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Altenburg Viaduktradweg: Der nächste Bauabschnitt kostet 300 000 Euro
Region Altenburg Viaduktradweg: Der nächste Bauabschnitt kostet 300 000 Euro
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12:05 19.02.2018
Unter anderem über den Frohnsdorfer Viadukt soll einmal der Radweg führen. Quelle: Mario Jahn
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Göpfersdorf

Das erste Teilstück des Viaduktradwegs könnte noch in diesem Jahr eröffnet werden. Das erklärt Günter Lichtenstein, Vorsitzender des Vereins Viaduktradweg, auf OVZ-Anfrage. Dafür wurden kürzlich zwei wesentliche Voraussetzungen geschaffen. Am 6. Juni wurden dem Verein von der Deutsche Bahn-Netz die ersten drei Viadukte übergeben. Außerdem liegt eine erste Kostenschätzung für den Bau der Teilstrecke Kotteritz–Ehrenhain vor. Obgleich es noch genug offene Fragen gibt, ist damit das Projekt Viaduktradweg einen wesentlichen Schritt vorangekommen.

Zweifler am Projekt gibt es, seit vor fast zehn Jahren erst von einem Brückenradweg auf der früheren Bahnlinie Nobitz–Narsdorf und später vom Viaduktradweg gesprochen wird. Und mehr als einmal wurde das Vorhaben als gescheitert angesehen. „Es muss endlich etwas passieren, es glaubt uns ja kaum noch einer“, meint Lichtenstein ganz offen. Aber er ist guter Dinge, dass entweder in diesem oder spätestens im nächsten Jahr die ersten Radler über das erste Stück der insgesamt 16 Kilometer langen Strecke fahren werden. Wann genau, hänge nun im Wesentlichen davon ab, ob für bauliche Maßnahmen Bauanträge nötig sind und was – wegen möglicher Fördermittel – bei der Auftragsvergabe beachtet werden muss. Bürokratischen Prozesse dauern eben. „Und es ist für uns alles Neuland, keiner im Verein hat damit Erfahrung“, gibt Lichtenstein zu bedenken.

Ungeachtet dessen ist klar, losgehen wird der Bau des Viaduktradwegs auf dem acht Kilometer langen Abschnitt vom Bahnhof Kotteritz zum Bahnhof Ehrenhain. „Das ist zwar der einfachste Abschnitt, weil es auf diesem keine Viadukte gibt, aber auch der wichtigste, denn er verbindet Altenburg mit dem Leinawald“, so Lichtenstein. Laut Kostenschätzung des Vereins sind dafür über 300 000 Euro nötig. Damit müssen kleine Brücken ersetzt, Schilder aufgestellt und vor allem der Radweg an sich angelegt werden. Momentan werde ermittelt, welche Vorschriften einzuhalten sind. Liegen die Ergebnisse vor, werden sofort eventuell nötige Bauanträge gestellt. Parallel werde gerade geklärt, welche Fördermittel es geben könnte.

Wie berichtet, gibt es eine Arbeits- und Verantwortungsteilung zwischen Naturschutzbund-Stiftung und dem Viaduktradweg-Verein. Außerdem ist auch die Bahn weiterhin im Boot. Während die Stiftung sich am Boden um ein „grünes Band“ für Tiere und den Radweg für Menschen kümmert, zeichnet der Verein für die Trasse auf den alten Eisenbahnbrücken verantwortlich. Die Steinbauten selbst, über die 1901 der erste Zug rollte, bleiben derweil im Eigentum und der Verantwortung der Bahn. Der Verein hat die Viadukte „nur“ gemietet. „Wir müssen spätestens mit Baubeginn zwei Verpflichtungen erfüllen. Zum einen müssen wir die Viadukte regelmäßig augenscheinlich auf Mängel untersuchen und der Bahn berichten. Zum anderen tragen wir für den Verkehr, also die Radler und Fußgänger, auf den Bahnbrücken die Verantwortung“, beschreibt Lichtenstein.

Mit der Übergabe der ersten drei von sechs Viadukten an den Verein, der Ermittlung der Kosten für den ersten Abschnitt und dem Abstecken eines Zeitplans wurde nun der zweite Pflock auf dem Weg zum Viaduktradweg eingeschlagen. Den ersten, um im Bild zu bleiben, schlug die Naturschutzbund-Stiftung am 1. September ein, als sie die 80 Hektar Land unter der ehemaligen Bahnstrecke Kotteritz–Narsdorf von der Bahn erwarb (die OVZ berichtete).

Von Jörg Reuter

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