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Altenburg Vom Audi bis zur Zündapp, von Trabi und Wolga bis zum Cadillac
Region Altenburg Vom Audi bis zur Zündapp, von Trabi und Wolga bis zum Cadillac
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21:55 25.05.2014
Altenburg

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Familienmitglieder eingeschlossen. Die Liebe zu den alten Gefährten - ob nun mit zwei, drei, vier oder noch mehr Rädern - verlangt neben einer großen Garage enorm viel Hingabe, Fleiß, Geschick, Sachkenntnis und natürlich Zeit und Geld. Sowie eben ein gewisses Maß an Unvernunft. Hinzu kommt, dass die Gelegenheiten selten sind, die Schmuckstücke wieder einmal auf die Straße zu bringen und unter den staunenden Blicken vom Straßenrand das Dahinrollen, -tuckern oder -schweben so richtig zu genießen. Der Winter scheidet sowieso aus, zu kalt sein oder regnen darf es auch nicht. Aber wenn endlich im Sonnenschein ein Treffen mit vielen Gleichgesinnten und großem Publikum lockt, gibt es kein Halten.

Eberhard Eckardt hatte am Sonnabend wieder einmal alles genau hinbekommen. Zum inzwischen 16. Oldtimertreffen, das der mittlerweile 67-Jährige Ex-Autohaus-Chef mit seinem Team organisierte, kamen rund 300 Teilnehmer. "Das hier ist der schönste Dank für alle Teilnehmer und meine Mitstreiter", breitete er beide Arme aus, wies auf den proppevolle Markt mit all den in der Sonne funkelnden Oldtimern samt Scharen von Zuschauern, und war rundum glücklich. "Eine herrliche Sache!"

Schon Stunden zuvor hatte sich die Karawane im Autohaus auf dem Gewerbegebiet am Weißen Berg gesammelt. Und von hier aus startete auch die kurze Rundfahrt durchs Altenburger Land - traditionell mit Eberhard Eckardt und seinem Zwickauer IFA F8, Baujahr 1959, vornweg. "So, Jungs, an die Geräte", hatte er die Tour eröffnet. Doch diesmal stahl ihm ein Teilnehmer mit einem "Hühnerschreck", wie diese Fahrräder mit Hilfsmotor einst genannt wurden, ein wenig die Schau. Aber ein strenges Reglement gibt es sowieso nicht, und so verschwanden Trabi, Wartburg, Wolga, Tatra und Skoda ebenso wie Spitfire-Roadster, Goggomobil, Porsche und Cadillac in den unvermeidlichen blauen Auspuff-Wolken, die vor allem von den zahlreichen Motorrädern in die Luft geblasen wurden.

Auch Manfred und Margitta Dittrich genossen dieses Feeling in ihrer roten "Ente", wie der Citroën 2 CV 6 weltweit genannt wird. "Voriges Jahr hat es leider geregnet, aber diesmal durfte sie raus", lachte die einstige Direktorin des Altenburger Lerchenberggymnasiums, nachdem der Hingucker zur Abschluss-Schau auf dem Markt geparkt war.

"Das ist Wirtschaftsförderung pur. Ich bin jedem Unternehmer dankbar, der so etwas auf die Beine stellt, so viele Gästen in unseren Landkreis holt", meinte Landrätin Michaele Sojka (Linke) an die Adresse von Cheforganisator Eckardt. Und übergab selbst gleich noch den Pokal für die weiteste Anreise an Torsten Ramm, der mit seinem Mercedes W 119 über 296 Kilometer aus Ahrensfelde bei Berlin angerollt war. Als ältestes Auto geehrt wurde der Ford T, Baujahr 1912, von Gilbert Rudolph aus Schmölln, als ältestes Motorrad Rainer Gräfes Zündapp von 1924.

Günter Neumann

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