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Altenburg Verein Ostthüringer neue Arbeit organisiert für Kinder Ferienlager in Rositz
Region Altenburg Verein Ostthüringer neue Arbeit organisiert für Kinder Ferienlager in Rositz
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11:31 22.07.2016
Kickern im Bernsteinhof – in Rositz können Kinder von sozial schwachen Familien ein paar unbeschwerte Ferientage verleben. Quelle: Mario Jahn
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Rositz

Es herrscht Trubel auf dem Bernsteinhof in Rositz. Die Sonne scheint, und aus allen Ecken ist Gekicher zu hören. Auch in diesen Sommerferien findet traditionell ein Ferienlager für Kinder aus sozial schwachen Familien statt. Seit 2009 veranstaltet der Verein Ostthüringer neue Arbeit e.V. dieses Projekt nach dem Motto der Diakonie „Kindern Urlaub schenken“.

Als sie mit dem Projekt begannen, wurde nur eine Woche durchgeführt. Doch die Zahl der Anmeldungen stieg seither stetig. Nun sind schon fünf Wochen Urlaub in Rositz ausgebucht. Insgesamt können bis zu 60 Kinder an diesem Projekt teilnehmen, in einem Durchgang bis zu zwölf Mädchen und Jungen, mehr geben die Kapazitäten nicht her. Die Kinder und Jugendlichen sind zwischen 8 und 14 Jahre alt, werden aber nicht nach Altersgruppen sortiert. „Die Kinder verstehen sich trotzdem sehr gut, auch wenn sie unterschiedlich alt sind“, berichtet Simone Baumann, die Projektverantwortliche.

Ein Aufenthalt beginnt mit der Anreise am Montag und endet Samstag früh, manchmal auch unter Tränen, weil es eben so schön war im Bernsteinhof. Zwei Betreuer kümmern sich um die Urlauber und sind manchmal auch „Ersatzmama oder Ersatzpapa“, gerade wenn es mal Heimweh gibt. Geschlafen wird auf dem Dachboden mit Schlafsack und Kuscheldecke. Leonie (9) findet das toll. „Der Schlafplatz auf dem Dachboden gefällt mir besonders gut, denn wir dürfen uns jede Nacht umlegen.“

Der Tagesablauf sieht immer anders aus, auch abhängig von der Wetterlage. In der Scheune stehen Spielsachen zur Verfügung, von Buntstiften über Tischkicker und Federballschläger, aber auch Kartenspiele sind hoch im Kurs.

Die Organisatoren haben auch einige Unternehmungen in der Region für die Kinder geplant. So waren sie im Werdauer Wald auf einem Wasserspielplatz, fahren mit der Kohlebahn oder besuchen das mittelalterliche Treiben der Schutz- und Geleitritterschaft des Peter- und Paul-Weges e.V. am Haselbacher See. Auch die Vereine in der Umgebung unterstützen das Projekt. „Ohne die Hilfe der Vereine und die Geld- und Sachspenden von Firmen und Privatpersonen könnten wir das Projekt nicht durchführen. Wir bedanken uns recht herzlich bei allen, auch für die ehrenamtliche Arbeit“, sagt Geschäftsführerin Adelheid Schatz.

Für die Veranstalter steht besonders das Familiäre im Vordergrund. „Es liegt uns am Herzen eine Gemeinsamkeit zu schaffen. Dazu gehören Tischdienst, gemeinsames Kochen und Essen. Wir sind jede Woche eine kleine Familie“, erklärt Simone Baumann stolz. Zudem müssen die Kinder ohne Fernsehen auskommen, und Handys dürfen nur zum telefonieren mit den Eltern genutzt werden. Diese Regeln gehören dazu, machen den Kindern jedoch nichts aus. Jasmin (13) ist schon zum fünften Mal dabei und genießt die freie Zeit mal abseits von ihren Eltern. Lilly und Alina (beide 8) gehen in die selbe Klasse und sind in diesem Jahr das erste Mal dabei, doch bestimmt nicht das letzte Mal, wie sie versichern. Für die nächsten Jahre ist das Ferienlager auch wieder geplant, denn die Nachfrage ist hoch.

Von Lisa Gerth

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