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Verwalter sieht in Altenburger Hallen-Verkauf großen Schritt

Fräger-Insolvenzverfahren Verwalter sieht in Altenburger Hallen-Verkauf großen Schritt

Der Insolvenzverwalter der Altenburger Fräger-Sparte, Steffen Koch, sieht den Verkauf des einstigen Firmen-Geländes an der Leipziger Straße positiv. „Der Verkauf der Hallen und des Grundstückes in Altenburg stellt einen großen Schritt dar“, sagte er auf OVZ-Nachfrage im Hinblick auf das laufende Verfahren, was sich dennoch etwas hinziehen kann.

Die ehemaligen Fräger-Hallen in der Leipziger Straße in Altenburg sind verkauft, was Insolvenzverwalter Steffen Koch als großen Schritt im Verfahren bezeichnet.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der Insolvenzverwalter der Altenburger Fräger-Sparte, Steffen Koch, sieht den Verkauf des einstigen Firmen-Geländes an der Leipziger Straße positiv. „Der Verkauf der Hallen und des Grundstückes in Altenburg stellt einen großen Schritt dar“, sagte er auf OVZ-Nachfrage. „Die Ansiedlung eines Automotive-Betriebes begrüße ich.“ Wann das Verfahren um den Automobilzulieferer Fräger Antriebstechnik GmbH und die Besitzgesellschaft MDF GmbH beendet sein wird, kann er jedoch noch nicht sagen.

„Wesentliche Teile des Geschäftsbetriebes und wesentliche Vermögenswerte sind veräußert“, erklärte Koch weiter. „Dennoch bedeutet die Restabwicklung des Insolvenzverfahrens noch einen erheblichen Aufwand.“ Darüber, welche Aspekte des Verfahrens noch offen sind, schwieg sich der Rechtsanwalt, der Partner der renommierten Kanzlei HWW Hermann Wienberg Wilhelm ist, jedoch aus. Auch deshalb könne „zur Quote für die Gläubiger in den Fräger-Verfahren“ und zum „Abschlusszeitpunkt gegenwärtig noch keine konkrete Aussage getroffen werden“, so der Insolvenzverwalter.

Koch war im Dezember 2013 von der Gläubigerversammlung zum Verwalter bestimmt worden, nachdem diese die Umwandlung von einem Insolvenzverfahren in Eigenregie in ein reguläres beschlossen hatte. Der Grund dafür waren offenbar Zweifel an den Erfolgsaussichten einer Sanierung durch das bisherige Führungspersonal, das neben dem ersten Verwalter Carsten Koch auch Mitglieder der Eigentümerfamilie Fräger einschloss. Den überraschenden Insolvenzantrag hatte man auch für das Altenburger Werk bereits am 4. Juli 2013 gestellt.

Allerdings gelang es auch Koch nicht, den augenscheinlich heruntergewirtschafteten Teil der Fräger-Gruppe in der Skatstadt zu retten. Daraufhin verloren Ende März 2014 erst 140 der 180 Beschäftigen ihre Jobs – und mit dem Auslaufen der Produktion einen guten Monat später auch die übrigen Angestellten. Die Versteigerung des Inventars Anfang Juli desselben Jahres spülte dann einen Millionenbetrag in Kochs Insolvenzkasse. Wenig später hatte die OVZ darüber berichtet, dass Millionen Euro an Fördermitteln des Freistaates Thüringen in der Firma Fräger Antriebstechnik und der Besitzgesellschaft MDF verbrannt worden waren.

Folglich ist allein das Land über die Thüringer Aufbaubank als Gläubiger im Verfahren mit rund drei Millionen Euro involviert. Dabei handelt es sich um zurückgeforderte, weil unrechtmäßig bezogene Fördermittel. Denn diese waren an eine bestimmte Anzahl von Jobs geknüpft, die jedoch mit der Schließung des Werkes verloren gingen. Größter Gläubiger ist jedoch die ehemalige Hausbank der Fräger-Gruppe, die IKB. Im Zuge des Insolvenzverfahrens war zudem bekannt geworden, dass Fräger seine Mitarbeiter schlecht entlohnt und den Maschinenpark teilweise schlecht gewartet hatte. Die hessischen Fräger-Firmen hatte der US-Automobilzulieferer MAT, der durch die Präzisionstechnik Reichenbach (PTR) auch in Altenburg ansässig ist, gekauft und so gerettet.

Von Thomas Haegeler

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