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Verursacher trägt Kosten für Beseitigung der kilometerlangen Ölspur in Altenburg

Verursacher trägt Kosten für Beseitigung der kilometerlangen Ölspur in Altenburg

Die kilometerlange Ölspur, die ein Kran vergangenen Donnerstag in Altenburg verursachte (OVZ berichtete), hat ein finanzielles Nachspiel.

Altenburg/Nöbdenitz. "Hier gilt das Verursacherprinzip", sagte der Chef der Polizeiinspektion Altenburger Land, Andreas Pöhler, nun auf Nachfrage. "Das heißt, derjenige, der für das Auslaufen des Öls verantwortlich ist, beziehungsweise dessen Haftpflicht trägt die daraus resultierenden Kosten. Die Versicherung zahlt aber nicht, wenn der Verursacher grob fahrlässig gehandelt hat."

Darauf gebe es derzeit aber keine Hinweise. Wie hoch die Rechnung für den Einsatz sein wird, steht aber noch in den Sternen. "Die Abrechnung ist noch nicht fertig", erklärte die Vize-Chefin der Altenburger Feuerwehr, Birte Heß. "Wir sind gerade erst dabei, die Personalkosten zu ermitteln, und auch die Summe für den zusätzlichen Einsatz der Straßenreinigung durch das Ordnungsamt steht noch aus." Da die zuständige Mitarbeiterin krank sei, könne das auch noch einige Tage dauern.

Neben den Einsatzkräften und dem Ausrücken ihrer Fahrzeuge sowie der Straßenreinigung muss der Verursacher, die Firma Kranmontagen Lorenz aus Nöbdenitz, auch die rund zwei Tonnen Spezialsand zahlen, die die Feuerwehr für das Binden des im halben Stadtgebiet verteilten Öls und ihren bisher größten Einsatz dieser Art verbrauchte. Rechnet man den durch die fünf Unfälle, die es infolge der Ölspur gab, entstandenen Schaden von etwa 3000 Euro hinzu, braucht es nicht viel Fantasie, dass da schnell eine fünfstellige Summe zusammenkommen kann.

Der Nöbdenitzer Firma ist der Vorfall äußerst unangenehm. "Es tut uns furchtbar leid", erklärte ein Mitarbeiter, der am Tag des Unfalls dabei war, gegenüber der OVZ. "Aber ändern können wir es nicht." Als man bemerkte, dass der Hydraulikschlauch des Krans gerissen war, habe man sofort erst die Polizei und dann die Feuerwehr alarmiert. Zu dieser Zeit hatte der LKW allerdings schon 75 Liter Öl verloren und durch die Fahrt von der Leipziger- durch die Parkstraße über den Hausweg bis zum Kreisverkehr am Marstall und weiter über Münsaer Straße bis zur Ecke Meißner-/Hempelstraße in weiten Teilen Altenburgs verteilt. "Wir überprüfen unsere Fahrzeuge regelmäßig - das muss auch sein", beteuerte der Angestellte des Nöbdenitzer Unternehmens. "Es war unvorhersehbar, ein Unfall." Die Versicherung wisse bereits Bescheid, und nun warte man die genaue Schadenshöhe ab.

"Den Einsatz der Polizei muss der Verursacher aber nicht bezahlen, weil es sich um Gefahrenabwehr handelte", verbreitete Pöhler eine positive Nachricht für die Baufirma. Eine weitere liefert Birgit Seiler. "Es hat keine ernsthafte Gefahr für die Umwelt oder das Trinkwasser bestanden, und wir haben auch nichts dergleichen festgestellt", sagte die Leiterin des Fachbereichs Umwelt im Landsratsamt. Letztlich sei das für ihre Behörde keine großer Einsatz gewesen. "Die Feuerwehr hat uns nur routinemäßig hinzugerufen, um zu bestätigen, dass sie alles richtig gemacht hat." Das habe ihre Behörde ruhigen Gewissens tun können.

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