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Altenburg Veterinäre trainieren Ernstfall
Region Altenburg Veterinäre trainieren Ernstfall
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19:20 07.04.2014
Schmölln

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Neben Vorträgen am Vormittag absolvierten die Teilnehmer am Nachmittag praktische Übungen.

Derzeit gibt es keine akuten Fälle von Tierseuchen, betont Michael Elschner, Referatsleiter Tierseuchen und Tiergesundheit im Thüringer Sozialministerium. "Aber eine Gefährdungslage ist permanent gegeben", so Elschner weiter. Ganz konkret bedroht die afrikanische Schweinepest die Bestände. Im Februar hat die Krankheit die östlichen Mitgliedsländer der Europäischen Union erreicht. Keine Überraschung. Schon im vergangenen Jahr stand die Seuche vor den Toren der EU. Nicht zuletzt deswegen gab es 2013 die erste Weiterbildungsveranstaltung für Tierärzte im westlichen Teil Thüringens, räumt Elschner ein. "Weil damals keine Kollegen aus Ostthüringen dabei waren, haben wir jetzt den Tag hier auf die Beine gestellt", erläutert der Ministerialbeamte.

Dementsprechend stand die afrikanische Schweinepest am Vormittag bei den Referaten im Mittelpunkt. Von der Krankheit gehe zwar keine Gefahr für Menschen aus, "aber das Problematische ist, ein Befall führt zum 100-prozentigen Verlust der Tiere", so Elschner. Wie ernst das Ministerium die Gefahr einer Verbreitung einschätzt, zeigt sich auch daran, dass bereits intensiv mit Jägern gearbeitet werde, um sie über die Krankheit zu informieren und zu sensibilisieren. "Außerdem haben wir Aufklärungsplakate an Autobahnraststätten angebracht, um auch die LKW-Fahrer der Tiertransporte zu erreichen."

Doch mit Aufklärung und Prävention ist es nicht getan. "Im Ernstfall sind die praktizierenden Tierärzte als Helfer in die behördlichen Maßnahmen eingebunden", erklärt Elschner. Und genau das wurde am Samstagnachmittag an fünf Stationen trainiert. Unterstützung kam dabei vom Technischen Hilfswerk (THW), der Feuerwehr Schmölln und dem Sanitäts- und Betreuungszug des Landkreises, zählt Ronny Thieme, zuständig für den Katastrophenschutz im Landkreis, auf.

Unter anderem wurde den Tierärzten gezeigt, wie und welche Schutzbekleidung anzulegen ist, bevor sie im Seuchenfall in einen Schweinestall können. "Das ist besonders wichtig, damit der Arzt nicht zum Überträger der Krankheit wird", so Elschner. An einer anderen Station wurde der Tierseuchenkoffer und dessen Inhalt vorgestellt. In jedem Landkreis stehen drei dieser Koffer bereit, in denen alles Notwendige zusammengestellt ist. Mit der Feuerwehr wurde außerdem die Personendekontamination geübt und das THW, das bei Einsätzen die Stabsführung innehätte, stellte die Seuchenwanne samt Fahrzeugdesinfektion des Landkreises vor.

Zum ersten Mal haben am Samstag praktizierende Tierärzte aus Ostthüringen gemeinsam mit den Behörden und Organisationen trainiert, mit denen sie im Seuchenfall zusammenarbeiten würden. "Darüber hinaus gibt es im Altenburger Land bereits jetzt ein gut funktionierendes Miteinander von Katastrophenschützern und dem Veterinäramt", lobt Elschner.

Gute Noten von ihm bekommt auch eine vor drei Jahren gegründete Arbeitsgemeinschaft Tierseuchen, der die Landkreise Altenburg und Greiz, der Saale-Orla-Kreis sowie die Städte Gera und Jena angehören. "Diese Arbeitsgemeinschaft trifft sich regelmäßig", betont Thieme. Zudem würden immer wieder Krisenszenarien zur Übung in den Ämtern durchgespielt, ergänzt er.

© Kommentar Seite 11

Jörg Reuter

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