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Volkssolidarität Altenburger Land kämpft um junge Mitglieder

Hohes Durchschnittsalter Volkssolidarität Altenburger Land kämpft um junge Mitglieder

Der bisherige neunköpfige Vorstand vom Kreisverband Altenburger Land der Volkssolidarität bleibt für weitere vier Jahre in der Verantwortung. Mit großer Mehrheit sprach die Kreisdelegiertenkonferenz am Dienstag dem Gremium für eine weitere Amtszeit das Vertrauen aus. An der Spitze des Wohlfahrtsverbandes bleibt der Altenburger Rechtsanwalt Robert Streu.

Bleibt für weitere vier Jahre in der Verantwortung – der Vorstand der Volkssolidarität: Anke Sonntag, Robert Streu, Christa Neruda, Gabriele Scholpp, Holger Schulze, Claudia Wolter und Martin Raab (v.l.). Es fehlen Volkmar Vogel und Thomas Möller.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der bisherige neunköpfige Vorstand vom Kreisverband Altenburger Land der Volkssolidarität (Voso) bleibt für weitere vier Jahre in der Verantwortung. Mit großer Mehrheit sprach die Kreisdelegiertenkonferenz am Dienstag dem Gremium für eine weitere Amtszeit das Vertrauen aus. An der Spitze des Wohlfahrtsverbandes bleibt der Altenburger Rechtsanwalt Robert Streu als Vorsitzender.

Größtes Sorgenkind der Volkssolidarität ist die immer älter werdende und schwindende Mitgliederzahl. „Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder liegt zwischenzeitlich bei 74 Jahren.“ Rechne man die durch den Wohlfahrtsverband im Kreis betriebenen Kitas und die dortigen jüngeren Mitglieder noch heraus, so steige das Durchschnittsalter sogar auf rund 80 Jahre. Dieses hohe Alter schlage sich auch in den Mitgliederzahlen nieder. „Seit 2015 haben wir um die 400 Mitglieder verloren, oftmals, weil sie verstorben sind“, umriss Robert Streu das die Voso umtreibende Hauptproblem. „Die schon seit geraumer Zeit unternommenen verstärkten Anstrengungen, um neue Mitglieder zu gewinnen, kompensieren nicht im Ansatz den Schwund.“

Trotz des massiven Schwundes und des hohen Alters steht der Verband im Altenburger Land noch sehr gut da: Alles in allem zählt die Voso 1512 Mitglieder und 226 Ehrenhelfer in aktuell 43 Ortsgruppen. Streu kündigte zugleich im Namen des Vorstandes an, ab September dieses Jahres massiv in eine ein Jahr währende Mitgliederwerbekampagne starten zu wollen. Die dazugehörige Konzeption, die vor allem potenzielle jüngere Mitglieder locken soll, sei professionell erarbeitet und bereits abgesegnet worden. „Zudem wurde schon unser Internetauftritt grundlegend überarbeitet und wir haben seit geraumer Zeit auch einen Facebookauftritt“, so der 40-Jährige.

Wirtschaftlich steht der Verband nach den Worten von Finanzer Martin Raab solide da. „Alle Verbindlichkeiten konnten fristgemäß beglichen werden und offene Außenstände gibt es nicht. Dies zeigt, dass wir ordentlich gewirtschaftet haben“, so der Finanzexperte.

In zwei Bereiche müsse man die Voso auch im Kreis untergliedern: In den Mitgliederverband, der sich aus den Einnahmen durch die Beiträge trägt, und aus den Wirtschaftsbetrieben, die der Verband im sozialen Bereich betreibt. Zu letzterem zählen die beiden integrativen Kitas „Spatzennest“ und „Mischka“, die Sozialstation, das betreute Wohnen, die Organisation diverser Veranstaltungen und seit jüngstem auch die neue Tagespflege in der Birkenstraße, die der Verband vollständig aus eigenen Rücklagen in Höhe von 150 000 Euro einrichtete und jetzt in Betrieb nahm. „Dass uns diese Investition möglich war, spricht für die wirtschaftliche Solidität“, so Raab.

Dafür spricht auch, dass die jedes Jahr von der Volkssolidarität initiierte Straßensammlung seit drei Jahren recht konstant um die 18 000 Euro an Spenden einbringt. „Dies ist ebenso ein Zeichen, dass unsere Arbeit bei den Menschen anerkannt ist“, konstatierte der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Volker Kibisch.

Letztendlich wurden sämtliche Berichte von den Delegierten mehrheitlich und ohne Diskussion abgesegnet, der Vorstand für seine geleistete Arbeit entlastet und mit ebenso großer Mehrheit für weitere vier Jahre erneut ins Rennen geschickt.

Von Jörg Wolf

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