vereinsmitglied Marius Neinert. Da kommt die Spende aus dem Landratsamt über 555 Euro genau richtig. Geld, das dessen Auszubildende mit ihrem Kuchenbasar eingenommen hatten und das in Gänze in die Einrichtung des neuen Treffpunkts fließen wird. Über 14 000 Euro, schätzen die Akteure, werden sie auf dem Weg zur Eröffnung brauchen. Die darin enthaltenen 3600 Euro Miete pro Jahr sind bereits gesichert. Denn während der Notartermin und die offizielle Eintragung ins Vereinsregister erst nächste Woche anstehen, hat sich der Verein bereits der Stadtmensch Initiative angeschlossen und wird entsprechend mitgefördert.

Dass sie auch noch die fehlende Summe aufbringen werden, darin fühlten sich die Jugendlichen nach dem „überraschend starken Zuspruch“ zu ihrer Pressekonferenz bestärkt. „Die Sparkasse oder auch die Alte Ziegelei möchten mit uns reden. Wir sind sehr positiv überrascht, wie es heute Abend gelaufen ist“, betont Vorstandsmitglied Catrin Pengel. Sie sei immer noch erstaunt, wie sich das Projekt seit der ersten Idee vor über einem Jahr entwickelt habe. „Vor allem seit diesem Sommer geht es Schlag auf Schlag. Ich bin wahnsinnig stolz, wie das Ganze immer weiter wächst“, so die 17-jährige Schülerin. Getreu dem Hashtag: „Altenburggemeinsamgestalten“, Synonym für gemeinschaftliches Engagement für eine reizvollere Skatstadt.

Von Maike Steuer

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