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Altenburg Von Alice bis Keimzeit - 18 Neuheitenauf den Landestheater-Bühnen
Region Altenburg Von Alice bis Keimzeit - 18 Neuheitenauf den Landestheater-Bühnen
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19:40 23.04.2015
Gehörte in Gera zu den Rennern der Saison: Das Keimzeit-Ballett von Silvana Schröder mit der Band Keimzeit im Großen Haus. Quelle: Stephan Walzl

Doch bis dahin steht vor dem Ensemble noch eine komplette Spielzeit. Am Donnerstag wurde in Gera der Plan für die Saison 2015/2016 vorgestellt. Mit Neuinszenierungen, dem Weiterführen und Schaffen thematischer Reihen sowie Uraufführungen wollen die Theatermacher die Erfolge der ausklingenden Spielzeit 2014/2015 fortführen, so Intendant Kay Kuntze.

Rund 137 000 Besucher zählte das Theater im Kalenderjahr 2014 in beiden Häusern. Damit war statistisch jeder Einwohner von Gera und Altenburg mindestens einmal im Theater. Zu den Publikumsrennern in Gera gehörte das Keimzeit-Ballett, das auch in der nächsten Spielzeit in Altenburg aufgeführt wird. Zur Live-Musik von Norbert Leisegang und Band erleben die Zuschauer ein farbenfrohes Tanzspektakel. Premiere ist in Altenburg am 13. Oktober.

Wie das Ballettstück gehört auch eine der interessantesten Neuinszenierungen der kommenden Saison, "Kruso", zur Reihe "Wegmarken der europäischen Geschichte". Das Stück bringt den preisgekrönten Roman "Kruso" des aus Gera stammenden Autors Lutz Seilers auf die Bühne. Wie Kuntze ankündigte, wird der Schriftsteller im November zur Premiere erwartetet. Überhaupt wird der regionale Bezug der Inszenierungen in allen fünf Sparten des Hauses in der nächsten Spielzeit wieder eine gewichtige Rolle spielen, so Kuntze.

Insgesamt 18 neue Produktionen sind geplant. So präsentiert das Thüringer Staatsballett unter dem Titel "Anita Berber - Göttin der Nacht" einen Abend über die Tanz-Ikone der 1920er-Jahre. "Sie stand für die Erotisierung des Tanzes und sorgte damals auch mit ihrem Lebenswandel für Furore", erklärte Kuntze. Die Aufführung gehört zur neuen Reihe "Die golden 20er". "Der Vorteil unseres Fünf-Sparten-Hauses ist, jede Sparte steuert Puzzlesteine bei, aus denen sich dann das gesamt Bild der thematischen Reihen ergibt", so Kuntze. Jedoch ist diese Ballettproduktion wie auch "Kruso" vorerst nur in Gera zu sehen.

Die Altenburger erwartet derweil als Neuinszenierung die Friedrich-Schiller-Tragödie "Die Jungfrau von Orleans". Ab dem 30. April 2016 werden Aufstieg und Fall von Jeanne d'Arc im Großen Haus zu sehen sein. In der Reihe "Vom Himmel hoch - Glaube und Gesellschaft" wird es um die Rolle des Glaubens in der heutigen Gesellschaft gehen. Dazu steht neben dem Schillerstück auch das Schauspiel-Projekt "Das zweischneidige Schwert", in dem es auf poetische Art und Weise um den Gedanken des Islam geht, auf dem Spielplan.

Dem Altenburger Publikum wird im Rahmen des Tags der offenen Tür des Theaters am 1. Mai, 16 Uhr, der Spielplan mit Ausschnitten und Erklärungen der Spartenleiter noch einmal vorgestellt.

Jörg Reuter

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