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Altenburg Vereine weiter auf dem Vormarsch - Kreissportbund zieht positive Jahresbilanz
Region Altenburg Vereine weiter auf dem Vormarsch - Kreissportbund zieht positive Jahresbilanz
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20:03 15.03.2018
Altenburg

Von Thomas Haegeler

Durch die im fünften Jahr in Folge gestiegene Mitgliederzahl erreichte der Organisationsgrad im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung im Kreis eine neue Bestmarke von 17,6 Prozent. "Das insgesamt sehr gute Ergebnis darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Zuwachs durch 58 Vereine erbracht wurde", erklärte Moritz den 37 anwesenden Mitgliedern. Ein großes Plus erreichten hier der Kneippverein Meuselwitz, Medizin und Aufbau Altenburg, der SV Rositz, der ASV Wintersdorf, der TuS Schmölln, der TSV Wildenbörten und der LSV Ziegelheim. "In 24 Vereinen bleibt der Mitgliederbestand relativ konstant, während 50 Vereine mehr oder weniger Mitgliederrückgänge verzeichnen."

Die Mitgliederzahl des KSB blieb nahezu gleich. Durch die Abmeldung des Gößnitzer Hockey-Clubs, des Schmöllner Volleyballclubs und von Bluechip Athletics und die Anmeldung des Reitvereins Sportpferde Engertsdorf sowie des SV Gesund bleiben Löbichau sank sie von 133 auf 132. "Grund für die Austritte war, dass die Vereine nur noch acht oder neun Mitglieder haben und es sich damit nicht mehr gelohnt hat", erklärte KSB-Geschäftsführer Horst Gerth auf OVZ-Nachfrage. Dennoch sei die Reichweite des Dachverbands mit weit über 90 Prozent sehr hoch. "Die Zahl der Vereine ohne KSB-Mitgliedschaft beträgt unter zehn." Zudem stiegen auch die angebotenen Sportarten von 54 auf 63.

Spitze im Nachwuchsbereich

Als besonders erfreulich bezeichnete Harald Moritz die Entwicklung im Kinder- und Jugendbereich. So halten 111 Vereine Angebote für den Nachwuchs bereit, und 40 Prozent der Mitglieder (6915) sind Kinder. "Unser Ziel, jedes zweite Kind der Sieben- bis 14-Jährigen im Sportverein zu bewegen, konnte mit 50,1 Prozent erreicht werden", präzisierte der KSB-Vorsitzende. "Bei den Fünf- bis Sechsjährigen erreichen wir bereits 78,2 Prozent und nehmen damit in Thüringen eine Führungsposition ein."

Dennoch macht der demografische Wandel auch vor dem Sport nicht halt. "So gilt, dass vor allem jene Sportarten mit hohem Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Mitgliederverlusten zu rechnen haben", sagte Moritz. "Das zeigt sich schon jetzt bei den Ball- und Mannschaftssportarten." Gemeint sind damit die geburtenschwachen Jahrgänge der heute 16- bis 24-Jährigen. "Ab 16, 17 gibt es einen Knick, weil es in dieser Altersgruppe wenig Jugendliche gibt und einige wegen Ausbildung, Studium oder Job weggehen", erklärte Gerth.

Neben der Quantität nahm auch die Qualität des Sports zu. Das illustrierte Moritz unter anderem damit, dass hinter zahlreichen Erfolgen von Sportlern und Mannschaften Teilnahmen an Welt-, Europa-, Deutschen und Landes-Meisterschaften sowie an Weltcups stehen. Zudem hätten sich 40 Vereine in 21 Sportarten in der 1. und 3. Bundesliga, Regional-, Ober- und Landesliga sowie Landesklasse etabliert und bestimmten zum Teil das Leistungsniveau mit.

Probleme durch LSB-Reform

Auch finanziell arbeitete der KSB solide. Wie Schatzmeister Robert Streu erklärte wurden im vergangenen Jahr knapp 180 000 Euro eingenommen und rund 154 000 Euro ausgegeben. Ein Großteil der Ausgaben sind dabei Kosten für Personal (86 000 Euro) und Verwaltung. Von rund 47 000 Euro profitierten die Mitgliedsvereine direkt oder indirekt durch angebotene Schulungen oder Zuweisungen.

Dass die geplante Bilanz für 2012 mit 149 000 Euro deutlich niedriger ausfällt, erklärten Streu und Gerth damit, dass die Zuweisungen vom Landessportbund (LSB) deutlich sinken. "Das liegt an der Reform der Förderrichtlinie, wonach sich die Grundförderung im Kreis ab 2013 nach der Anzahl der Vereine und nicht mehr nach den Mitgliedern richtet", so Gerth. "Da büßen wir rund 7000 Euro ein." Deshalb, ergänzte Streu, plane man ab 2013 eine Umlage von jährlich einem Euro pro erwachsenem Mitglied zu erheben. "Das ist nötig, um die Arbeit des KSB zu sichern." Entschieden werden soll über die Umlage zum 7. Kreissporttag am 9. November in Meuselwitz.

Sportabzeichen-Tour in Schmölln

Die kleine Sensation, dass der KSB im nächsten Jahr Gastgeber für die bundesweite Sportabzeichen-Jubiläumstour des DOSB sein wird, verkündete Harald Moritz quasi nebenbei. Der hiesige Verband setzte sich für die Thüringer Station gegen den KSB Eisenach durch, der sich ebenfalls beworben hatte. "Mit der Entscheidung für das Altenburger Land würdigen wir die Arbeit und das Engagement des dortigen Verbandes", erklärte Heidrun Höpfner, zuständige Sachbearbeiterin beim LSB. Dieser Sportabzeichen-Tag mit verschiedenen Partnern und Spitzenathleten (zuletzt u. a. Frank Busemann und Heike Drechsler) wird laut KSB-Vorstand in Schmölln stattfinden. "Als Termine haben wir den 5. September und den 6. Juni 2013 eingereicht, was jetzt geprüft wird", sagte Gerth. Vereinspartner ist der LSV Schmölln, der sich im Bundeswettbewerb 2011 den sechsten Platz sicherte.

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