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Altenburg Vom Blick ins Depot bis zum Ritzen einer Radierung - Lindenau-Museum lädt zum grafischen Wochenende
Region Altenburg Vom Blick ins Depot bis zum Ritzen einer Radierung - Lindenau-Museum lädt zum grafischen Wochenende
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21:18 05.11.2012
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Erstmalig beteiligt sich das Lindenau-Museum mit zahlreichen Angeboten für kleine und große Leute daran und lädt an diesem Sonnabend und Sonntag zu einem interessanten Programm ein.

Höhepunkt wird am Samstag die Vorstellung der neuen Grafik-Literatur-Edition des Förderkreises "Freunde des Lindenau-Museums" mit einer Radierung des Gerhard-Altenbourg-Preisträgers 2012, Michael Morgner, und einem Text von Mathias Jähnig sein. Auch die Einblicke ins Depot und die Vorstellung grafischer Kostbarkeiten aus der Kunstbibliothek des Museumsgründers sind kein alltägliches Angebot.

Der Sonntag soll dann vor allem Kinder und ihre Eltern beim Familientag des Studios Bildenden Kunst und der Museumspädagogik mit diesen besonderen Schätzen und ihrer Entstehung vertraut machen. So wird beispielsweise eine neue Radierpresse eingeweiht, die dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Sparkasse Altenburger Land für das Studio gekauft werden konnte. Es druckt als Erster der Leipziger Künstler Markus Bläser. Zuschauen oder selbst zur Radiernadel greifen und eine Kaltnadelradierung ritzen und drucken kann man am Familiensonntag ebenfalls. Von altem Bleisatz kann ein Abzug gedruckt und mit nach Hause genommen werden. Druckmaschinen und alte Schreibmaschinen laden zum Ausprobieren ein. Zu bestaunen gibt es außerdem Radierungen von Säugetieren, Vögeln und Mineralien aus einem französischen Lexikon der Naturwissenschaften von 1816 bis 1830.

Arbeiten auf Papier lagern aus konservatorischen Gründen lichtgeschützt in Depots und können nur für begrenzte Zeiträume gezeigt werden. Beim Wochenende der Grafik rücken diese Schätze, aber auch die Techniken ihrer Entstehung in das Blickfeld der Öffentlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums. Die Vielfalt der Kunst auf Papier sei an diesen Tagen in besonderem Maße erlebbar.

Wer mehr über grafische Sammlungen und die Kunstwerke, die sie beherbergen, wissen möchte, kann sich an diesem Wochenende im Lindenau-Museum darüber informieren. Das Museum ist auch präsent auf der neuen Internetseite des Netzwerks grafischer Sammlungen.

www.netzwerk-graphische-sammlungen.com

SONNABEND

14 bis 15 Uhr: Wie werden Grafiken, Zeichnungen, Fotografien und Aquarelle aufbewahrt? Der Leiter der Grafischen Sammlung des Lindenau-Museums, Thomas Matuszak, gewährt einen Einblick in sein Depot. (Bei großem Interesse könnte es zu Wartezeiten kommen.Es wird um Verständnis gebeten.)

14 Uhr: Grafische Kostbarkeiten in Bernhard von Lindenaus Kunstbibliothek, vorgestellt von Klaus Jena, Germanist

15 Uhr: Von konservatorischem Umgang mit Arbeiten auf Papier mit Papierrestaurator Christian Maul

16 Uhr: "Kündung": eine Zeitschrift des Expressionismus mit Thomas Matuszak

17 Uhr: Präsentation der neuen Grafik-Literatur-Edition (Nr. 10) des Förderkreises "Freunde des Lindenau-Museums" mit einer Radierung des Gerhard-Altenbourg-Preisträgers 2012, Michael Morgner, und einem Text von Mathias Jähnig

Ausklang: Das Antonia Hausmann Trio spielt jungen Jazz.

SONNTAG

14 Uhr: Einweihung der neuen Radierpresse mit dem Leipziger Künstler Markus Bläser

Ab 14.30 Uhr: Hoch oder tief? Gedruckt! Zuschauen oder selbst zur Radiernadel greifen und eine Kaltnadelradierung ritzen und drucken.

Vorführung von Filmen über grafische Techniken, Vorstellung von Grafik aus Lindenaus Kunstbibliothek, Kaffeetrinken und Musik

15 Uhr: Grafikerin Julia Penndorf liest aus dem von ihr gestalteten und Ingo Schulze geschriebenen Buch "Der Herr Augustin" und wird anschließend mit den Kindern eine Szene in der Drucktechnik der Radierung "neu" illustrieren.

16 Uhr: Die Zeitfresserchen - eine Gerhard-Altenbourg-Führung für Kinder mit Studentin Juliane Wiegleb

17 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Christine Schlegel: Hand-Arbeits-Bücher" mit Julia M. Nauhaus, Direktorin des Lindenau-Museums

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