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Viele Tore und einige Überraschungen in der Fußball-Kreisliga

Viele Tore und einige Überraschungen in der Fußball-Kreisliga

Die Überraschung des Spieltages in der Fußball-Kreisliga war der Sieg der Weißbacher gegen den Favoriten aus Lumpzig. Ebenso unerwartet holte Großenstein bei Aufbau Altenburg ein Remis.

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Gemeinsam stark: Während der Meuselwitzer Marcus Baum (M.) Richtung Tor marschiert, verhindern seine FSV-Kollegen das Eingreifen der Roschützer. Mit Erfolg. Denn Baum steuert zwei Treffer zum 3:0-Erfolg des FSV bei.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg/Meuselwitz. Dagegen ließen sich Einheit Altenburg und der FSV Meuselwitz nicht gefährden. Eurotrink bleibt dank eines Sieges gegen Starkenberg/Dobitschen an der Tabellenspitze. Windischleuba verbuchte durch großen Kampf einen Heimsieg. Lok Altenburg musste dagegen auf eigenem Platz eine herbe Niederlage gegen Löbichau einstecken. Dabei ging es zumeist recht torreich zu.

 

Sage und schreibe sieben Treffer fielen in der Partie Weißbacher SV gegen den SV Lumpzig. Mit 4:3 (1:2) hatten die Mannen aus dem Schmöllner Ortsteil dabei verdientermaßen das bessere Ende für sich. Allerdings fand der Gastgeber nur schwer ins Spiel. In der ersten halben Stunde gaben die Gäste den Ton an, sodass Arifov zweimal traf. Nach einer Flanke erzielte der Torjäger die Führung (26.), die er vier Minuten später mit einem Hinterhaltschuss ausbaute. Danach kam der WSV besser in Tritt und stellte durch Eichlers Volleyknaller aus 20 Metern den Anschluss her (35.). In Hälfte zwei half dem Hausherren dann der Wind. Eine Kombination (65.) schloss Clauß zum Ausgleich ab. Nun wurde Lumpzig nervös, zumal sich Weißbach auch im Zweikampfverhalten verbesserte. Mit einem guten Spielzug schaffte Schäfer (75.) die Führung. Weißbach diktierte nun das Geschehen. In der 85. Minute war es wieder Clauß, der den Ball zum 4:2 ins lange Eck setzte. Lumpzig wollte es nun mit der Brechstange richten, kam aber nur noch durch Schulz (88.) zum Anschlusstreffer.

 

In der Partie Starkenberg/Dobitschen gegen Eurotrink Gera ergriff der Favorit sofort das Heft des Handelns. Das zahlte sich aus, weil der Gastgeber am Ende 3:5 (1:3) verlor. Nach 16 Minuten brachte Fleischer die Gäste per Kopf in Führung. Aus 20 Metern glich Leipnitz (37.) aus. In einem flotten Spiel brachte ein Freistoß von Fleischer das 1:2 (41.). Danz stellte mit einem Distanzschuss den 1:3-Pausenstand her. Nach dem Wiederanpfiff mühte sich der Gastgeber, schaffte durch Zunkel (65.) den Anschlusstreffer. Aber Eurotrink konterte geschickt, was Lippold (69.) zum 2:4 nutzte. Wenzel (76.) verkürzte nochmals. Den Gästesieg sicherte erneut Lippold (84.).

 

Obwohl die Ehrenhainer Reserve in Windischleuba die technisch bessere Klinge schlug, gewann der Hausherr 2:0 (1:0). So dominierte zwar der Gast, kam aber nicht zum Erfolg. Anders der TSV, der nach 33 Minuten durch einen Nachsetzer von Walter in Front ging. Windischleuba zeigte auch nach der Pause große Moral. Wieder diktierte Ehrenhain das Spiel, aber ein weiter Einwurf von Müller (58.) kam zu Walter, der goldrichtig stand und zum 2:0 vollendete. Kapitän Pfefferkorn, der ein starkes Spiel machte, vergab nach genialem Pass von Trozowski in der 90. Minute ein weiteres Tor.

 

Ins Straucheln geriet Aufbau Altenburg gegen Großenstein. Denn nach einer souveränen 2:0-Führung gab man den Sieg noch aus der Hand (2:2). Schon nach neun Minuten erzielte Aufbau als spielbestimmende Mannschaft durch Zwesper die Führung. Köster (26.) legte nach. Anders das Bild nach der Pause: Aufbau ließ nach, was Großenstein nutzte. Fengler (64.) gelang der Anschlusstreffer, und Muxfeldt (74.) schaffte sogar noch den Ausgleich. Die Gäste hätten sogar gewinnen können, aber Aufbau kam mit einem blauen Auge davon.

 

Noch mehr Tore als beim Weißbacher Sieg gab es bei der 2:6 (0:4)-Niederlage von Lok Altenburg gegen Löbichau. "Wir haben eine indiskutable Leistung geboten", sagte Lok-Trainer Dähne. Allerdings fehlten dem Gastgeber auch zahlreiche Stammspieler, was nicht zu kompensieren war. Siebert (9.) brachte Löbichau schnell in Front, Höring erhöhte mit einem Doppelschlag (24/25.) auf 0:3. Zapp (28.) legte zum 0:4-Pausenstand nach. Loks Abwehr wirkte desolat, sodass Knoska nach dem Seitenwechsel das 0:5 folgen ließ. Schöffmann gelang (56.) der Ehrentreffer zum 1:5. Nach 80 Minuten war aber wieder Knoska zum 1:6 zur Stelle. Im Gegenzug verkürzte Klages. Lok ist eigentlich stärker, wird das mit seiner Stammformation spätestens am 1. Mai zum Pokal-Halbfinale auch wieder zeigen.

 

Gegen Gera-Leumnitz hat Schmölln/Großstöbnitz II nur Schadensbegrenzung betreiben können. Mit 2:4 (1:2) unterlag die Kreisoberliga-Reserve. Nach einem irregulären, aber anerkannten Treffer von Neidhardt führte Leumnitz (14.) schnell. Scherzer, bester Spieler auf dem Platz und kaum zu stellen, erhöhte (30.). Schon im Gegenzug verkürzte Dehnert auf 2:1. Die Knopfstädter hielten vor der Pause gut mit, hatten auch die Chance auszugleichen. Nach dem Seitenwechsel stellte Scherzer (75.) die Weichen mit dem 3:1 auf Sieg. Nikol (78.) erhöhte auf 4:1, sodass Böttcher (86.) nur noch Ergebniskosmetik gelang.

 

Souveräner spielte der FSV Meuselwitz gegen Roschütz II, gewann 3:0 (0:0). In Hälfte eins präsentierte sich der Gastgeber noch recht schwach. Weil auch der Gast wenig tat, plätscherte die Partie vor sich hin. Erst die Einwechslung von Losajev, der neuen Schwung brachte, veränderte das Spiel. Nun war der FSV am Drücker. Als der Eingewechselte nach 63 Minuten gefoult wurde, setzte Baum den Freistoß aus 25 Metern in die Maschen. Nach 70 Minuten legte Müller nach. Kurz darauf scheiterte Arndt. Nach Vorarbeit von Letzterem stellte Baum den Endstand her (81.).

 

Auch in der Begegnung Nöbdenitz II gegen Einheit Altenburg tat sich vor der Pause wenig. Dass Einheit dennoch 2:0 gewann, hatte man seiner Effizienz zu verdanken. Der tiefe Boden machte es beiden Teams aber zunächst schwer. Immer wieder versprangen die Bälle. So war viel Zufall im Spiel. Nach dem Wiederanpfiff war Einheit überlegen und nutzte seine Chancen. Eine Flanke (57.) verwertete Rieming zum 1:0 und Wich schloss einen Konter (84.) zum 2:0 ab, weshalb die Gäste nicht unverdient gewannen.

Reinhard Weber

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