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Von Naturlehrpfad bis Skaterpark -viele Wünsche für den Nordplatz

Von Naturlehrpfad bis Skaterpark -viele Wünsche für den Nordplatz

Grillplätze, Skaterpark, medizinische Versorgung, Gemeinschaftsbeete, Gaststätten, Naturlehrpfad, Wasserspiele, barrierefreie Wege - Wünsche für die Zukunft des Nordplatzes gibt es viele.

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Arbeiten am Konzept für den Nordplatz: Die Landschaftsarchitektur-Studenten Mandy Burgold, Ute Baumgart und Florian Selle (v.l.).

Quelle: Mario Jahn

Das ist beim Ideenworkshop vorgestern Abend im Familien- und Freizeitzentrum klar geworden. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) wollten drei Studenten der Erfurter Fachhochschule für Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst bei der Veranstaltung herausfinden, wie sich die Bewohner des Stadtteils Altenburg-Nord ihren zentralen Platz in Zukunft vorstellen.

 

Die drei jungen Leute sollen unter Anleitung ihrer Professorin Gerlinde Krause in den nächsten Wochen ein Konzept für die Gestaltung des Nordplatzes entwickeln (OVZ berichtete). "Aber es ist blöd für uns, wenn wir uns in Erfurt hinsetzen und Ideen kreieren, die gar nicht für Sie infrage kommen", machte Florian Selle deutlich, warum man besonders das Gespräch mit den Bürgern sucht.

 

Dass sich etwas verändern muss, zeigte seine Kommilitonin Mandy Burgold gleich zu Beginn auf: Der in den 70er-Jahren gebaute Stadtteil schrumpft nämlich zusehends und verzeichnet in Altenburg die größten Einwohnerverluste - "vor allem durch seine strukturellen Defizite, aber durch ein schlechtes Image wird dies noch verstärkt." Der Nordplatz mit verwaisten Gebäuden und dem nur sporadisch genutzten Rondell tut sein Übriges dazu.

 

Dies wurde auch bei den Wünschen deutlich, die die knapp 30 Besucher auf Zettel notierten. Von einem grünen Mittelpunkt wie dem New Yorker Central Park und pflegearmer Renaturierung bis hin zu einem Platz mit Aufenthaltsqualität und als zentraler Punkt für Feste und Familien reichte die Palette. Noch deutlicher kristallisierte sich während der anschließenden Diskussion heraus, dass vor allem Barrierefreiheit und Angebote für Kinder zentrale Punkte sind, die die Bewohner für wichtig halten. Doch nicht nur sie nahmen rege an der Diskussion teil.

 

Auch Vertreter von Schulen, Vereinen und Firmen beteiligten sich am Gedankenaustausch. "Im Gegensatz zu einer natürlich gewachsenen Kleinstadt fehlt der Mittelpunkt, die Identität", brachte sich zum Beispiel Timo Schwanke von der Altenburger Wohnungsgenossenschaft ein. Er sehe noch zu viel die alleinige Funktion als Wohnraum in dem Stadtteil. "Und natürlich brauche ich ein Zentrum." In eine ähnliche Richtung ging auch die Ansicht von Stadtrat Harald Stegmann: "Mir schwebt vor, dass, wenn dieser Platz zentrale Bedeutung haben soll, er mehrere Funktionen erfüllen muss", betonte der Linken-Politiker und verwies auf Einkaufsmöglichkeiten, Ruhezonen, Aktivbereiche für Kinder und vor allem Möglichkeiten, damit man miteinander ins Gespräch kommen kann.

 

Auch der Oberbürgermeister brachte seine Sichtweise ein. Seiner Ansicht nach ist der Nordplatz zu groß. Er könne sich vorstellen, dass der zentrale Platz dorthin verlagert wird, wo die Menschen wohnen, und der obere Teil eine kleingliedrige Gewerbestruktur erhalte. Der untere Bereich rund um das sogenannte Oval könne begrünt oder renaturiert werden.

 

Die unterschiedlichen Ideen wollen die Studenten nun in ein Konzept integrieren. Bis September müssen sie ihre Masterarbeiten abgeben. Das Grundkonzept, so erläuterte Wolf das weitere Prozedere, soll dann in der Stadtverwaltung und in Ausschüssen besprochen werden. "Und dann wird es auch wieder in so einer Runde diskutiert und eventuell modifiziert. Ein ganz großer Aspekt ist die Bürgerbeteiligung", betonte der OB. Die Umgestaltung werde dann zwar nicht von heute auf morgen vollständig realisiert werden können, aber es gebe neben einer mittel- und langfristigen auch eine kurzfristige Schiene für Veränderungen.

Jenifer Hochhaus

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