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Vermieter aus London lässt zwei Wohnblöcke in Altenburg-Nord mit Kameras überwachen

Sicherheitsbedenken Vermieter aus London lässt zwei Wohnblöcke in Altenburg-Nord mit Kameras überwachen

Seit dieser Woche werden zwei Wohnblöcke in der Otto-Dix-Straße in Altenburg-Nord mit scharf gestellten Video-Kameras überwacht. Der Vermieter mit Sitz in London will damit die Sicherheit erhöhen, weil in beiden Häusern unter anderem Asylbewerber untergebracht sind. Schon vor Wochen wurden in der Eschenstraße Kameras montiert, die allerdings nicht angeschlossen sind.

Mit mehreren Kameras an den Außenwänden werden seit dieser Woche zwei Blöcke in der Dixstraße in Nord überwacht.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Schon in der Eschenstraße in Südost sind Anwohner wegen angebrachter Kameras an Fassaden und in Treppenhäusern verärgert (OVZ berichtete). Seit etwa einer Woche tauchen mehrere Überwachungsgeräte auch in der Otto-Dix-Straße in Nord auf. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterscheid zwischen beiden Fällen. Während die Kameras in der Eschenstraße nicht eingeschaltet sind, liefern jene in Nord bereits Bilder. Besitzer der Plattenbauten ist in beiden Fällen die Investec-Bank, ein britisch-südafrikanisches Geldinstitut mit Hauptsitz in London und Johannesburg, die rund 300 Wohnungen in Altenburg vermieten.

Michael Bokelmann, der die Investec von London aus vertritt, bestätigte der OVZ die Überwachungsaktion an zwei größeren Wohnblöcken in der Otto-Dix-Straße, die auf seine Veranlassung hin erfolgte. Anlass seien vor allem Sicherheitsbedenken. Denn in den betreffenden Häusern leben unter anderen Asylbewerber, für die das Landratsamt die Wohnungen angemietet hat. In einem Block sind überwiegend Flüchtlinge untergebracht, in dem anderen etwa die Hälfte.

Den letzten Anstoß für das Anbringen der Kameras gab nicht zuletzt der Brandanschlag auf einen Block in der Siegfried-Flack-Straße am 7. Dezember 2015, bei dem acht Menschen verletzt wurden. In der Dixstraße sei es außerdem bereits zu Beschädigungen, Diebstahl und zu Verschmutzungen des Umfeldes gekommen, sagte Bokelmann. Die Bilder werden auf einem Server gespeichert und nur bei Straftaten ausgewertet.

Im Gegensatz zur Dixstraße sollen die Videoanlagen in der Eschenstraße jedoch nicht in Betrieb genommen werden, betonte Bokelmann. Anlass dafür seien massive Beschwerden seiner Mieter, die er sehr ernst nehme, die er allerdings zum Teil nicht verstehe, weil sich dadurch die Sicherheit erhöhe. Dennoch wolle er die Mieter, die teilweise schon über 30 Jahre dort wohnen, nicht verärgern. Dies habe er den Betroffenen bereits in einem Rundschreiben durch die Hausverwaltung mitteilen lassen, in denen man ausdrücklich um Entschuldigung gebeten habe. Allerdings würden die Kameras vorerst nicht abmontiert, da sie nun einmal bezahlt seien und auf diese Art einen abschreckenden Effekt haben. Denn viele Mieter in der Eschenstraße sind ebenso Asylbewerber.

Ausnahme könnten jene Kameras im Treppenhaus sein. Diese könnten womöglich verschwinden, sagte Bokelmann. Entschieden sei dies aber noch nicht.

In dem der OVZ vorliegenden Rundschreiben wird ebenso versichert, dass die Anschaffungskosten der Kameras nicht auf die Bewohner umgelegt werden. Außerdem sollen kurzfristig alle Obertürschließer der Vordereingänge repariert und für die Hintereingänge Türknäufe angeschafft werden. Vorgesehen sei gleichfalls, Angebote für eine regelmäßige Streifendienst durch einen Wachschutz einzuholen.

Von Jens Rosenkranz

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