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Völkerschlacht, Skat und ein spektakuläres Panorama

Völkerschlacht, Skat und ein spektakuläres Panorama

Das Residenzschloss war und ist ein Magnet erster Klasse sowohl für Einheimische und als auch für Touristen. Mehr als 58 000 Besucher konnten im Vorjahr im Museum sowie den dazugehörigen Liegenschaften wie Hausmanns- und Flaschenturm oder den Roten Spitzen gezählt werden - ein erfreulicher Aufwärtstrend.

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Das neue 360-Grad-Panorama im Flaschenturm erfreut sich eines großen Publikumsinteresses. Seit der Eröffnung im Oktober wurden 1600 Besucher gezählt.

Quelle: Jens Paul Taubert

Denn es sind fast 4000 mehr als 2012. Besondere Anziehungspunkte waren die Ausstellung zu 200 Jahre Völkerschlacht und Skat sowie das neue 360-Grad-Panorama. Für 2014 sind die Ziele nicht minder hochgesteckt.

 

 

 

Das Hauptaugenmerk im Schloss- und Spielkartenmuseum lag 2013 selbstverständlich auf dem geschichts-trächtigen Jahr 1813. Dabei ging es nicht nur um das Völkerschlacht-Jubiläum, sondern zufällig fiel auch die Ersterwähnung des Skates auf das markante Jahr. Kein Wunder also, dass die Sonderausstellung "Altenburg im Jahr 1813 - 200 Jahre Völkerschlacht und 200 Jahre Skat" überaus großes Interesse fand. Im Umfang bescheidener, aber für sich genommen hochkarätig konnte die Ausstellung "Orden, Ehrenzeichen und Medaillen um die Ereignisse der Befreiungskriege 1813 bis 1815" mit Inhalten punkten.

 

Auch die Galerie für Kinder und Jugendliche "project-art", die über den Sommer traditionell die besten Arbeiten des städtischen Mal- und Zeichenwettbewerbs zeigte, verdient angesichts des Niveaus der gezeigten Arbeiten aus Kinderhand eine Erwähnung.

 

Die unbestrittenen Highlights des vergangenen Jahres waren jedoch die Wiedereröffnung der Roten Spitzen im Juni und die Bereicherung der "Flasche" mit dem 360-Grad-Panorama des einheimischen Künstlers Anthony Lowe Mitte Oktober. Das Wahrzeichen Altenburgs zählte bis zur Winterpause im Oktober 4586 Besucher, die auf imposante Weise einen Einstieg ins komplexe Thema Mittelalter und Stauferzeit zu finden suchten. Und das Panorama wollten in den zweieinhalb Monaten bereits 1600 Besucher sehen. "Das ist eine sehr erfreuliche Zahl", so Schlossdirektor Thomas Knechtel.

 

An diesen Erfolgen möchten Knechtel und Museumschefin Uta Künzl mit ihren Teams in diesem Jahr selbstverständlich gern anknüpfen. Und das sollte mit der spektakulären Spalatin-Ausstellung, die bereits im Vorfeld deutschlandweit von sich reden macht, auch gelingen. "Georg Spalatin - Steuermann der Reformation" wird es ab dem 18. Mai in einer Sonderausstellung heißen, die sowohl im Schlossmuseum als auch in der Bartholomäikirche zu sehen ist. "Dies wird unstrittig der Höhepunkt im Ausstellungsjahr 2014", ist Uta Künzl überzeugt.

 

Doch natürlich hat das Museum noch mehr zu bieten. Der Altenburger Kunstpädagoge und bildende Künstler Friedheim Milczynski ist 80 Jahre alt geworden. Anlass genug, mit dem Künstler bereits ab 19. Januar auf Stadtentdeckung in Altenburg zu gehen. Über einhundert Arbeiten Milczynskis konnten übrigens bisher als Schenkung in den Bestand des Schlossmuseums übergehen. Eine Großzügigkeit, die die Einrichtung sehr wohl zu schätzen weiß.

 

"Banales, Bananen, Barbetrieb. Fotostorys" heißt die Nachfolgeausstellung im Marmorflur, die Arbeiten von Museumsmitarbeiter Toralf Keil zeigt. Es sind zeitgenössische Fotos, die mit kurzen Texten versehen sind.

 

Zu Pfingsten dann finden die 1. Thüringer Schlössertage unter dem Motto "Aufgetischt! Lebenslust und Tafelfreuden" statt - und das Altenburger Schlossmuseum ist dabei! Im Festsaal baut der Zuckerkünstler Georg Maushagen seine nachgestaltete Jülicher Hochzeitstafel auf. Geschirr, Besteck und mannigfach Zubehör sowie Dekor ist der historischen, originalen Jülicher Hochzeit von 1585 nachempfunden, die den Herzog Johann Wilhelm mit Jacobe von Baden ehelich verband. Dazu wird ein Programm aus Konzert, Führung und Lesung geboten. Das Zuckerbankett bleibt im Übrigen bis Ende August im Schloss.

Ellen Paul

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