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Vielfalt trotz Sparkurs

Vielfalt trotz Sparkurs

Freudestrahlend und voller Optimismus hat die Leitung des Altenburg-Geraer Theaters gestern auf einer Pressekonferenz das Angebot für die neue Spielzeit 2013/2014 unterbreitet.

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Vorm Theater in Gera präsentieren sie freudestrahlend die neue Spielzeitbroschüre: Chefdramaturg Felix Eckerle, Theaterfabrik-Leiter Peter Przetak (vorn), der Leiter Finanzen Claus Bloszik, Puppentheater-Chefin Sabine Schramm, Ballettdirektorin Silvana Schröder, Intendant Kay Kuntze und Schauspieldirektor Bernhard Stengele (v.l.).

Quelle: Stephan Walzl

Kein Wunder. Während noch vor Jahresfrist die massiven Finanzprobleme und damit der schnöde Mammon tonangebend waren, ging es diesmal fast ausschließlich um die hehre Kunst. Versprochen wurde dem Publikum ein umfangreicher, von großer stilistischer Vielfalt geprägter Spielplan mit über 500 Aufführungen und Konzerten.

 

Ganz ohne das Thema Geld ging es gestern in Gera dennoch nicht ab. Nachdem eine drastische Verkleinerung des Theaters im vergangenen Jahr abgewendet werden konnte, sieht Intendant Kay Kuntze (46) sein Haus nunmehr finanziell stabil aufgestellt. Trotzdem wird sich der Sparkurs auch in der Saison 2013/2014 auswirken. Weil in den neuen Haustarifverträgen der Gehaltsverzicht mit mehr Freizeitausgleich für die Künstler erkauft wurde, dauert die Sommerpause wie schon im Vorjahr deutlich länger. Zur Eröffnungsgala wird in Gera erst am 28. September und in Altenburg gar erst am 5. Oktober eingeladen. Bislang war der Spielzeitbeginn traditionell auf Ende August/Anfang September datiert. Zudem gibt es im Januar eine dreiwöchige Schließzeit.

 

Trotz der weiter notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen, durch die seit Ende 2010 aus eigener Kraft immerhin drei Millionen Euro eingespart werden konnten, werde es einen umfangreichen Spielplan geben, so Kuntze. Die fleißigste Sparte sei das Puppentheater mit 180 Vorstellungen, gefolgt vom Schauspiel mit 150, dem Musiktheater mit knapp 100 und dem Ballett mit über 30 Aufführungen.

 

Auf ein spezielles Spielzeit-Motto verzichten die Ostthüringer Theaterleute erneut. "Wir wollen die Stücke nicht unter ein Motto-Dach zwingen, wir setzen vielmehr auf stilistische Vielfalt und Individualität sowie spartenübergreifende Produktionen", begründet der Theaterchef die Entscheidung. Dafür gibt es mit "Wegmarken der europäischen Geschichte", "Der Weg der Heldin" und "Im Rhythmus Afrikas" drei Reihen, denen jeweils mehrere Produktionen unterschiedlicher Sparten zugeordnet werden. Die erstgenannte Reihe führt den Zuschauer beispielsweise zu den Ereignissen des Ersten Weltkrieges, dessen Beginn sich 2014 zum hundertsten Mal jährt. "Geschichtsvermittlung mit den Möglichkeiten des Theaters, das ist ein spannendes Unterfangen", lobte Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (51, SPD) gestern schon mal vorab.

 

Insgesamt wartet das Altenburg-Geraer Theater mit 22 Neuinszenierungen auf. Hier einige wenige Beispiele: Im Schauspiel gehört Heines "Deutschland. Ein Wintermärchen" dazu, mit dem Altenburg am 3. Oktober in die neue Spielzeit startet. Das Musiktheater verzichtet auf eine Hommage an das VW-Jahr (Verdi und Wagner) und widmet sich mit "Iphigenie auf Tauris" lieber dem Gluck-Jubiläum 2014. In der Titelpartie ist die neue Sopranistin Anne Preuss zu erleben. Außerdem gibt es mit Lehárs "Lustiger Witwe" die Wiener Herz-Schmerz-Operette schlechthin. Sie steht nach über 20 Jahren erstmals wieder in Ostthüringen im Spielplan. Altenburg darf sich schon am 20. Oktober auf die Premiere freuen.

 

Das Puppentheater wird mit "Die Nacht" den Lebensbericht von Elie Wiesel, einem bekannten jüdischen Holocaust-Überlebenden, als Material- und Projekttheater auf die Bühne bringen. Im Ballett ist nach viel Moderne mit "Cinderella" wieder einmal ein Ballett-Märchen zu erleben. Auch das diesjährige Weihnachtsmärchen am Altenburger Landestheater kommt nach dem hippen Sensationserfolg von "Ayana Rabenschwester" diesmal mit dem "Räuber Hotzenplotz" ganz klassisch daher.

 

Das Philharmonische Orchester wird wieder die gesamte Bandbreite seiner Konzerte bieten. Das Wichtigste ist hier aber nach zwei Jahren der Suche endlich einen neuen Chefdirigenten zu finden. "Ich bin wild entschlossen, im Juni in die Vertragsverhandlungen zu gehen", versicherte Kay Kuntze.

Ellen Paul

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