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Altenburg Viel Hoffnung, aber wenig Konkretes
Region Altenburg Viel Hoffnung, aber wenig Konkretes
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23:00 16.04.2015

Sie wolle dafür sorgen, dass das Netz der Berufsschulen in der Fläche nicht ausgedünnt wird, und das beträfe auch Altenburg. Jedoch vermied die Ministerin eine feste Zusage. Sie verwies vielmehr auf noch laufende Entscheidungsprozesse. Eine Lösung gegen den Unterrichtsausfall an den Schulen im Kreis konnte sie ebenfalls nicht aus dem Hut zaubern. "Wir sind noch in der Arbeitsphase", so Klaubert. Doch sie werde hilfreiche Entscheidungen treffen, sicherte sie einem Vater zu, der vorrechnete, dass am Lerchenberggymnasium derzeit rund 25 Prozent der Lehrer krankheitsbedingt fehlen. Es gebe zwar einige Überlegungen, beispielsweise die Schaffung eines Pools an Vertretungslehrern. Auf der anderen Seite gebe es aber einen Plan zum Abbau der Landesbediensteten. Dementsprechend müsste sie bis 2020 sogar Hunderte weitere Stellen streichen. Denn regelmäßig würden die Bürgermeister vom Freistaat fordern, er solle sparen. Bei nur rund zwei Millionen Einwohnern, stehe die Zahl der Angestellten auch weiterhin auf dem Prüfstand.

Auf die Frage nach der Zukunft des Hortes in Thüringen bat die Ministerin aus Altenburg um Zeit bis nächste Woche. "Erst dann weiß ich, was die einzelnen Varianten kosten." Ihre Lieblingsoption wäre, so Klaubert weiter, die Horte von der kommunalen Trägerschaft wieder in Landesverantwortung zu übergeben. "Denn Grundschule und Hort gehören zusammen. Aber das ist meine persönliche Meinung, diese ist noch nicht mit dem Kabinett abgestimmt." Außerdem gebe es eben jenen Plan zum Abbau der Landesbediensteten.

Bereits zugesagt seien 1,2 Millionen Euro für weitere Deutschkurse. "Denn Deutsch als Fremdsprache müssen wir unbedingt intensivieren", betonte Klaubert mit Blick auf die zunehmende Zahl der Flüchtlinge. Aber auch hier sei der Prozess nicht abgeschlossen. Deswegen konnte sie den Lehrern weinig konkretes entgegnen, die anmerkten, dass in den Schmöllner Schulen mit hohem Ausländeranteil die Pädagogen den Ansprüchen der Kinder aus Zeitmangel nicht mehr gerecht werden könnten.

Beim Thema Erinnerungskultur meinte Klaubert: Die DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen, sondern ein Willkürstaat. Zur Aufarbeitung dieser Vergangenheit dürfe jedoch niemand Angst haben, verurteilt zu werden.

Jörg Reuter

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