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Altenburg Viele Fragen bei Meuselwitzer Einwohnerversammlung
Region Altenburg Viele Fragen bei Meuselwitzer Einwohnerversammlung
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19:03 23.08.2017
Verhalten war der Zuspruch bei der Meuselwitzer Einwohnerversammlung - die Fragen dafür umso zahlreicher. Quelle: Bastian Fischer
Meuselwitz

Der Zuspruch wirkte auf den ersten Blick verhalten: Lediglich 27 Bürger und einige Stadtratsmitglieder fanden sich Dienstagabend zur Einwohnerversammlung in der Meuselwitzer Orangerie ein. Die Themenfelder, zu denen sich die Einwohner Antworten von Bürgermeister Udo Pick (BfM), Wintersdorfs Ortsteilbürgermeister Thomas Reimann (UWG) und den anwesenden Amtsleiterinnen erhofften, waren dafür denkbar breit gefächert.

Öffentlicher Alkoholkonsum & Verschmutzung: Mit Blick auf den vermehrten Alkoholkonsum und damit verbundenen Verschmutzungen an öffentlichen Orten, etwa der Kreuzung Altenburger/Luckaer/Zeitzer Straße, am Busbahnhof oder den Spielplätzen im Seckendorff-Park und im Bereich Pestalozzistraße/Schnauderhainicher Weg führe man regelmäßige Kontrollen durch, so die Antwort von Bürgermeister Pick auf eine entsprechende Anfrage. In den benannten Straßenzügen könne die Stadt jedoch nicht pauschal eingreifen, da dort das Trinken nicht generell verboten ist. Dies gelte indes nicht für den Bereich der Innenstadt, den Busbahnhof sowie die Strandbereiche des Haselbacher und des Hainbergsees. Diese seien auch über die Sicherheitspartnerschaft mit der Thüringer Polizei abgedeckt. Registriert wurden im abgelaufenen Jahr vor allem Verstöße wegen Ruhestörung, Belästigung sowie öffentlichem Alkoholgenuss – wenn auch in geringerem Maße als vielleicht angenommen.

Breitbandausbau: Der Ausbau des schnellen Internets in den Ortsteilen beschäftigte gleich mehrere Bürger. Hier gehe es weiter voran, kündigte Bürgermeister Pick an. Noch im September solle die europaweite Ausschreibung zum Breitbandausbau für den Landkreis erfolgen. Mit einer Vergabe an Unternehmen sei Mitte 2018 zu rechnen. Dem Hinweis, dass insbesondere in Falkenhain seit der Umstellung auf Voice-Over-IP-Telefonie auch das Festnetz oft ausfalle, wolle man hingegen noch intensiver nachgehen.

Heizkraftwerk: Die Stadt erarbeite derzeit eine entsprechende Stellungnahme zum Antrag auf Wiederinbetriebnahme des jetzigen Eigentümers. Diese solle fristgerecht zum 20. September beim Landesverwaltungsamt eingereicht werden. Man stehe zudem in engem Kontakt mit der Stadt Lucka und gehe gemeinsam gegen das Vorhaben vor. „Wir werden nicht akzeptieren, dass man uns hier offensichtlich verarschen will“, wurde Pick sehr deutlich.

Straßenausbau & -reparaturen: Zwar sei etwa auf dem Radweg zwischen Meuselwitz und Lucka schon viel geschehen, allerdings täten sich auf dem „Kirchweg“ zwischen Meuselwitz und Schnauderhainichen zahlreiche Risse auf, so eine Anfrage. Ebenso müsste die Gröbaer Straße in Wintersdorf dringend instandgesetzt werden. Was den „Kirchweg“ betreffe, so könne dieser als vorrangig landwirtschaftlich genutzter Weg nur ausgebessert werden, wenn noch Mittel aus dem Reparaturfonds des laufenden Jahres verfügbar seien, so die Antwort. Um zumindest Reparaturen an der Gröbaer Straße durchzuführen, habe man die entsprechenden Mittel im Nachtragshaushalt 2017 erhöht.

Fahrbahnmarkierung an der Breitinger Straße: Ein Unternehmen sei beauftragt, entsprechende Arbeiten sollen laut Pick in der kommenden Woche beginnen. Leitpfosten würden indes nicht gesetzt, da dazu keine Pflicht bestehe und dies auch nicht von der Verkehrsbehörde angeordnet sei.

Verfallendes Bahnhaus zwischen Meuselwitz und Lucka: Das stark baufällige Gebäude in der Straße der Einheit befinde sich in regelmäßiger Kontrolle durch das Ordnungsamt. Der Eigentümer werde kontinuierlich zur Objektsicherung angeschrieben, führe aber keine Arbeiten durch, so Pick. Zwar sei das Haus unbestritten ein Schandfleck, der Stadt aber derzeit hinsichtlich Zwangsmaßnahmen die Hände gebunden.

Beschädigter Verteilerkasten an der Grotte: Derzeit sei zeitlich immer noch nicht abzuschätzen, wann der Schaden durch den Verursacher ersetzt werde oder wann das Gericht urteile. Daher seien entsprechend finanzielle Mittel im Nachtragshaushalt eingestellt worden. Nach deren Freigabe könne der Auftrag ausgelöst und umgesetzt werden.

850 Jahre Zipsendorf: Die Stadt begrüße das Engagement der IG Bergbau- und Heimatfreunde, ein Fest zum Jubiläum organisieren zu wollen, so Pick. Nach dem Gleichheitsprinzip wolle man ähnlich wie in Mumsdorf oder Falkenhain verfahren, etwa mit Stadtmobiliar oder Manpower beim Auf- und Abbau unterstützen. Möglich sei auch eine Übernahme der Schirmherrschaft durch den Bürgermeister.

Von Bastian Fischer

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