Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Verhandlungen über neuen Haustarif fürs Theater beginnen am 8. November
Region Altenburg Verhandlungen über neuen Haustarif fürs Theater beginnen am 8. November
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 05.10.2016
Das Landestheater in Altenburg. Quelle: Jens Paul Taubert
Altenburg

Im dritten Anlauf hat es geklappt: Das Grundgerüst für einen neuen Haustarifvertrag für die Altenburg-Geraer Theater GmbH steht. Das ist das Ergebnis einer dritten Runde von Sondierungsgesprächen zwischen den Gesellschaftern und Vertretern von insgesamt vier Gewerkschaften. Die ersten beiden Gespräche waren gescheitert (die OVZ berichtete).

Als Aufsichtsratschef wiedergewählt – Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf. Quelle: Mario Jahn

„Ich bin sehr froh, dass wir dies erreicht haben und Tarifverhandlungen nun nichts mehr im Wege steht“, erklärte der Aufsichtsvorsitzende Michael Wolf, der als Oberbürgermeister zugleich als Vertreter der Stadt Altenburg am Tisch saß, auf Nachfrage. „Es waren sehr konstruktive Gespräche, die von beiden Seiten mit dem Ziel geführt wurden, die Zukunft des Theaters zu sichern.“

Seinen Aussagen zufolge verständigte man sich auf das vom Theater vorgelegte Modell als Grundlage der Tarifverhandlungen. Demnach soll der Abstand des Haustarifvertrags zum Flächentarif ab 2017 unter zehn Prozent liegen. Außerdem soll der neue Haustarif nur bis Ende 2021 laufen und nicht wie die neue Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Thüringen bis 2024. „Da ab 2022 aber ohnehin die Revisionsklausel gilt, sehe ich darin kein Problem“, so Wolf. Die Gewerkschaften fordern außerdem eine rechtzeitige Vorbereitung auf die Zeit nach dem Haustarifvertrag, erwarten laut OB aber nicht mehr eine verbindliche Zusage, danach ab 2022 in den Flächentarif überzugehen. Einige orchesterbezogene Details seien ebenfalls noch zu verhandeln.

„Vor uns liegt zwar noch ein langer Weg, doch ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung wurde getan“, ist Wolf überzeugt. „Wir haben über das Grundgerüst Einvernehmen erzielt, jetzt geht es in die Details.“ Die Tarifverhandlungen sollen am 8. November beginnen.

Die Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Thüringen sieht vor, dass der Freistaat im nächsten Jahr 11,5 Millionen Euro zahlt, bis 2021 steigt der Betrag jährlich um 100 000 Euro. Die Stadt Gera zahlt jährlich 4,4 Millionen Euro, der Landkreis Altenburger Land 1,74 Millionen Euro, die Stadt Altenburg 1,2 Millionen Euro. Damit erhält das Altenburg-Geraer Theater bis 2021 einen Zuschuss von insgesamt rund 96 Millionen Euro. Ab 2022 müssen diese Gelder von den Volksvertretern neu beschlossen werden, es gilt die sogenannte Revisionsklausel.

Wolf erneut Aufsichtsratschef

Michael Wolf ist außerdem am Montag erneut für zwei Jahre zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Theater GmbH gewählt worden. Für den 54-Jährigen beginnt damit die dritte Amtszeit in Folge. Eigentlich wechselt der Vorsitz aller zwei Jahre zwischen den drei Gesellschaftern. 2014 wäre demnach der Landkreis Altenburger Land an der Reihe gewesen. Doch der verzichtete ebenso wie es jetzt die Stadt Gera tat. „Ich mache gern weiter, weil mir das Theater einfach wichtig ist“, erklärte der SPD-Politiker.

Von Ellen Paul

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Erntedankfest sammelt die evang.-luth. Gemeinde Altenburg für die Bedürftigen

05.10.2016

Im Laufe des Tages der Deutschen Einheit wurde auf der B93 in der Ortlage Zschaschelwitz die Einhaltung der Geschwindigkeit kontrolliert. Dabei wurden 141 Überschreitungen festgestellt.

05.10.2016

Am Ende wurde es dann doch noch ein durchschnittliches Jahr, mit dem die Freibadbetreiber in Altenburg, Rositz und Altkirchen ganz zufrieden sein können. Die Erleichterung der Verantwortlichen ist durchaus spürbar beim Ziehen der Abschlussbilanz. Noch Mitte August gingen die Betreiber von einer miserablen Saison mit großen Einbußen aus.

05.10.2016