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Vom Naturentdecker zum Überlebenskünstler: Wildlife-Kurs im Leinawald

Langenleuba-Niederhain Vom Naturentdecker zum Überlebenskünstler: Wildlife-Kurs im Leinawald

„Der Natur auf der Spur“ lautete das Motto der kleinen und großen Überlebenskünstler, die im Leinawald bei Langenleuba-Niederhain an einem Wildlife-Kurs teilnahmen. Organisiert wurde die Aktion vom Naturschutzbund Altenburger Land und der Naturschutzjugend Thüringen. Die Mädchen und Jungen lernten, wie sie sich im Wald zurecht finden.

Kinder erfahren beim Wildlife-Kurs viel über den Wald.

Quelle: Eva Zorn

Langenleuba-Niederhain. „Der Natur auf der Spur“ lautete das Motto der kleinen und großen Überlebenskünstler, die kürzlich im Leinawald bei Langenleuba-Niederhain an einem Wildlife-Kurs teilnahmen. Organisiert wurde die Aktion vom Naturschutzbund Altenburger Land und der Naturschutzjugend Thüringen.

Extra dafür aus Jena angereist war Marcus Orlamünder, der hauptamtlich seit 2007 beim Naturschutzbund Thüringen tätig ist und sich als Koordinator für das Wildlife-Überlebenstraining engagiert, um Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen. „Das Projekt Wildlife ist normalerweise eine Art Überlebenscamp für Jugendliche ab zwölf Jahre, das über ein Wochenende, mehrere Tage bis hin zu ein paar Wochen geht“, erklärte er. Dabei sei es wichtig, die Natur kennenzulernen, sich in ihr zurechtzufinden und vor allem sich mit ihr zu identifizieren. Im Leinawald mussten jedoch einige Stunden reichen.

Querfeldein über Stock und Stein

Zehn Uhr in der Früh starteten die Kinder im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren sowie einige Eltern und Betreuer am Sportplatz in Langenleuba-Niederhain. Sie wurden von dem Naturexperten sofort querfeldein, über Stock und Stein, zwischen Büschen und Bäumen in den Wald geführt.

Die erste Station befand sich auf einer kleinen Lichtung. Nachdem Zweierteams gebildet waren, erhielt jedes Paar eine Augenbinde, und immer abwechselnd wurde der eine Partner von seinem Mitstreiter blind durch den Wald zu einem Baum geführt und zur Ausgangsstelle zurück gebracht. „Finde deinen Baum“ – so sollte spielerisch und mit viel Vertrauen zum Partner vermittelt werden, dass jeder Baum im Wald etwas Besonderes ist, ein Unikat mit verschiedenen Eigenheiten, wie auch die Menschen.

Danach ging der Fußmarsch zum eigentlichen Lagerplatz, wo im Sitzkreis der Plan für die Errichtung eines eigenen Camps besprochen wurde. Die Frage, die sich hierbei stellte: Was braucht man alles, um eine Woche in der Natur zu überleben? Die Antwort darauf fiel kurz und simpel aus: Eine Prise Mut, gemischt mit Kreativität und Wissen. Und natürlich sollten der Spaß und die Freude an der Natur nicht zu kurz kommen.

Wie kann ich ein Lager errichten? Vor welchen Tieren sollte ich mich in Acht nehmen? Wie kostbar ist Trinkwasser? Und wie lange kann ich ohne Nahrung überleben? Diese und weitere Fragen erläuterte Marcus Orlamünder den Kindern ausführlich.

Wasserdichter Unterschlupf im Wald

Danach machten sich alle daran, einen wasserdichten Unterschlupf zu bauen, wobei die Kinder auch einige Knotentechniken lernten und mit teilweise selbstgebauten Werkzeugen des Naturexperten Feuerholz für das Mittagessen sammelten und zerkleinerten. In kurzer Zeit entstand so eine eigens errichtete Feuerstelle, mit der selbstgemachtes Stockbrot und dann eine einfache Gemüsesuppe zubereitet werden konnten.

Großen Spaß hatten die kleinen Naturentdecker beim Bauen eines Wichtelhauses. Kleine laminierte Papierwichtel sollten im Wald eine neue Heimat finden, und der Kreativität der jungen Architekten waren keine Grenzen gesetzt. Und auch die Eltern und Betreuer fanden Gefallen daran, einen sorglosen Tag an der frischen Luft zu verbringen.

Nach dem Mittagessen im gemütlichen Sitzkreis wurde der Plan für den Nachmittag geschmiedet. Dazu zählten eine Unterweisung in die Kunst des Kompass- und Kartenlesens und Naturspiele auf der großen Wiese neben dem Lager.

Charleene Truthe, die zusammen mit ihren zwei kleinen Brüdern und den Eltern den erlebnisreichen und interessanten Ausflug im Wald genoss, sagte am Ende des Tages: „Ich fand es richtig cool. Das Lager zu bauen, hat viel Spaß gemacht. Es war wirklich schön, und ich hoffe wir können so etwas nochmal machen.“

Von Eva Anna-Lena Zorn

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