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Altenburg Verkehrsunfallstatistik Altenburger Land: Drei Menschen starben, 336 wurden verletzt
Region Altenburg Verkehrsunfallstatistik Altenburger Land: Drei Menschen starben, 336 wurden verletzt
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18:00 13.04.2016
Schwerer Unfall auf der B7 bei Nöbdenitz. Insgesamt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr mehr Crashs im Altenburger Land. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Sie sind zwischen 18 und 25 Jahren oder deutlich jenseits der 60 und sitzen zumeist schon eine gefühlte Ewigkeit hinter dem Steuer. Beide Altersgruppen sind nach den Worten von Altenburgs Polizeichef Andreas Pöhler prozentual besonders häufig an Unfällen schuld. „Auf der einen Seite führen unter anderem Unerfahrenheit oder Selbstüberschätzung dazu, auf der anderen Seite teilweise nachlassende Reaktionsfähigkeit und immer wieder eine damit einhergehende Überforderung angesichts des komplexer gewordenen Verkehrs“, so der Polizist.

Auch die Gesamtzahl der registrierten Unfälle ist im zurückliegenden Jahr gestiegen. „Genau um 44 auf insgesamt 1873 Unfälle, wie leider auch die Zahlen der Verletzten und Getöteten“, erörtert der Polizist. So starb 2014 auf den Straßen des Altenburger Landes ein Mensch, 2015 ließen drei ihr Leben. „Bei 260 Unfällen waren im Vorjahr Personenschäden zu beklagen, 2014 war dies bei 241 Zusammenstößen der Fall.“ Auch bei der Anzahl der Verletzten ging die Zahl hoch: 336 Menschen kamen zu Schaden – 42 mehr, als noch 2014.

Häufigste Ursache für Zusammenstöße seien Raserei sowie die Verletzung der Vorfahrt. Auch Alkohol- oder Drogenkonsum von Autofahrern führt die Statistik auf, wenngleich diese Ursache laut Pöhler in der Statistik mit aktuell 29 Fällen an vierter Stelle rangiert.

Vor allem an zwei Tageszeiten kam es besonders häufig zu Crashs. Die allbekannte Rush Hour zwischen 15 und 17 Uhr, wenn der Berufsverkehr tobt, überrascht dabei nicht. Aber schon jene zwei Stunden zwischen 10 und 12 Uhr am Vormittag. „In dieser Zeit herrscht halt auch mehr Verkehr, weil sich zahlreiche Nichtberufstätige in dieser Zeit ins Auto setzen, um beispielsweise einkaufen zu fahren oder andere Besorgungen zu erledigen“, erklärt der Polizeichef.

Speziell im Altenburger Stadtgebiet gibt es laut Pöhler drei Bereiche, in denen es zu Häufungen von Karambolagen gekommen ist und die man sich als Polizei mitsamt den zuständigen Behörden in nächster Zeit genauer anschauen wird. Dazu zählen der Bereich Johannesvorstadt/Johannesgraben, wo Ursache der dort sehr dichte Verkehr sein könnte. Nicht beachtete Vorfahrten endeten öfter auch im Kreisverkehr Zeitzer Straße/B 180 in Lödla in Unfällen. „Wie auch im Kreuzungsbereich Kauerndorfer Allee/Leipziger Straße/Remsaer Straße, wo in den zurückliegenden drei Jahren sieben Unfälle mit insgesamt acht Personen aktenkundig wurden. Aber hier scheint das eine Frage der Verkehrsorganisation zu sein, die wir jetzt genauer untersuchen werden“, so Pöhler.

Um klassische Unfallschwerpunkte, die als solche in einer amtlichen Statistik auftauchen, handele es sich aber in allen Fällen nicht, streicht Pöhler heraus. Um als so ein Brennpunkt deklariert zu werden, bräuchte es eine erheblich drastischere Unfalldichte.

Von Jörg Wolf

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