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Volleyballerinnen besiegt Tiebreak-Fluch

Volleyballerinnen besiegt Tiebreak-Fluch

Schmalkaldener VV 1:3 (25:15, 23:25, 15:25, 14:25). Wieder drückte der Schuh in Sachen Personal, diesmal allerdings besonders beim Libero und der Außenannahme.

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Ab durch die Mitte: VCA-Kapitän Annika Tänzer (r.) schmettert den Ball zum Punktgewinn durch den Gäste-Block.

Quelle: Mario Jahn

VCA. Wieder drückte der Schuh in Sachen Personal, diesmal allerdings besonders beim Libero und der Außenannahme. Da das Hinspiel 1:3 verloren ging, wollte sich das Team um Kapitän Annika Tänzer kämpferisch und spielerisch verbessert zeigen.

 

Zur Überraschung des Publikums startete Altenburg sehr stark und ließ dem Gast keine Chance, ins Spiel zu kommen. Beweglich in Annahme und Abwehr wurde ein schnelles Angriffsspiel aufgebaut. Sicher einer der besten Sätze in diesem Jahr (25:15). Den zweiten Durchgang gestaltete man mit konsequentem Angriffsspiel zunächst sehr positiv. Bis zum Stand von 16:13 schien der VCA nicht zu stoppen. Schmalkalden stellte in der Folge die Feldabwehr um und holte fortan nahezu jeden Angriff der Altenburgerinnen. So kam es in der Schlussphase zu einem harten Kampf um jeden Ball. Am Ende gewannen die erfahrenen Südthüringerinnen den Satz knapp mit 25:23. Dies sollte der Knackpunkt der Partie sein.

Im Folgesatz wurden die Skatstädterinnen von der sehr starken Gäste-Abwehr der Gäste derart demoralisiert, dass die Eigenfehler enorm zunahmen und dieser Durchgang mit 15:25 abgegeben wurde. Alle guten Vorsätze für den vierten Satz gingen bereits in der Anfangsphase über Bord. Eine leichte Verletzung der sehr stark aufspielenden Zuspielerin führte zu einer Verunsicherung der gesamten Mannschaft. Schmalkalden nutzte diese Schwächeperiode geschickt aus und gewann 25:14.

 

 

Mit dem VC Gotha stand anschließend ein gleichwertiger Gegner auf der anderen Netzseite. Punktgleich stehen beide Teams im Mittelfeld der Thüringenliga. Ähnlich ausgeglichen begann auch der erste Durchgang. Sehenswerte Spielzüge auf beiden Seiten führten zu wechselseitigen Führungen. In einem knappen Finale gewann Altenburg den Satz 26:24. Im zweiten Durchgang führte der VCA von Beginn an. Umso überraschender dann das katastrophale Abschneiden im dritten Satz. Der Kräfteverschleiß wirkte sich physisch wie psychisch aus.

 

Gotha wurde durch diese Schlafeinlage stark gemacht. Trotz der enormen Anstrengungen in den sieben gespielten Sätzen wollten die Gastgeberinnen den Sack ihrerseits zumachen. Dementsprechend begann man mit druckvollem und variablem Angriffsspiel und zog auf 11:4 davon. Doch aus dem sicheren Spielgewinn wurde ein Herzschlagfinale. Ganze drei Matchbälle wurden vergeben. Dagegen nutzte Gotha den zweiten Satzball (26:28) und glich nach Sätzen aus.

Was nun in den Köpfen der Altenburgerinnen vorging, kann man sich besonders dann vorstellen, wenn man sich die Statistik der Saison vor Augen führt. Von den sechs Spielen, die im Tiebreak entschieden werden mussten, gewann der VCA nur zwei. Hinzu kam der enorme Kräfteverschleiß, und somit war der Gast aus Gotha plötzlich sogar im Vorteil. In einem ausgeglichenen Entscheidungssatz wechselten die beiden Teams mit einer hauchdünnen 8:7-Führung für die Gastgeberinnen. Nun schlug die Stunde des VCA. Beim Stand von 14:10 wurde der erste Matchball verwandelt, und so siegte der Gastgeber verdient 3:2.

Mit dem so errungenen Sieg kletterte Altenburg auf den sechsten Rang und führt somit das Verfolgerfeld der Tabellenspitze an. Im kommenden Spiel bei den Volley Juniors aus Erfurt kann man den positiven Trend von drei Siegen aus den letzten vier Spielen fortsetzen.

 

 

Voitzsch, Ahlemann, Stockmeier, Schreier, Tänzer, Kämpfer, Lorenz, Gehrmann, Mateev.

Frank Schneider

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