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Altenburg Von Angelei bis Zauberei
Region Altenburg Von Angelei bis Zauberei
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19:21 01.09.2013

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Meuselwitz.

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" - mit diesem Lied von Reinhard Mey animiert die Kapelle Unverschämt die Besucher im großen Festzelt zum Mitsingen. Bereits am frühen Nachmittag ist hier am Sonnabend kaum noch ein freier Platz zu bekommen. Während sich hier zu dieser Zeit vor allen die älteren Schnauderstädter wohlfühlen und sich Kaffee und Kuchen, serviert von einer ortsansässigen Landbäckerei, schmecken lassen, zieht es die Familien mit Kindern eher zum Schnellzeichner, zum Trampolinspringen oder auf den Trödelmarkt.

Hier herrscht seit dem Vormittag ein Kommen und Gehen. Ina Hofmann und Heike Mitzschke, die an einem Stand gemeinsam Hausrat feil bieten, der bei ihnen übrig ist, sind erstmals dabei. "Besonders viel haben wir nicht verkauft, aber der Versuch und der Spaß sind es wert", meint Ina Hofmann.

Mitglieder des örtlichen Schachvereins versuchen unterdessen, die Lose für die beliebte Tombola unter die Leute zu bringen. Der Verein hat in diesem Jahr den Zuschlag bekommen, die 3000 Lose verkaufen und den Erlös behalten zu dürfen. Dem Charme von Natalie, Lisa und Jessica, die zur Kindergruppe des Vereins gehören, kann dabei kaum ein Festbesucher widerstehen. Fast alle greifen zu und versuchen ihr Glück.

Etwas müde schlendert Fred Reichel, Chef Städtischen Wohnungsgesellschaft, mit seiner Frau über den Markt. Das hat seinen Grund: "Weil die Almbergstürmer am Freitag so tolle Stimmung gemacht haben, bin ich erst heute früh ins Bett. Gegen acht war ich mit meinem Sohn dann schon wieder beim Karpfen- und Forellenangeln am Grottenteich." Wer wie er keine eigene Angel habe, könne sich eine vom Angelverein ausleihen. Für einen Obolus von drei Euro darf dann jeder sein Anglerglück versuchen. Allerdings ist vorgeschrieben, dass in 30 Minuten nur zwei Fische am Haken hängen dürfen. "Zusammen mit meinem Sohn habe ich vier Forellen gefangen", erzählt er. Dass immer genügend Fische im Teich sind, dafür sorgt der Angelverein Meuselwitz. Wer nicht selbst mit einem gefangenen Fisch für das leibliche Wohl sorgt, der findet rund um den Markt genügend Angebote, um seinen Hunger zu stillen. Roster, Steaks, Mutzbraten, Fischbrötchen oder Kuchen, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist etwas dabei.

Geprägt ist das Bild rund um den Markt vor allem Sonnabend und Sonntag von vielen Familien mit Kindern. Doch zum Leidwesen von Zauberer Gerd sowie Klaus und Glücki werden die Angebote für die kleinen Besucher nur wenig genutzt. "Ich kann mir das einfach nicht erklären", meint Barbara Golder (CDU), Bürgermeisterin von Meuselwitz. "Die Organisatoren haben sich extra für die Kinder etwas Besonderes einfallen lassen und nicht nur einfach eine Hüpfburg aufgestellt."

Der Sonnabendnacht einsetzende Regen hat dem Fest und der guten Stimmung keinen Abbruch getan. Gefeiert haben die Meuselwitzer bis gegen 3 Uhr morgens.

Gestern Abend hat die Stadtfete mit einem Feuerwerk ihren Abschluss gefunden. "Mit der Besucherzahl sind wir zufrieden. Es wären aber bestimmt noch mehr Leute kommen, wenn Altenburg nicht zum gleichen Termin sein Altstadtfest feiern würde. Das ärgert mich ein bisschen", sagt Golder. Die Befürchtungen, dass die Parkplätze nicht ausreichen könnten, seien unbegründet gewesen.

Neumann, Marlies

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