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Altenburg Verkehrssünder mussüber 2000 Euro zahlen
Region Altenburg Verkehrssünder mussüber 2000 Euro zahlen
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20:07 07.08.2013

Bei dem hageren Mann aus der Gemeinde Nobitz hat dieser manchmal Druck Spuren hinterlassen. Er ist unheilbar erkrankt und bezieht Erwerbsunfähigenrente. Und sein Punktekonto in Flensburg ist prall gefüllt. Aber entzogen wurde ihm der Führerschein nicht. Den hat er sogar freiwillig auf der Führerscheinstelle abgegeben. "Vor fünf Jahren aus gesundheitlichen Gründen", sagte Frank S.

Aber das Fahren konnte er offensichtlich nicht lassen. Zweimal wurde er dabei ertappt, wie er ohne Führerschein hinter dem Steuer saß. Deshalb musste er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten. "Ich muss regelmäßig zum Arzt und zu anderen Behandlungen. Und dahin lasse ich mich fahren", beteuerte der Angeklagte. Nun, einmal hatte er wohl doch ohne Lappen am Steuer gesessen. Am 26. November des Vorjahres, als ihn eine Polizeistreife in der Zwickauer Straße am frühen Morgen aus dem Verkehr zog. "Ja, das räume ich ein. Da bin ich gefahren, weil mein Fahrer verhindert war und ich zum Arzt musste. Klar, das war großer Mist, aber das einzige Mal", gab der Frank S. ohne große Umschweife zu.

Die Anklage sah dies etwas anders. Denn schon drei Monate zuvor, am 21. August, war er beobachtet worden, wie er mit seinem Auto auf die Straße und weiter gen Altenburg fuhr. Die Beobachterin kannte den Angeklagten sehr gut. Immerhin arbeitet sie auf der Führerscheinstelle des Landratsamtes. Und ausgerechnet bei ihr hatte der 52-Jährige seinen Führerschein abgegeben. "An das Bild erinnere ich mich genau. Hinter dem Steuer saß Frank S.Ich hab das ja so genau gesehen, weil ich noch bremsen musste, als er aus der Ausfahrt kam", sagte die Behördenmitarbeiterin im Zeugenstand bestimmt.

Doch trotz aller Bestimmtheit gab es bei dem Burkersdorfer kein Umdenken. "Ich bin nicht gefahren", beteuerte er weiter beharrlich.

"Ich habe so eine Sache selber schon erlebt. Erst wurde einem Angeklagten in einer Verhandlung der Führerschein abgenommen und keine Stunde später fuhr der doch tatsächlich an mir vorbei", sagte Staatsanwalt, der als Strafe 100 Tagessätze zu je 24 Euro forderte.Der Strafrichter blieb da nur wenig drunter: Zu 90 Tagessätzen zu 24 Euro, insgesamt 2160 Euro verurteilte er den 52-Jährigen, der sichtlich mit dem Spruch haderte.Jörg Wolf

Jörg Wolf

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