Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Vollmershainer Schalmeien gehen in Altenburg in die Vollen
Region Altenburg Vollmershainer Schalmeien gehen in Altenburg in die Vollen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 18.10.2017
Mit einem rauschenden Fest haben die Vollmershainer Schalmeien im Goldenen Pflug in Altenburg den Jahresabschluss gefeiert. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Altenburg

Vollmershain, der kleine Ort im südlichen Altenburger Land, zählt gerade einmal 360 Einwohner. Viele davon sind Mitglieder im Schalmeienverein. Doch die Musiker kommen nicht nur aus der ländlichen Gegend. Längst strömen sie auch aus Zwickau oder Gera. Auch in diesem Jahr wollte man das Abschlusskonzert nutzen, um ein erfolgreiches Jahr Revue passieren zu lassen. Über 20 Auftritte haben die Männer und Frauen hinter sich und freuten sich am Samstagabend im Goldenen Pflug in Altenburg auf das Heimspiel des Jahres und eine „richtig geile Schalmeienparty“.

Kurz nach 19 Uhr – die größte Veranstaltungshalle des Kreises ist zum Bersten gefüllt. An Tischen und Bänken findet man keinen Platz mehr, die Empore ist ausgelastet und das wohl populärste Blasorchester der Region startet in die erste Runde. Die Leute klatschen mit, stehen auf den Bänken und jubeln ihren Vollmershainern zu. Und wie jedes Jahr bot das Programm die vom Publikum erwartete Mischung. Von Beatles bis Helene Fischer, von Popmusik bis hin zur traditionellen Marschmusik, alles war abgedeckt und das ist sicher ein weiterer Grund, warum die Vollmershainer so beliebt sind.

Das fordert jedoch auch seinen Tribut. Während der fast einstündigen Programmblöcke, die sich in Runde zwei und drei wiederholen sollten, stand den Künstlern die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Zwischen den Songs gönnten sie sich kaum Pausen, doch sobald der nächste Titel angekündigt war, war von Erschöpfung nur noch wenig zu sehen und es zeichnet sich der Spaß an dieser Musik in den Gesichtern ab.

Zur Überbrückung während der Programmblöcke wurde, wie immer, für viel Unterhaltung gesorgt. Nach dem ersten Auftritt und dem ersten groß gefeierten Auszug trat das Sportensemble Chemnitz mit seinen Turnerinnen zwischen zehn und 25 Jahren auf. Handstand, Rad, FipFlop und Salto waren meist eine der leichtesten Übungen für die Mädels. Danach wurde mit SOS – Sound Of Saara die erste der mittlerweile legendären Tanzrunden eingeleitet und das natürlich mit Andrea Berg, wodurch sich in Windeseile die Tanzfläche füllte. Nach dem zweiten Programmblock war es Zeit für den Auftritt der Meta-Girls aus Meerane. Die Tanzgruppe hatte zwei Wochen lang beim MDR-Vereinssommer geführt, doch am Ende reichte es nicht ganz.

Apropos MDR-Vereinssommer. An jeder Ecke des Pfluges sah man schwarze Shirts mit weißer Schrift und dem großen Aufdruck „Wir sagen 1712 Mal Danke!“. Am 7. Juli waren exakt so viele Fans, Mitglieder und Unterstützer des Orchesters nach Vollmershain gekommen, um den Verein an die Spitze des Wettbewerbs zu bringen. Das gelang. Über den Beamer wurde die Siegerehrung ein zweites Mal gezeigt und ein zweites Mal ebenso groß gefeiert.

Immer wieder tritt genau dieser Erfolg an diesem Abend in den Vordergrund. Nicht zuletzt, weil die 5000 Euro Siegprämie fast durchgehend auf der Bühne zu sehen ist. Denn das Geld wurde in die Komplettierung der erneuerten Malcher-Tracht investiert, die die Künstler an diesem Abend mit Freude und Stolz tragen. Der Sieg zeigt zudem, dass die Fans der Vollmershainer längst zu einer Gemeinschaft zusammen gewachsen sind, viele kommen jedes Jahr zu Auftritten und reisen mit dem Verein durch Mitteldeutschland und darüber hinaus. „Es ist ein Wir-Gefühl entstanden“, sagte der organisatorische Leiter Andreas Gerth. „Das ist unbezahlbar.“ Das ist auch zur Abschlussparty überall zu spüren.

Von Lena Rath

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist Freitag, der 13., Messehalle 1 in Leipzig, Goldene-Henne-Gala, roter Teppich – und sie mittendrin als erste Miss Goldene Henne. Eine berauschende Zeit, die Eva Anna-Lena Zorn viele neue Eindrücke gebracht und die sie sehr genossen hat. Ein Blick hinter die Kulissen.

16.10.2017

Vor mehr als 800 Jahren wurde Waltersdorf erstmals schriftlich erwähnt. Heute leben in dem Meuselwitzer Ortsteil rund 130 Einwohner. Mit den kleinen Höfen und Eigenheimen ein eher untypisches Dorf fürs Altenburger Land, das vom Bergbau und der LPG-Zeit geprägt wurde.

18.10.2017

Nachdem die internationale Organisation gegen Atomwaffen Ican den Friedensnobelpreis erhalten hat, fühlen sich der Bürgermeister von Kriebitzsch und der Ortsteilbürgermeister von Mumsdorf auch ein wenig wie Preisträger. Seit über zwölf Jahren engagieren sie sich in der NGO Bürgermeister für Frieden, die zum Ican-Netzwerk gehört.

14.10.2017
Anzeige