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Versorger bauen für 18 Millionen Euro – und strapazieren Geduld der Altenburger

Neue Leitungen Versorger bauen für 18 Millionen Euro – und strapazieren Geduld der Altenburger

Die Altenburger Energie- und Wasserversorger Ewa und Waba haben ihre Investitionen verdoppelt. Rund 18 Millionen Euro stecken die Unternehmen dieses Jahr in neue Leitungen, moderne Technik und die Altenburger Schwimmbäder. Allerdings sind bei einigen der Baumaßnahmen langwierige Sperrungen nötig, wie etwa in der Leipziger Straße.

Damit Flickarbeiten in der Leipziger Straße wie hier 2015 der Vergangenheit angehören, gibt es für die Altenburger Hauptschlagader dieses Jahr neue Trinkwasser- und Gasleitungen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die beiden Altenburger Versorgungsunternehmen legen 2016 richtig los. Im Vergleich zum Vorjahr investieren die Energie- und Wasserversorgung (Ewa) und der Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb (Waba) mit reichlich 18 Millionen Euro gut doppelt so viel. Neben neuer moderner Technik und neuen Leitungen fließt dabei aber auch einiges in die Altenburger Bäder. Begeistern werden sie damit aber nur bedingt. Denn einige der Baumaßnahmen, werden die Geduld der Autofahrer in der Skatstadt gehörig auf die Probe stellen. Heißt: Voll- und Teilsperrungen von Straßen sind unumgänglich.

Wie Geschäftsführer Martin Wenzel am Dienstag erklärte, trägt die Ewa einen Anteil von über acht Millionen Euro, und der Waba schultert über zehn Millionen. „Bei der Ewa ist aber nicht alles Wasser, sondern es geht auch in die Energieerzeugung, in den Wärmebereich und in die Bäder“, sagte der 52-Jährige. Allein etwas mehr als drei Millionen Euro seien für den Erwerb der Altenburger Schwimmbäder eingeplant, in die auch schon investiert werden soll. „Beim Waba dagegen fließen rund 4,5 Millionen Euro in eine Kläranlage und jeweils circa zwei Millionen in die beiden Abwasser-Erschließungsprojekte in den Gewerbegebieten Poschwitz und Poststraße.“ Dennoch entfalle ein Großteil der Ewa-Investitionen mit rund 2,5 Millionen Euro auf Trinkwasserleitungen. „Das wird sich im Verkehrsbereich auswirken, weil wir in Altenburg die Besonderheit haben, dass die Leitungen in den Straßen liegen.“

Arbeiten in der Leipziger Straße ab der 16. Kalenderwoche

Die bedeutendste, weil folgenreichste Maßnahme beginnt in der 16. Kalenderwoche. Von Mitte April bis Mitte August bekommt die Leipziger Straße zwischen Spielkartenfabrik und Remsaer Straße neue Trinkwasser- und Gasleitungen und wird deshalb halbseitig gesperrt. Vier Monate lang wird der Verkehr auf der Hauptschlagader voraussichtlich nur noch stadtauswärts Richtung Windischleuba fließen. „Es wird teilweise erhebliche Behinderungen geben, wenn wir die Kreuzung Remsaer Straße/Kauerndorfer Allee einbinden“, so Wenzel weiter. „Wenn wir die Schieber in der Straßenmitte einbauen, sind kurzzeitig auch Vollsperrungen nötig.“

Durch Erschließungsstraßen im Gewerbegebiet seien Umleitungen aber möglich, relativiert Ewa-Fachbereichsleiter Technische Dienste, Uwe Thomas. Nötig wurde die rund 580 000 Euro teure Frischzellenkur wegen stark brüchiger und daher störanfälligen Asbestzement(AZ)-Leitungen aus DDR-Zeiten. „Dort läuft auch die gesamte Versorgung des Gewerbegebiets Nordost, inklusive Schlachthof, drüber, weswegen wir handeln müssen“, erklärte Wenzel, der zudem ziemlich sicher ist, dass danach die lästigen Havarien ein Ende haben. Schließlich brachen die porösen AZ-Leitungen allein in den vergangenen fünf Jahren dreimal.

Weitere Baustellen starten im Frühjahr

Eng wird es zudem bereits in Zschernitzsch, wo die begonnene Trink- und Abwassererschließung noch bis Mitte August zu einer Vollsperrung führt. Diese wird es zudem in der Paditzer Straße auf Höhe der Mann-Siedlung von Anfang Mai bis Anfang Juli geben. Größere Projekte, die ohne weitreichende Verkehrsbehinderungen abgehen werden, sind etwa die neuen Trinkwasserleitungen in der Jungferngasse (Ende Mai – Anfang Oktober), in der Albert-Einstein- (Anfang Juni – Ende Oktober) und der Hempelstraße (Mitte April – Mitte Juni). „Für die Anwohner wird das aber nicht leicht werden“, so Wenzel.

Wenig bis keine Behinderungen, aber mit jeweils rund zwei Millionen Euro große Investitionssummen stecken hinter den Abwassererschließungen der Gewerbegebiete Poststraße und Poschwitz sowie dem Bau des Regenrückhaltebeckens (ab Juni) in der Teichvorstadt. „In der Poststraße wird es für die Gewerbetreibenden Umleitungen geben“, versicherte Wenzel. Bei Poschwitz gehe es um die Anbindung des Schlachthofes an die Kläranlage. Größere Einschränkungen seien nur zu erwarten, wenn man die Remsaer Straße quere. Aufgrund des noch fehlenden Fördermittelbescheides stehe dahinter aber noch ein großes Fragezeichen.

Von Thomas Haegeler

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